| Wappen | Karte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Salzburg | |
| Politischer Bezirk: | Statutarstadt (S) | |
| Fläche: | 65,678 km² | |
| Koordinaten: | 47° 48′ N, 13° 2′ OKoordinaten: 47° 48′ 0″ N, 13° 2′ 0″ O | |
| Höhe: | 424 m ü. A. | |
| Einwohner: | 150.378 (1. Jan. 2008) | |
| Bevölkerungsdichte: | 2290 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 5020 | |
| Vorwahl: | 0662 | |
| Gemeindekennziffer: | 50 101 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Mirabellplatz 4 5020 Salzburg |
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| Offizielle Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Heinz Schaden (SPÖ) | |
| Gemeinderat: (2004) (40 Mitglieder) |
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Denke dir einen Garten, der mehrere Meilen im Umfang hat, in diesem unzählige Schlösser und Güter, die aus den Bäumen heraus oder durchschauen, denke dir einen Fluss, der sich auf mannigfaltigste Weise durchschlängelt, denke dir Wiesen und Äcker, wie ebenso viele Teppiche von den schönsten Farben, dann die herrlichen Straßen, die sich wie Bänder um sie herum-schlingen, und endlich stundenlange Alleen von ungeheuren Bäumen, dieses alles von einer unabsehbaren Reihe der höchsten Berge umschlossen als wären sie Wächter dieses himmlischen Thales, denke dir dieses, so hast du einen schwachen Begriff von seiner unaussprechlichen Schönheit. (Franz Schubert, 1825 (Franz Schubert, 1825) |
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Salzburg ist die Landeshauptstadt des gleichnamigen Bundeslandes Salzburg. Die Landeshauptstadt Salzburg ist mit 150.378 Einwohnern nach Wien, Graz und Linz die viertgrößte Stadt Österreichs. Sie bildet dabei einen eigenen politischen Bezirk im Land Salzburg, der fast zur Gänze vom Bezirk Salzburg-Umgebung, auch Flachgau genannt umgeben ist. Salzburg hat mit seiner als UNESCO-Weltkulturerbe geschützten Altstadt und dem Gebiet um Schloss Hellbrunn eine besonders lange kulturelle Tradition. Durch die Salzburger Altstadt, den Salzburger Festspielen sowie durch Wolfgang Amadeus Mozart erreicht Salzburg internationale Bekanntheit.
Die Stadt Salzburg liegt mittig im Salzburger Becken, das während der Eiszeit durch den einstigen Salzachgletscher ausgeschürft worden ist. Später wurde diese Ausschürfung durch Salzachsedimente wieder aufgefüllt. Der historische Altstadtkern liegt dabei direkt an der Salzach und wird eng umschlossen vom Festungsberg mit der Festung Hohensalzburg und dem Mönchsberg mit dessen westlichen Ausläufer, dem Rainberg. Im Osten der Altstadt befindet sich der Kapuzinerberg und der kleine Bürglstein. Im Süden erheben sich Hellbrunner Berg und Morzger Hügel. Im Ortszentrum von Altliefering liegt der Grafenhügel. Die äußere Umrahmung der Stadt und des Salzburger Beckens bildet im Südwesten von einer Seilbahn erschlossen, der 1.853 m hohe Untersberg. Der 1.288 m hohe Gaisberg erhebt sich im Osten aus dem Salzburger Becken. Im Norden umrahmt der Plainberg mit der bekannten Wallfahrtsbasilika Maria Plain das Becken. Daran schließt nordöstlich die Hügellandschaft des Flachgaus an. Im Norden reicht entlang von Salzach und Saalach ein geschlossener Auwaldgürtel ins Stadtgebiet. Der Auwald westlich der Salzach und das Hügelland der Högl, im Westen der Stadt, gehören bereits zum Landkreis Berchtesgadener Land im Freistaat Bayern. Die nächstgelegene Stadt ist Freilassing. Die Altstadt im Salzburger Becken liegt 420 - 426 m hoch. Der höchste Punkt des Stadtgebietes ist 1288 m hoch (Gaisbergsitze), der tiefste Punkt (Saalachmündung-Böschungsfuß) 404 m. Das Gemeindegebiet ist 65,68 km² groß. Davon sind 2.233 ha (34 %) Bauland, 505 ha (7,7 %) Verkehrsfäche, 108 ha (16,5 %) Wald und 342 ha Gewässer. [1].
Salzburg besitzt ein warmgemäßigtes Klima. Die mittlere Jahrestemperatur der Stadt Salzburg beträgt 12° C, die Julimitteltemperatur 18°, die Temperatur im Jänner im Mittel bei -2°. Die Niederschlagsmenge in der Stadt ist durch die Nordstaulage vergleichsweise hoch, sie beträgt im langjährigen Durchschnitt am Flughafen 1169 mm[2]. Im Sommer fallen die Niederschläge vor allem als Schauer oder während der Gewitter. Salzburg besitzt durch seine Nähe zum Alpenraum ausgeprägte Föhnlagen. Der Föhn zeigt sich dabei als warmer und trockener Südwind.
Die Stadt Salzburg befindet sich geologisch gesehen unmittelbar am Nordrand der Alpen. Der Gaisberg mit dem Kühberg, der Kapuzinerberg und der Festungsberg sind dabei Teil der Kalkvoralpen, die Hügelberge im Norden gehören schon zur Flyschzone und damit zum Alpenvorland[3]. Der Nordrand der Alpen verläuft damit in einer annähernd ost-westlicher Richtung quer durch die Stadt im Allgemeinen und die Altstadt im Besonderen.
Die Stadt gliedert sich unabhängig von den historisch vorgegebenen Katastralgemeinden, deren Grenzen in den meisten Fällen funktionell nicht mehr nachvollziehbar sind, in 21 Stadtteile.
Den historischen Kern der Stadt Salzburg bildet die Altstadt, die an die alten, bis ins Mittelalter zurückreichende Vorstädte Mülln und Nonntal anschließt. Durch Stadterweiterungen vor und nach 1900 entstand im Westen der Altstadt der Stadtteil Riedenburg. Im Raum der abgerissenen rechtsufrigen Bastionen sowie der dortigen Kasernen wuchs das Andräviertel. Nördlich des Andräviertels, im Raum vor dem neuen Hauptbahnhof, wurde der Stadtteil Elisabeth-Vorstadt geschaffen. Im Nordteil von Mülln entstand der Stadtteil Lehen.
