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Ein Nachbau der Santa Maria, 1893, USA |
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| Schiffsdaten | ||
| Name | Santa Maria | |
| Stapellauf (Schiffstaufe) | um 1480 | |
| Bauwerft | Santander | |
| Besatzung | 39 Mann | |
| Technische Daten | ||
| Typ | Dreimast-Karacke spanischer Bauart | |
| Länge über alles | 23,60 m | |
| Breite | 7,92 m | |
| Tiefgang | 2,10m | |
| Bewaffnung: | ||
| Oberes Batteriedeck | 4 Bombardellen (90mm), unbekannte Anzahl an Kolubrinen (50mm), tragbare Armbrüste und Büchsen | |
Inhaltsverzeichnis |
Die Santa Maria war das Flaggschiff von Christoph Kolumbus’ erster Expedition von 1492 bis 1493, auf der er einen westlichen Weg nach Indien suchte. Begleitet wurde sie von den deutlich kleineren Schiffen Niña und Pinta. Die Santa Maria fuhr unter der Flagge von Kastilien und León, was heutzutage spanischem Territorium zuzuordnen ist.
Das von Kolumbus als Nao (= altspanischer Ausdruck für Schiff) bezeichnete, robuste Schiff gehörte ursprünglich Juan de la Cosa, wurde jedoch für sein Vorhaben an Kolumbus vermietet; Juan de la Cosa stellte sich dabei als Kapitän zur Verfügung. Statt eines Seewegs nach Indien entdeckte Kolumbus auf dieser Reise Amerika für Europa wieder. Allerdings nicht den Kontinent, sondern vermutlich die Insel Guanahani am nordöstlichen Rand der Bahamas.
Am Weihnachtstag 1492 lief die Santa Maria auf eine Sandbank vor dem heutigen Haiti auf und konnte nicht mehr gerettet werden. Das Holz wurde für den Bau der ersten spanischen Siedlung auf amerikanischem Boden, La Navidad, verwendet, in der Kolumbus etwa 30 bis 35 seiner Leute zurückließ.
Die Experten streiten sich darüber, in welche Schiffsklasse die Santa Maria einzuordnen ist: Sie ist vom Aufbau her eine Karavelle – die Besegelung ähnelt allerdings mehr der einer Karacke, weshalb sie eher als Karacke gesehen wird:
Der Großmast hatte eine Höhe von 26,60 m, an dem sowohl ein mit einem roten Kreuz verziertes Haupt- und ein zusätzliches Topsegel befestigt waren. Der Fockmast war mit einem Rahsegel ausgestattet, während der Besanmast mit einem Lateinsegel versehen war. Darüber hinaus konnten an der Rahe zwei Leesegel und am Bugspriet noch die Bugsprietsegel gesetzt werden.
Mittlerweile gibt es offenbar Aufzeichnungen und Quellen, die relativ genaue Rückschlüsse auf die Konstruktion des Schiffs wie auch die Maße zulassen. Die Mannschaft soll ihre Quartiere neben der Kombüse unter dem Bugkastell gehabt haben, während die Kapitänskajüte sich auf dem Achterdeck am Heck der Karacke befand.
Kolumbus vermerkte, dass die Santa Maria, trotz ihrer Geschwindigkeit von ca. 9 Knoten, sehr träge gewesen und eigentlich für solch eine Expedition nicht geeignet sei.
Neuere Forschungen stellen in Frage, dass der Name des Schiffes tatsächlich „Santa Maria“ gewesen sei. In den erhaltenen Auszügen des Bordbuches von Kolumbus wie auch in anderen zeitgenössischen Dokumenten aus dem Umfeld der Expedition taucht dieser Name niemals auf.
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Nachbau der Santa Maria vor Madeira |