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Die Sara sind eine Ethnie, die im Süden des Tschad sowie in der Zentralafrikanischen Republik ansässig ist. Im Tschad machen die Sara etwa 20 %[1] der Bevölkerung aus, in der Zentralafrikanischen Republik 10 %[2]. Untergruppen der Sara sind u.a. die Ngambay und die Sara-M'Bai (am mittleren Schari).
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Die Sprache der Sara wird ebenfalls Sara genannt, gehört zur zentralsudanischen Untergruppe der nilo-saharanischen Sprachen und unterteilt sich in mehrere Dialekte.
Die Sara sind Ackerbauern. Sara-Frauen vergrößern traditionell ihre Lippen, indem sie sie durch das Einlegen von Tonscheiben dehnen. Manche Forscher glauben, dass diese Tradition – die sich auch bei anderen Ethnien wie den Surma findet – ursprünglich dazu diente, sie für arabische Sklavenjäger unattraktiv zu machen. Sowohl Christentum als auch Islam und traditionelle Religionen sind unter ihnen verbreitet.
Vermutlich sind die Sara aus nordöstlicher Richtung in ihr heutiges Gebiet eingewandert[3]. Woher sie kamen, ist unklar; vielleicht aus anderen Teilen des Tschad, vielleicht auch als Niloten aus dem Nilgebiet im heutigen Sudan. Als Gründe für diese Migration werden die Suche nach fruchtbarem Land oder auch der Versuch genannt, Überfällen von Sklavenjägern zu entgehen.
Während der französischen Kolonialzeit installierten die Kolonialherren ein Verwaltungssystem bei den Sara und benachbarten Völkern[4]. Sara wurden zur Zwangsarbeit herangezogen sowie für die Armee (zwangs-)rekrutiert. Andererseits profitierten sie, wie auch der gesamte Süden des Tschad, von den wenigen Vorteilen der Kolonisierung wie westlicher Ausbildung, und Sara konnten mittlere Positionen in der Kolonialverwaltung erreichen[5]. Die französische Kolonialmacht war es auch, die den Baumwollanbau in größerem Umfang einführte. Sara dienten im 1. und 2. Weltkrieg in der französischen Armee.