Im wesentlichen nach 1900 haben sich die Stadtteile Aigen, Parsch, Itzling und Gneis entwickelt. Eine spätere Erweiterungen der Stadt ist auch der Siedlungsstreifen der Moosstraße in Leopoldskron-Moos. Die einst selbständigen alten Vororte Maxglan im Westen, Liefering im Nordwesten, Gnigl im Osten und Morzg wurden in der Zwischenkrieszeit immer mehr zu Stadtteilen der Stadt Salzburg.
In den Nachkriegsjahren nach 1950 entstanden schließlich die jüngsten Siedlungskerne der Stadt, nämlich Salzburg-Süd mit seinen Teilen Josefiau, Herrnau und Alpensiedlung. Auch die Stadtteile Langwied, Kasern, Taxham und Schallmoos entstanden Mitte des 20. Jahrhunderts. Isoliert liegt im Norden der junge Siedlungssplitter Schlachthofsiedlung, der nahtlos an den Siedlungsraum der Gemeinde Bergheim anschließt. Südlich von Gneis liegen die ebenfalls jungen kleinen Siedlungen Eichethofsiedlung und Birkensiedlung sowie südlich des Flughafens die Kendlersiedlung. Die Kendlersiedlung setzt sich dabei in den schom zur Gemeinde Wals gehörenden Siedlungsflecken Glansiedlung, die Häusergruppen Pointing und Loig im Walser Himmelreich fort. Außerhalb der Siedlungsräume liegen im Stadtgebiet von Salzburg die geschlossenen Landschaftsräume Hellbrunn, Gaisberg und Heuberg. [4].
Salzburg ist heute in 14 Katastralgemeinden aufgeteilt: Salzburg, Maxglan, Morzg, Gnigl, Itzling, Aigen I, Liefering II und Leopoldskron, sowie randlich Gaisberg I, Heuberg I, Bergheim II, Hallwang II, Siezenheim II und Wals II. Der Name der Stadtteile als funktionelle Einheiten entspricht dabei in der Grenzziehung der gleichnamigen Katastralgemeinden, deren Grenzen großteils im frühen 19. Jahrhundert festgelegt wurden. Die Bezeichnung Aigen I besagt, dass die einstige Gemeinde Aigen großteils in die Stadt Salzburg eingemeindet wurde. Der verbleibende kleinere Teil wurde in den Jahren 1935 sowie 1939 unter der Bezeichnung Aigen II als eigene Katastralgemeinde der Nachbargemeinde Elsbethen zugeteilt[5].
| Freilassing | Bergheim | Hallwang |
| Wals-Siezenheim | Koppl | |
| Grödig | Anif | Elsbethen |
Durch die besondere geografische Lage ist Salzburg verkehrstechnisch und wirtschaftlich mit den bayerischen Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein verzahnt. So führt die kürzeste Straßenverbindung zu den Städten und Gemeinden des Pinzgaus über das so genannte Kleine Deutsche Eck (Salzburg – Bad Reichenhall – Lofer), wirtschaftlich sind besonders Freilassing und Bad Reichenhall mit Salzburg verbunden. Seit 1995 bildet die Euregio Salzburg – Berchtesgadener Land – Traunstein eine politische Einheit mit etwa 700.000 Bewohnern.
→ Siehe auch Hauptartikel: Geschichte der Stadt Salzburg
Das Gebiet der Stadt ist seit der Jungsteinzeit besiedelt. In keltischer Zeit war sie ein bedeutendes Verwaltungszentrum der keltischen Ambisontier. Die Bevölkerung wurde nach dem römischen Einmarsch 15 v. Chr. in den Raum der Altstadt übersiedelt. Die neue Stadt Iuvavum eine der wichtigsten Hauptstädte der neuen Provinz Noricum nach nach [[Germanen|Germanien.
Bischof Rupert erhielt 696 n.Chr. die Reste der Römerstadt von Herzog Theodo II. von Bayern geschenkt, um das Land im Osten und Südosten zu missionieren. Er erneuerte das Kloster St. Peter und gründete das Benediktinen-Frauenstift Nonnberg. Das salzreiche Land Salzburg und seine Grafschaften bekamen in der Folge als Teil Bayerns immer mehr Einfluss und Macht.
Seit der Schlacht bei Mühldorf 1322 war das Erzbistum mit dem Mutterland Bayern verfeindet, 1328 wurde Salzburg dann zum weitgehend selbständigen Staat im Heiligen Römischen Reich. 1525 belagerten aufständische Bergknappen und Bauern in Salzburg letztendlich erfolglos die Festung Hohensalzburg. Macht und Reichtum der Fürsterbischofe stiegen in der Folge weiter. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts gestaltete Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau die Stadt Salzburg Stadt neu. Auch der alte Dom wurde abgerissen. Nach dem Sturz de Erzbischofs und der Wahl von Markus Sittikus begann dieser den neuen Dom aufzubauen. Paris von Lodron gelang es durch eine kluge Neutralitätspolitik, Salzburg aus dem Dreißigjährigen Krieg herauszuhalten. Bereits wenige Jahre nach Luthers Thesenanschlag war die Mehrheit der Bürger Salzburgs dem Protestantismus gegenüber aufgeschlossen. Schon 1590 wurden aber praktisch alle protestantischen Familien des Landes verwiesen. 1772 bis 1803 wurde unter Erzbischof Hieronymus Franz Josef Colloredo von Wallsee und Mels Salzburg zum Zentrum der Spätaufklärung. 1803 wurde Salzburg auf Anordnung Napoleons säkularisiertes Kurfürstentum. 1805 wurde es zusammen mit Berchtesgaden dem neuen Kaiserreich Österreich zugeschlagen und 1810 wieder an Bayern angegliedert.
