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| Klasse | Balcom-10-Klasse / Sassnitz-Klasse | |
| Typ | Flugkörperschnellboot | |
| Typboot | Sassnitz | |
| Einheiten | mindestens 7 | |
| Technische Daten | ||
| Verdrängung | 348 t | |
| Länge | 48,9 Meter | |
| Breite | 8,65 Meter | |
| Tiefgang | 2,15 Meter | |
| Geschwindigkeit | 37 kn | |
| Antrieb | 3 x 56-Zylinder-Reihen-Sternmotor 3 Propeller |
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| Leistung | 11.910 kW | |
| Besatzung | 34 | |
| Reichweite | 2200 nm bei 20 Knoten | |
| Bewaffnung |
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Die Boote der Sassnitz-Klasse wurden in der DDR als Balcom-10-Klasse (Projekt 151) entwickelt. Es waren die ersten Verdränger-Schnellboote, die nach eigenem Entwurf von der Peene-Werft in Wolgast gefertigt wurden. Die Volksmarine bezeichnete sie als Kleine Raketenschiffe. Sie sollten die Boote der Osa-Klasse ablösen, und waren auch für den Export in die damalige UdSSR und andere Bündnispartner gedacht.
Von diesem Schnellboottyp wurden vier Stück von der NVA in Auftrag gegeben. Drei davon waren in Dienst gestellt, das vierte noch im Bau, als die DDR aufgelöst wurde. Formell gingen die Boote damit in den Bestand der Deutschen Marine über, die sie aber nicht weiter betrieb. Zwei Boote wurden 1993 nach Umbau vom BGS übernommen.
Drei weitere Einheiten wurden nach der Wiedervereinigung für die Polnische Marine gebaut und dort als Orkan-Klasse in Dienst gestellt. Die Boote wurden nur Teilausgerüstet abgegeben und dann nach westlichem Standard nachgerüstet. Ihre Hauptwaffe stellt nun der schwedische Antischiffsflugkörper RBS15 dar. In Polen werden sie nun als Korvetten eingestuft.
Inhaltsverzeichnis |
Die Boote haben einen Stahlrumpf mit einer Länge von 48,9 m, einer Breite von 8,65 m und einem einem Tiefgang von 2,15 m. Sie haben eine Konstruktionsverdrängung von 348 t die ausgerüstet auf 369 t steigt.
Angetrieben werden die Boote über drei Propeller von 3 Dieselmotoren sowjetischer Bauart. Dabei handelt es sich um 56-Zylinder-Reihensternmotoren M 520, mit einer Leistung von jeweils 3970 kW. Damit erreichen die Boote eine Höchstgeschwindigkeite von 37 kn.
Die Hauptwaffe stellen zwei Raketenbhälter FG 1520 sowjetischer Bauart mit jeweils vier Seezielflugkörpern dar. Als Besonderheit sind die Halterungen so ausgelegt, dass entleerte Behälter problemlos abgeworfen und ausgetauscht werden können.
Zusätzlich ist im Bug der Boote ein Mehrzweckgeschütz AK-176 (Kaliber 76 mm) aufgestellt und auf den Decksaufbauten im Heck eine 6-läufige 30-mm-AK-630-Gatlingkanone zur Nahbereichs-Luftzielbekämpfung.
Zum Eigenschutz waren Täuschkörperwerfer installiert.
Die Boote besaßen drei Radaranlagen. Ein Naviagtionsradar, ein Radar zur Überwachung von Luftraum und Seeoberfläche und ein Radar zur Zielerfassung.
Für die NVA gefertigt:
Für die Polnische Marine gefertigt (Orkan-Klasse):
Torpedoschnellboote: Silbermöwe-Klasse (149) | Jaguar-Klasse (140) | Seeadler-Klasse (141) | Zobel-Klasse (142)
(Torpedo-)Flugkörperschnellboote: Tiger-Klasse (148) | Albatros-Klasse (143) | Gepard-Klasse (143A) | Sassnitz-Klasse (Projekt 151)
Versuchsboote: Nasty-Klasse (152) | Vosper-Klasse (153)
Siehe auch Schnellbootflottille und Liste deutscher Kriegsschiffe seit 1945