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| Sarreguemines (dt. Saargemünd) | ||
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| Region | Lothringen | |
| Département | Moselle | |
| Arrondissement | Sarreguemines | |
| Kanton | Chef-lieu von zwei Kantonen | |
| Koordinaten | 49° 7′ N, 7° 4′ O49.1111111111117.0680555555556220Koordinaten: 49° 7′ N, 7° 4′ O | |
| Höhe | 192 bis 293 m | |
| Fläche | 29,67 km² | |
| Einwohner – mit Hauptwohnsitz – Bevölkerungsdichte |
(2005 ) 21.600 Einwohner 728 Einw./km² |
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| Postleitzahl | 57200 | |
| INSEE-Code | 57631 | |
| IGN-Nummer | 53877 | |
| Website | http://www.sarreguemines.fr/de/ | |
Sarreguemines (deutsch Saargemünd) ist eine Stadt im Département Moselle (57) in der französischen Région Lothringen.
Die Stadt ist Sitz der Unterpräfektur. Unmittelbar am Stadtrand verläuft die Grenze zum deutschen Bundesland Saarland.
Ab Saargemünd ist die Saar über den Saarkanal mit dem Rhein-Marne-Kanal (Canal de la Marne au Rhin) verbunden.
Inhaltsverzeichnis |
Saargemünd liegt an der Saar und an der Blies. Der Name ist abgeleitet vom deutschen Wort Gemund (in alten Dokumenten latinisiert gemundia) und bezieht sich auf den Zusammenfluss von Saar und Blies innerhalb des Stadtgebietes.
Der Ort wurde 706 erstmals als Gaimundas erwähnt, 1577 dann erstmals mit dem Saar-Zusatz (Sargemünt). Eine zu Guemunde französisierte Namensform tauchte 1594 auf. Von 1679 bis 1697 war Saargemünd schon einmal französisch besetzt, bevor es 1766 für 105 Jahre zu Frankreich kam. Von 1871 bis 1919 gehörte Saargemünd als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Kaiserreich. Zwischen 1919 und 1940 wieder französisch, war es im Zweiten Weltkrieg früh von deutschen Truppen besetzt und ab 1940 von Deutschland annektiert. Anfang Dezember 1944 wurde Saargemünd von amerikanischen Truppen eingenommen und gehört seitdem wieder zu Frankreich.
Bekannt ist die Stadt für ihre einst blühende Keramikproduktion. Die alte Faïencerie (Steingutmanufaktur) kann noch besichtigt werden. Es ist geplant, den Fabrikgarten nach seiner Restrukturierung in das Ensemble der Gärten ohne Grenzen der Region Saar/Lothringen/Luxemburg aufzunehmen. Besonders aus der Epoche des Jugendstils stammen bedeutende Bauwerke. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist das Casino am Saarufer. Bei diesem Gebäude handelt es sich um ein Bauwerk, das für die Arbeiter der Faïencerie errichtet wurde. Es beinhaltet kein Spielkasino; stattdessen gibt es dort einen Saal für kulturelle Veranstaltungen und ein Speiserestaurant. Die Außenfassade wird von Keramikbildern verziert.
Die Stadt verfügt über ein reichhaltiges kulturelles Angebot.
Im Straßenverkehr ist die Stadt durch die Bundesstraße 51 sowie N61 nach Norden an die Autobahnen A6 bzw. A620 angebunden. Dadurch besteht eine gute Verbindung nach Saarbrücken. Nach Süden besteht ein Anschluss über die N61 zur Autoroute A4.
Bis 1945 war die Stadt über die Bliestalbahn über Blieskastel bis Homburg (Saar) an die Pfälzische Ludwigsbahn angebunden. Der Personenverkehr wurde nach dem Krieg nicht wieder aufgenommen. Bis 1954 wurde von der SNCF die Strecke bis Bliesbruck betrieben. Heute verkehren Züge auf den Strecken in Richtung Bitsch – Hagenau, Sarre-Union, Metz, Straßburg und Saarbrücken. Seit 1997 gibt es die Saarbrücker Stadtbahn, deren Linie 1 Sarreguemines über die Grenze hinweg direkt mit der Saarbrücker Innenstadt und weiteren saarländischen Gemeinden im Nahverkehr verbindet. Die Züge fahren in den Hauptzeiten im 30-Minuten-Takt.
Zur Geschichte des Bahnhofes und seiner Strecken s. Bahnhof Sarreguemines
Sarreguemines hat im Laufe seiner Geschichte mehrere Gemeinden eingegliedert:
Sarreguemines ist Hauptsitz von 2 Bezirken (Kantonen):
Bürgermeister von Sarreguemines ist seit 2001 M. Céleste Lett.