| Bevölkerungsentwicklung | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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1816 fiel das Land Salzburg großteils an das Kaisertum Österreich. Die Stadt Salzburg war zuerst oberösterreichische Kreisstadt und dabei recht bedeutungslos. Nur wenige Kurgäste, Maler und Literaten verirrten sich in die Kleinstadt. 1860 wurde begonnen, die Stadtbefestigungen abzureißen, im gleichen Jahr erfolgte die Eröffnung der Bahnlinien Wien-Salzburg und Salzburg-München. Damit kamen neue Impulse. Die Stadt wuchs kräftig, Handel und Gewerbe blühten. Die schweren nachkriegsbedingte Rückschläge änderten daran nichts. 1935 und 1939 wurden angesichts ders zwischenzeitlichen Bevölkerugnswachstums verschiedene Nachbargemeinden eingemeindet. Weitere Eingemeindungen, der infrastrukturell längst zum Stadtgebiet gehörenden „Speckgürtelgemeinden” Wals-Siezenheim und Bergheim sind heute wieder geboten. Unter der NS-Diktatur kam es 1938 zu einer Bücherverbrennung auf dem Residenzplatz und zu Verhaftungen von Juden und politischen Gegnern. Damals wurde auch die Salzburger Synagoge zerstört. 1944/45 beschädigten Bombenangriffe der Amerikaner große Teile der Stadt. Oberst Hans Lepperdinger rettete 1945 die Stadt durch Befehlsverweigerung und übergab die Stadt am 4. Mai 1945 an die Amerikaner. Salzburg war nun Sitz des US-Oberkommandos. Die erste Nachkriegszeit war geprägt vom Elend der gestrandeten 35.000 Flüchtlinge. Erst mit dem beginnenden wirtschaftlichen Aufschwung konnte dieses Problem gelöst werden. Die Stadt wurde in der Folge zur wirtschaftlich erfolgreichen Handelsstadt und Messestadt. Vor allem ist die alte Residenzstadt heute aber vom Tourismus und dem zugeordneten Dienstleistungegewerbe geprägt.
Bürgermeister der Stadt Salzburg ist seit 1999 Heinz Schaden (SPÖ). Bürgermeister-Stellvertreter sind Dipl.-Ing. Harald Preuner (ÖVP) und Josef Huber (SPÖ). Stadträte sind Martin Panosch (SPÖ) und Johann Padutsch (Bürgerliste).
Die Stadt war in der Zeit vom Erwachen der politischen Kräfte bis zum Ende der Monarchie politisch zunehmend antiliberal geprägt und besaß starke klerikale und deutsch-nationale Kräfte, die allerdings untereinander vielfach zersplittert und verfeindet waren. Robert Preußler war 1914 der erste Sozialdemokrat im Salzburger Gemeinderat. Überhöhte Ausgaben führen um 1890 fast zum finanziellen Ruin der Stadt. Nach dem Zerfall der Monarchie wurde der Gemeinderat, nun weniger von der kaiserlichen Zentralmacht abhängig, von 30 auf 40 Mitglieder aufgestockt. Christlichsoziale, Sozialdemokraten und Deutschnationale besaßen in der Folge einen ähnlichen Stimmenanteil. Während der autoritären Zeit des Ständestaates und jener des Nationalsozialismus besaß die kommunale Selbstverwaltung kaum Freiheiten, der Gemeinderat war funktionslos bzw. weisungsgebunden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Richard Hildmann, der schon von 1935 bis 1938 Stadtoberhaupt gewesen war, am 5. Mai 1945 von der US-Militärverwaltung bis 1946 als provisorischer Bürgermeister eingesetzt. Die erste Nachkriegszeit war von einer engen Zusammenarbeit von SPÖ (Sozialistische Partei Österreichs) mit ihrem Bürgermeister Anton Neumayr (im Amt 1946–1951), der ÖVP (Österreichische Volkspartei) und der KPÖ (Kommunistische Partei Österreichs) geprägt. Die ersten Nachkriegswahlen der Gemeinde 1949 brachten der SPÖ 37 % und 15 Sitze im Gemeinderat, der WDU (Wahlplattform der Unabhängigen), Vorläuferin der FPÖ 30 % (12 Sitze), der ÖVP 29 % (12 Sitze) und der KPÖ 3 % (1 Sitz). Bis 1987 war der sozialistische Bürgermeister bei seiner Wahl dabei stets auf die Stimmen der WDU bzw. der FPÖ angewiesen. Von 1957 bis 1970 blieb der sehr populäre Alfred Bäck unumstritten der Spitze der Stadtregierung. Das „Salzburger Klima“ der Zusammenarbeit bleib, von Wahlkampfzeiten abgesehen bis um 1965 aufrecht, als zunehmende wirtschaftliche Verteilungsprobleme zu erhöhten Spannungen führten. Damals begann zudem schon das Stammwählerpotential der Parteien zu schrumpfen. Der Konjunktureinbruch 1973 brachte neue Probleme für die Stadtpolitik.
1972 traten erstmals Salzburger Bürgerinitiativen, damals noch erfolglos, bei der Wahl an. Vorgesehen war damals die Verbauung des Grünraumes von Freisaal und von Teilen des Landschaftsgartens der Hellbrunner Allee, gegen die die Bürgerinitiative „Schützt Salzburgs Landschaft“ ankämpfte. 1976 brachte der Gesamtverkehrsplan neue Konflikte. 1976 war die Freisaalverbauung erneut ein viel diskutiertes Streitthema. Ein mühsamer Kompromiss des Bürgermeister mit den Bürgerinitiativen um das „Landschaftskommitee Freisaal“ sah einerseits die randliche Anlage einer Universität Freisaal (Naturwissenschaftliche Fakultät) vor, anderseits ein Bekenntnis zur Altstadtuniversität. Damit wurden weitere Kontroversen vorerst verhindert. 1977 erreichte die Bürgerliste als Zusammenschluss der Bürgerinitiativen 2 Mandate und 5,5 % der Stimmen.
