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Die Sammlung Göschen wird seit 1889 in der G. J. Göschen'schen Verlagsbuchhandlung (jetzt Verlag Walter de Gruyter) herausgegeben.
Die ersten Bände der Reihe waren Werke der deutschen Aufklärung und der deutschen Klassik:
Diese Werke wurden ausdrücklich als Schulausgaben deutscher Klassiker angeboten
Mit dem Band 11 "Astronomie" von A.F. Möbius wurde der erste naturwissenschaftliche Band in der Sammlung Göschen noch im Jahre 1889 aufgenommen. Es folgten im Jahr 1890 Bände zur Pädagogik, Geologie, Psychologie und Logik, deutschen Mythologie und als Erweiterung der klassischen Werke Lessings Philotas.
Mit der Ausweitung der Sammlung auf weitere wissenschaftliche und ingenieurtechnische Felder veränderte sich auch der Anspruch, und es heißt daher bald nach der Jahrhundertwende jeweils im Vorklapp der kleinen Bände:
„Sammlung Göschen. Unser heutiges Wissen in kurzen, klaren, allgemein verständlichen Einzeldarstellungen." bzw. "Zweck und Ziel der 'Sammlung Göschen' ist, in Einzeldarstellungen eine klare, leicht verständliche und übersichtliche Einführung in sämtliche Gebiete der Wissenschaft und Technik zu geben; in engem Rahmen, auf streng wissenschaftlicher Grundlage und unter Berücksichtigung des neuesten Standes der Forschung bearbeitet, soll jedes Bändchen zuverlässig Belehrung bieten. Jedes einzelne Gebiet ist in sich geschlossen dargestellt, aber dennoch stehen alle Bändchen in innerem Zusammenhänge miteinander, so dass das Ganze, wenn es vollendet vorliegt, eine einheitliche, systematische Darstellung unseres gesamten Wissens bilden dürfte.“
Die Bände (anfänglich zu 80 Pfennige das Stück) wandelten sich damit von der Schullektüre zur Universitätslektüre.
Im Jahr 1910 erschien bereits der Band mit der laufenden Nummer 500, und zwar Georg Simmels Beitrag "Die Hauptprobleme der Philosophie". 1931 war mit der Bandnummer 1000 ein weiterer Meilenstein gesetzt, diesmal mit dem Beitrag von Karl Jaspers "Die geistige Situation der Zeit".
Die 'Sammlung Göschen' wurde bis Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts fortgesetzt und ging dann sukzessive in anderen Reihen des Verlages de Gruyter, Berlin [u.a.], auf.