Der weitere Ausbau des sozialen Wohnbaues kam in der Folge durch einen Mangel an günstigem Baugrund und durch erhöhte Baukosten in Bedrängnis. Der Konflikt Wohnbau und Landschaftserhalt wurde stärker und prägt die politische Diskussion bis heute. „Was jahrelang als Gemeinwohl gefeiert wurde – nämlich Menschen ein Dach über dem Kopf zu schaffen, entartete und wurde zum Krebsgeschwür der Stadtlandschaft“ [6] Weitere Konflikte taten sich nach 1970 in der Altstadt auf. Schon 1965 hatte der Kunsthistoriker Hans Sedlmayr eindringlich auf die Demolierung und Aushöhlung wertvoller Altstadtbauten und auf den wichtigen Ensembleschutz hingewiesen. Der betont kulturbewusste Landshauptmann Dr. Hans Lechner (ÖVP) sorgte 1967, maßgeblich unterstützt durch Bürgerinitiativen für einen ersten Ensembleschutz der Altstadt, der aber nur die Fassaden erfasste. Das Alte Borromäum mit der Borromäus-Kirche, das Realschulgebäude am Hanuschplatz und nicht zuletzt das Haus Platzl 5 direkt neben der Staatsbrücke fielen trotz der Schutzbestimmungen einer Neubebauung zum Opfer. 1980 erreichten die Bürgerinitiativen um den Schauspieler Herbert Fux, den Maler Wilhelm Kaufmann und Richard Hörl einen erheblich verbesserten gesetzlichen Schutz der Altstadt. 1974 errang diese den Grünen nahe stehende Gruppierung 17,7 % der Stimmen und 7 Mandate und zog damit in die Stadtregierung ein.
| Gemeinderatswahl 7. März 2004 |
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|---|---|---|
| ÖVP | 17.250 | 27,4 % |
| SPÖ | 27.565 | 43,78 % |
| FPÖ | 6.448 | 10,24 % |
| BL | 9.508 | 15,1 % |
| LIS | 641 | 1,02 % |
| D92 | 530 | 0,84 % |
| KPÖ | 1.019 | 1,62 % |
Auch der ausufernde innerstädtische Verkehr blieb in den Folgejahren ein umstrittenes Kapitel der Stadtpolitik. Die „Innenstadtgenossenschaft“ ging nach 1960 vehement gegen die Pläne zur Errichtung einer Fußgängerzone in der Altstadt und gegen die „Abschnürung vom Verkehr“ vor. Zu Unrecht wurde ein massiver Verlust von Arbeitsplätzen der Innenstadt befürchtet. Im Zuge der Neuorientierung mit einem Vorrang des Öffentlichen Verkehr wurden, maßgeblich initiiert von der Bürgerliste zwischen 1970 und 1994 22 Busspuren errichtet. 1987 verlor die Bürgerliste drei ihrer Mandate, der umtriebige Stadtrat Johannes Voggenhuber verabschiedete sich darauf aus der Stadtpolitik. Die SPÖ unter Josef Reschen errang die absolute Mehrheit der Mandate, wobei in der Folge der pragmatische Weg des breiten Konsenses aber nicht in Frage gestellt wurde. Damals erfolgte der skandalträchtige Konkurs der ÖVP-nahen Wohnbaugesellschaft „Wohnungseigentum“, dessen Beziehungen zu Bürgermeister Reschen auch zum Rücktritt des Bürgermeisters selbst führten. 1992 formierten sich SPÖ-Dissidenten in der „Demokratie 92“ als neue politische Gruppe, blieben damit aber politisch erfolglos. Dagegen errangen die Autofahrerpartei und die Liste des früheren FP-Stadtrates Masopust 1992 je zwei Mandate. Die Bürgerliste, nun unter Johann Padutsch kehrte in die Stadtregierung zurück. Durch die Flügelkämpfe der SPÖ konnte mit Josef Dechant erstmals seit 1935 ein Politiker der (ÖVP) das Bürgermeisteramt erringen. Heinz Schaden wurde Vizebürgermeister. Nach Ablauf der Legislaturperiode und der zwischenzeitlichen Konsolidierung der Partei errang die SPÖ mit Heinz Schaden wieder das Bürgermeisteramt.
Die letzten Jahre der Stadtpolitik waren geprägt durch den Versuch einer Konsolidierung der Stadtfinanzen und einem Sparkurs der Stadtregierung. Seit 1999 wird der Bürgermeister direkt vom Volk gewählt. (Siehe auch: Liste der Bürgermeister der Stadt Salzburg)
Die älteste erhaltene Darstellung des Salzburger Stadtwappens, ein Stadtsiegel, stammt aus dem Jahr 1249 und war in dieser Form bis ins 15. Jahrhundert in Verwendung. Das heutige Stadtwappen ist eine Weiterentwicklung des spätgotischen Stadtsiegeltyps. War bis vor etlichen Jahren ein färbiges und detailreiches Wappen (siehe Bild links) in Verwendung, so ist heute seitens der Stadt ein stark stilisiertes Wappen gebräuchlich. Dieses Wappen der Stadt zeigt in schlichten Linienzügen ausgeführt umgeben von einer Stadtmauer ein mittiges Stadttor mit offenen Torflügeln. Über der Stadtmauer befinden sich ein größerer Torturm, seitlich davon stehen symmetrisch angeordnet zwei kleinere Stadttürme.
Die gesamte Altstadt wurde einschließlich der Bergstraße,der Linzergasse, der Neustadt mit dem Äußeren Stein, dem Inneren Nonntal, dem Inneren Mülln, dem Mönchsberg und dem Kapuzinerberg am 5. Dezember 1996 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Weltweit einzigartig ist auch Schloss Hellbrunn mit seinem Schlossgarten, den Wasserspielen und dem Landschaftsgarten um die alte Hellbrunner Allee. Sehenswert sind auch die historischen Kirchen der einstigen Vororte, besonders die Pfarrkirchen von Morzg, Liefering, Maxglan, Gnigl und Aigen.
Berühmte kirchliche Bauwerke sind als erste Barockkirche nördlich der Alpen der Salzburger Dom, 1614–28 neu errichtet, das älteste bestehende Kloster im deutschen Sprachraum Stift Sankt Peter mit der Stiftskirche Sankt Peter, und das Benediktinen-Frauenstift Nonnberg, das weltweit älteste dauernd bestehende Frauenkloster mit der Stiftskirche Nonnberg. Von herausragender Bedeutung ist als Hauptwerk des Barockmeisters Johann Bernhard Fischer von Erlach die Kollegienkirche. Nach Plänen dieses Architekten entstanden in Salzburg ferner die Dreifaltigkeitskirche, die Markuskirche, Johannsspitalkirche. Zu den großteils im gotischen Stil erhaltenen Kirchen zählen in Salzburg neben der Kirche Nonnberg die Franziskanerkirche und die Bürgerspitalkirche St. Blasius. Alte, später barockisierte Kirchen sind die Michaelskirche, die Imbergkirche und die Pfarrkirche Mülln. Die barocken Kajetanerkirche und die Erhardkirche in Nonntal wurden vom Giovanni Gaspare Zuccalli (Caspar Zugalli) entworfen, die Sebastianskirche vermutlich nach Plänen von Kassian Singer[7]. .
Weitere Besonderheiten sind: die Alte Residenz, die Neue Residenz mit dem Glockenspiel in dem sich heute das Salzburg Museum Carolino Augusteum befindet, die Alte Universität mit Saecellum und Großer Aula, das Rathaus, der Hofmarstall (Festspielhaus) mit Felsenreitschule mit der Marstall-Pferdeschwemme, das Sigmundstor (ältester Straßentunnnel Mitteleuropas).
In der zentralen Getreidegasse, die für den Handel schon früh eine wichtige Rolle spielte, steht das Geburtshaus von W. A. Mozart. Weitere bekannte Straßen und Plätze der historischen Altstadt sind der Domplatz mit der Mariensäule, Kapitelplatz und Kapitelgasse mit der Kapitelschwemme, der Residenzplatz mit dem marmornen Residenzbrunnen, der Mozartplatz mit dem Mozartdenkmal, der Waagplatz, sowie der Alte Markt mit dem Florianibrunnen die Sigmund-Haffner-Gasse und der angrenzende kleine Rathausplatz. Auch die Kaigasse und Krotachgasse sowie die Pfeifergasse mit dem umgebenden Kaiviertel in der Altstadt sowie die Steingasse und die Linzergasse auf der Neustadtseite haben ihren historischen Charakter bewahrt. Auch die Griesgasse (zwischen Anton-Neumayr-Platz und Staatsbrücke) die Judengasse und die Herrengasse haben die eine wichtige Bedeutung.
Die ältesten Teile der Festung Hohensalzburg stammen aus der Zeit des frühen Investiturstreites (1077), die nach 1200 ausgebaut wurden. Die Ringmauer um die Burg wurde in der Zeit der ersten Bauernunruhen und der ersten Bedrohung durch die Türken erst 1465-1485 und um 1500 unter Leonhard von Keutschach verstärkt und mit prunkvollen Fürstenzimmern ausgestattet. Paris Lodron erweiterte die mittelalterliche Burg zur Festung, indem er die Burg mit einen starken Außenring aus Artilleriebasteien versah. Er ließ die Hasengrabentorbastei, die Hasengrabenbasteien und die beiden Nonnbergbasteien erbauen und die sogenannte Katze erheblich verstärken. Die Festung Hohensalzburg ist mit über 7.000 m² bebauter Fläche (einschließlich der Basteien über 14.000 m²) eine der größten Burgen Europas. Sie ist Europas größte Burganlage aus dem 11. Jahrhundert sowie die größte weitestgehend erhaltene Burg Mitteleuropas. Heute ist die Festung Hohensalzburg das Wahrzeichen der Stadt Salzburg.
In der Zeit des Absolutismus erbauten verschiedene Salzburger Fürsterzbischöfe am Rand der Stadt zunehmend prunkvolle Sommerresidenzen. Das älteste derartige Schloss ist Schloss Freisaal, von Erzbischof-Administrator Ernst Herzog von Bayern 1549 als Wasserschloss neu erbaut. Schloss Mirabell, ursprünglich Schloss Altenau genannt erbaute 1606/07 als Landsitz Wolf Dietrich von Raitenau für seine heimliche Ehefrau Salome von Alt. Die große Schlossanlage Hellbrunn samt dem zugehörigen Landschaftsgarten errichtete Markus Sittikus von Hohenems wesentlich in den Jahren 1613-15 (siehe folgendes Kapitel). Mit dem Bau des Schlosses Klessheim im Nordwesten der Stadt begann Fürsterzbischof Johann Ernst von Thun, abschließende Arbeiten nahm aber nach dessen Tod erst Leopold Anton von Firmian vor. Der Nachfolger von Jahann Ernst Reichsfürst Franz Anton von Harrach ließ die Arbeiten an Schloss Klessheim ruhen und ließ stattdessen vom bekannten Barockbaumeister Johann Lucas von Hildebrandt das Schloss Mirabell zu einem stattlichen Barockschloss ausbauen. Das Schloss Leopoldskron mit dem großen Schlossweiher ließ Leopold Anton von Firmian für seinen Neffen Laktanz errichten.
Ein altes Salzburger Landschloss am Gaisbergfuß, 1402 zuerst im Eigentum des Domkapitels erwähnt, ist Schloss Aigen, dessen naturnaher Schlosspark mit seinen Quellen vom 17. Jahrhundert bis ins frühe 20. Jahrhundert weitum berühmt war. Kleine Ansitze auf dem Mönchsberg sind das Johannesschlössl und das Marketenderschlössl, das Schloss Mönchstein stammt in der Bausubstanz wesentlich aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Am Hangfuß des Kapuzinerberges liegen Schloss Arenberg, Schloss Elsenheim und Schloss Fürberg. Erhaltene schlossartige Wehrbauten in Salzburg sind neben der Festung Hohensalzburg das von Paris Lodron erbaute Franziskischlössl auf dem Kapuzinerberg und das alte Schloss Neuhaus auf dem Kühberg.
Der einzigartige Landschaftsgarten der Hellbrunner Allee zieht sich im Grünraum von Schloss Freisaal nächst der Altstadt in südlicher Richtung bis zum Schloss und Park Hellbrunn. Im Wasserparterre des Schlosses Hellbrunn finden sich eingebettet in den manieristischen Park des Staunens und Verwunderns die Wasserspiele Hellbrunn, der religiöse Wildnisgarten um den Anifer Alterbach und am Hellbrunnerberg (Waldemsberg) das Monatsschlössl und das kunstvoll aus dem Fels herausgearbeitet das Steintheater. In der Schlossachse von Hellbrunn liegt zur Salzach führend der Fürstenweg. Mit alten Gartenachsen von Hellbrunn werden als Alleen gestaltet, auch Schloss Goldenstein und Schloss Anif in den Landschaftsraum mit einbezogen. Entlang der Hellbrunner Allee liegen bald nach der Fertigstellung von Schloss Hellbrunn erbaut kleinere Adelsschlösser, die ihrerseits wieder Alleen aus kleinwüchsigen Baumarten besitzen und so den Landschaftsgarten kammartig gliedern. Die Kayserburg erinnert an den Erbauer, den hochfürstlichen Hauptmann Kayser, die Fronburg an die frühe Eigentümerin Freifrau von Frohburg. Schloss Herrnau unweit der Hellbrunner Allee hat seinen Namen nach den Auwiesen und Auwäldern der Herrenau, d.h. der Au der adeligen Herren, in der die Schlösserreihe errichtet wurde. Der Lasserhof (heute Gwandhaus) leitet sich vom Geschlecht der Lasser ab, das Schloss Emslieb und die Emsburg im Süden der Allee erinnern in ihren Namen an den Miterbauer der Schlösser, Fürsterzbischof Markus Sittikus von Hohenems. [8]
Der mit Abstand größte Friedhof von Stadt und Land Salzburg ist mit 25 ha ist der 1879 erbaute Kommunalfriedhof am Rand des Stadtteiles Gneis. Wenige Meter nordwestlich des Friedhofes lag seit 1699 der zuvor aufgelassene Arme-Sünder-Friedhof bei der Richtstätte Thumegg. Der zweite große Friedhof in Aigen wurde 1891 eingeweiht, nachdem der alte Friedhof bei der Aigner Kirche zu klein geworden war. Mehrmals erweitert wurde der ins Miitelalter zurückreichende Friedhof Maxglan.
Kulturhistorisch bedeutend sind die beiden erhaltenen Friedhöfe in der Salzburger Altstadt, der Petersfriedhof neben dem Kloster und der Kirche von St. Peter, dem ältesten erhaltenen Friedhof der Stadt, und dem von Wolf Dietrich von Raitenau nach dem Vorbild italienischer Campo Santo neu gestalteten Sebastiansfriedhof neben der Sebastianskirche an der Linzergasse mit dem bekannten Mausoleum des Erzbischofs.
Kleine Friedhöfe in der Stadt Salzburg sind vielfach um früheren Vorstadtkirchen angelegt, nämlich bei den Kirchen Liefering, Gnigl, Leopoldskron und Morzg. Im idyllisch gelegenen Klosterfriedhof im Benediktinen-Frauenstift Nonnberg werden seit jahrhunderten die verstorbenen Ordensangehörigen des Klosters beerdigt. Der erhaltene Friedhof der Pfarrkirche Mülln ist dagegen heute aufgelassen, ebenso der Soldatenfriedhof im Nonntaler Donnenbergpark, in dem zwischen 1803 und 1882 viele Salzburger Soldaten beerdigt wurden. Von Bedeutung ist auch der 1893 errichtete Jüdische Friedhof in Aigen. Das einzige Krematorium des Landes Salzburg wurde 1931 eröffnet.
Verschiedene Friedhöfe aus fürsterzbischöflicher Zeit sind nicht erhalten und nur als einfache Grünfläche, in der Innenstadt als Hof oder Platz erlebbar.
Schon unter Erzbischof Arn bestand im Austausch mit Gelehrten um Karl den Großen eine frühe Musiktradition. 870 erbat Papst Johannes VIII. angesichts des Rufes Musikstadt Salzburg den Erzbischof um eine Orgel samt Organisten für den Dienst im Vatikan. Unter Fürsterzbischof Eberhard II. wirkte hier Neidhart von Reuental, 1424 weilte hier Oswald von Wolkenstein bei Eberhard III.. Unter Pilgrim II. von Puchheim lebte am Salzburger Hof der Mönch von Salzburg, dessen volksliedhafte geistliche und weltliche Lieder bis heute Kraft und Wirkung bewahrt haben.
Unter Fürsterzbischof Matthäus Lang von Wellenburg, selbst ein begnadeter Musiker, wirkten die Komponisten Heinrich Fink, Caspar Clanner und als „König der Organisten“ (monarcha organistarum) Paul Hofhaimer. Auch der frühe protestantische Kirchenliedautor Paul Speratus lebte hier bis zu seiner Vertreibung. 1591 gründete Fürsterzbischof Wolf Dietrich die Hofkapelle und Chormusik mit zusammen 78 Musikern neu. Am 27. Jänner (Mozarts Geburtstag) 1614 eröffnete Markus Sittikus das neue Hoftheater und wurde so zum Ahnherrn der festlichen Musik- und Theaterstadt Salzburg, die später in den Salzburger Festspielen wiederbelebt werden sollte. Dabei fanden hier die ersten Opernaufführungen außerhalb Italiens statt. Besonders glanzvoll war 1628 das Einweihungsfest für den Salzburger Dom. Stephano Bernardi, der auch eigene Werke zur Aufführung brachte, leitete damals die Hofmusik.
Der Komponist Georg Muffat war 1678–1787 Hoforganist, der von Fürsterzbischof Max Gandolf sehr gefördert wurde. Als Hofkapellmeister und Leiter der Sängerknaben wirkte damals Heinrich Ignaz Franz Biber, dessen Sohn als Kapellmeister später von Leopold Mozart abgelöst wurde. Leopold Mozarts „gründliche Violinschule“ wird auch heute von Musikstudenten geschätzt. Vor Mozart wirkten hier außerdem die Komponisten Johann Ernst Eberlin und dessen Schüler Anton Cajetan Adlgasser. Salzburgs größter Sohn Wolfgang Amadeus Mozart kam 1756 zur Welt. Zwei Schüler von Johann Michael Haydn, dem bekanntesten Salzburger Kirchenmusiker waren Karl Maria von Weber und Sigismund von Neukomm. Mit dem Anschluss Salzburgs an Oberösterreich (1816) erlosch die Tradition der fürstlichen Hofkapelle, wenige Turnlehrer dienten nun als Hilfs-Instrumentalisten.
1841 wurde hie der „Dommusikverein und Mozarteum“ und 1847 die Salzburger Liedertafel gegründet, die Alois Taux beide bis zu seinem Lebensende leitete. 1842 leitete die Einweihungsfeier für das erste Mozartdenkmal die Tradition der Mozart-Festspiele ein, die maßgeblich gefördert von Joseph Friedrich Hummel (1841–1919) und Lilli Lehmann 1920 zur Gründung der Salzburger Festspiele führen sollten. Pater Peter Singer komponierte als einfacher Franziskanermönch viele geistliche Werke. Um 1880 wirkte im Salzburger Hoftheater der Liederkomponist Hugo Wolf. 1792 war in Salzburg Franz Xaver Gruber, der Komponist des Liedes „Stille Nacht“ zur Welt gekommen. Dessen Enkel Franz Xaver gründete 1921 den Domchor mit ehrenamtlichen Sängern neu, der unter seinem Nachfolger Joseph Messner seinen bis heute beachtlichen Ruf erhielt. Die Internationale Stiftung Mozarteum wurde 1870, die Musikschule Mozarteum 1880 gegründet. Diese Schule wurde 1914 zum Konservatorium und dann zur Hochschule bzw. zur heutigen Universität aufgewertet. Hier wirkten unter anderem Clemens Krauss, Bernhard Paumgartner und später Klaus Ager sowie Gerhard Wimberger. Nach dem ersten Weltkrieg löste sich das Mozarteum Orchester Salzburg vom Konservatorium. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden die heutige Camerata Salzburg und verschiedene weitere Chor-, Kammermusik- und Orchestergruppen. In dieser Zeit wirkten auch die Komponisten Cesar Bresgen (seit 1939) und Carl Orff (seit 1961).
Das älteste bestehende Orchester in Salzburg ist das Mozarteum Orchester Salzburg, entstanden aus dem einstigen Orchester der Lehrer und fortgeschrittenen Studenten der Akademie Mozarteum. Als Symphonieorchester von Stadt und Land Salzburg widmet es sich vorrangig der Musik der Wiener Klassik. Die Camerata Salzburg wurde 1952 als Kammerorchester von Bernhard Paumgartner als "Camarata Academia des Mozarteums Salzburg" gegründet, und wurde über 20 Jahre lang von Sandor Vegh geleitet. 1998 gründete Elisabeth Fuchs mit jungen Musikern die Junge Philharmonie Salzburg und leitet sie seitdem. Das Österreichisches Ensemble für neue Musik mit Sitz in Salzburg wurde 1975 von Klaus Ager und Ferenc Tornai gegründet und anfangs von Ager geleitet. Das kleine Stammensemble mit sehr unterschiedlichen weiteren Musikern widmet sich vor allem der zeitgenössischen Musikpflege.
Wolfgang Amadeus Mozart kam 27 Januar 1756 im Hagenauerhaus, Getreidegasse 9 als Sohn des Hofkomponisten, Vizekapellmeisters und Violinpädagogen Leopold Mozart und seiner Frau Anna Maria Pertl zur Welt. Leopold Mozart war hierher gezogen um in der angesehenen fürsterzbischöflichen Hofkapelle von Sigismund Graf Schrattenbach mitzuwirken, die damals unter der Leitung des bekannten Komponisten Johann Michael Haydn stand. Schrattenbach förderte die Familie Mozart sehr. Schon mit sieben Jahren machte Wolfgang Amadeus auf ersten Konzertreisen mit seinem Vater als Klavier und Violine spielendes Wunderkind auf sich aufmerksam. Wolfgang Amadeus wurde 1769 zum unbesoldeten Hofkonzertmeister ernannt und unter dem neu gewählten Fürsterzbischof Hieronymus Colloredo, selbst ein guter Violinspieler, 1772 zum Konzertmeister der Hofkapelle ernannt. Das musikalische Leben war aber für den freiheitsliebenden Mozart in dem kleinen Fürstentum zu beengt, die Stadt Salzburg wurde ein „Bettelort“, wo sein Genie nicht „verschlänzen“ durfte[9]. Die Aufführung großer Musiktheater war in Salzburg nicht möglich. Colloredo zeigte zudem wenig Verständnis, seinen besten Hofmusiker ständig für Tourneen zu beurlauben. Mozart kündigte daher 1781 den Dienst als Salzburger Hofmusiker und setzte seine Laufbahn als gefeierter Komponist in der Kaiserstadt Wien fort, wo er 1791 starb. In der breiten Öffentlichkeit wurde der Name und die Musik Mozarts aber erst lange nach seinem Tod allgemein bekannt. Der aus Posen stammende Schriftsteller Julius Schilling regte zuerst 1835 an, Mozart in Salzburg ein erstes Denkmal zu errichten, das 1842 enthüllt wurde. Die erste Gesamtausgabe der Werke Mozarts wurde 1876-1907 von der Stiftung Mozarteum herausgegeben. Heute erinnern in Salzburg viele Orte und Institutionen an den großen Musiker: etwa der Mozartplatz, der Mozartsteg, der Salzburg Airport W.A.Mozart, die Universität und die Internationale Stiftung Mozarteum sowie das Mozarteum Orchester Salzburg. Aus den Internationalen Musikfesten in Salzburg zu Ehren Mozarts nach 1877 entstanden 1920 die Salzburger Festspiele.
Die größte Veranstaltungsreihe Salzburgs mit Konzerten, Opern, Liederabenden und Schauspielen findet seit 1920 im Rahmen der Salzburger Festspiele statt. Diese Festspiele entwickelten sich aus Mozartfesten und Internationalen Musikfesten im Salzburg des 19. Jahrhunderts. Die Festspielgemeinde wurde 1917 von Max Reinhardt mit Unterstützung Hugo von Hoffmannsthals gegründet. Die erste Aufführung der Festspiele fand am 22. August 1920 vor dem Dom statt. Aufgeführt wurde der „Jedermann“ von Hoffmannsthal in der Inszenierung von Reinhardt.
Von Herbert von Karajan begründet bestehen seit 1967 als Ergänzung zu den Festspielen die Osterfestspiele und seit 1973 die Pfingstfestspiele, wobei letztere seit dem Tod Karajans wesentlich der Barockmusik gewidmet sind. Die Festspiele nutzen dabei den Saal des Großen Festspielhauses, die Felsenreitschule und das Haus für Mozart, das ehemalige Kleine Festspielhaus, aber auch den Großen Saal des Mozarteums.
Konzertsäle für klassische Musik sind neben dem Wiener Saal im Mozarteum der Große Saal und der Yamaha Saal im Orchesterhaus des Mozarteum Orchester Salzburg. Der "Solitär" für Kammermusikdarbietungen und das "Große Studio" für Theateraufführungen befinden sich im Gebäude der Universität Mozarteum.
Außerhalb der Festspielzeit zählt die Internationale Stiftung Mozarteum“ mit den „Dialogen“, die vorrangig der zeitgenössischen Werkinterpretation dienen, der „Mozartwoche Salzburg und weiteren Konzerten im Großen Mozarteumssaal zu den bekanntesten Veranstaltern. Zu den Konzerten der Salzburger Kulturvereinigung gehören neben bekannten Konzertreihen vor allem die „Salzburger Kulturtage“. Auch Opern und Ballettabende werden von der Kulturvereinigung veranstaltet. Im Rahmen der Konzerte der Salzburger Bachgesellschaft wird vor allem das Werk von Barockkomponisten, besonders von Johann Sebastian Bach gewürdigt. Eine besondere Veranstaltungsreihe ist dabei die „Musik für Junge Leute“. Die aspekte Salzburg widmen sich der zeitgenössischen Musik. Sie wurden 1977 von Klaus Ager gegründet und gestalten vor allem das „internationale Festival für zeitgenössische Musik“ in Salzburg. Das Salzburger Landestheater wurde bereits im Jahr 1775 von Fürsterzbischof Colloredo zur besseren kulturellen Bildung der Salzburger als „Hoftheater“ gegründet und 1893 als Stadttheater wiederbelebt. Heute im Eigentum von Land und Stadt Salzburg erfüllt es heute mit Oper, Operette mit Schauspiel, Tanztheater und Kindertheater seit über 240 Jahren einen wichtigen kulturellen Bildungsauftrag. Im Geist der Salzburger Barockzeit belebte 1913 das Salzburger Marionettentheater Prof. Anton Aigner eine alte Salzburger Tradition wieder. Das Marionettentheater hat seither verschiedene Mozartopern, aber auch andere Musiktheaterwerke und Märchenstücke aufführt. Besonders reich ist auch das Angebot an Kammermusikveranstaltungen in Salzburg. Regelmäßige Konzerte werden hier vor allem im Rahmen der Salzburger Festungskonzerte, der Salzburger Schlosskonzerte im Schloss Mirabell und der Konzerte der Salzburger Hofmusik angeboten. Über die Grenzen Salzburgs bekannt ist das im Großen Festspielhaus aufgeführte Salzburger Adventsingen, das das Tobi Reiser 1950 gegründet, vorweihnachtliche Chor und Instrumentalmusik sowie Hirtenspiel mit volksmusikalischem Charakter darbietet.
Der Salzburger Jazz-Herbst findet seit 1996 statt. Dabei wirken internationale Stars des Jazz ebenso mit wie österreichische Musiker. Das Jazzit entstand 2002 aus der 1981 gegründeten Konzertreihe „Jazz im Theater“. Der alternative Jazzclub bietet daneben auch Raum für experimentelle elektronische Musik Die Veranstaltung Jazz in der Altstadt findet seit dem Jahr 2000 jedes Jahr Ende Oktober/Anfang November bei freiem Eintritt an verschiedenen Plätzen und Sälen, Lokalen und Clubs statt.
Die ARGE-Kultur Salzburg, aus der ARGE Rainberg entstanden wollte ursprünglich in ein Gebäude am Rainberg einziehen. Sie versteht sich als Protestbewegung gegen eine abgehobene Festspielkultur und ist mit ihren angeschlossenen Vereinen ein wichtiger Alternativer Kulturträger. Das Rockhouse wurde 1993 eröffnet und bietet jährlich etwa 200 Veranstaltungen. Die sechs Proberäume werden gerne von Salzburger Bands genutzt. Für Kinder und Jugendliche werden Musikworkshops gestaltet. Die Akkordeon-Initiative Akkorde - On - Stage Salzburg mit dem Akkordeon-Orchester "Viel-Harmonie" besteht seit 2004. Als Gegenpol zur eher volksmusikbezogenen Ziehharmonika werden verschiedene zeitgemäße Stilrichtungen dargestellt.
Eine der ältesten literarischen Schilderungen der Stadt Salzburg ist das Loblied, das der Nürnberger „Meistersinger“ Hans Sachs im Jahr 1549 auf die Stadt Salzburg schrieb. Franz Grillparzer, Nikolaus Lenau und Marie von Ebner-Eschenbach weilten nur kurz in Salzburg, länger dagegen der Mundartdichter Franz Stelzhamer. In den späten Jahren der k. k. Monarchie lebten hier zeitweise der Impressionist Hermann Bahr, der Novellen- und Romanautor Franz Karl Ginzkey, der Librettist, Lyriker, Dramatiker und Mitbegründer der Festspiele Hugo von Hofmannsthal, der Epiker Thomas Mann, der Essayist Stefan Zweig und der Roman- bzw. Reisebuchautor Erik Wickenburg. Der Lyriker Georg Trakl, einer der wichtigsten Vertreter des lyrischen Expressionismus ist auch durch viele bildhafte Gedichte über Salzburger Stätten bekannt. Der Dichter verbrachte einen Großteil seines kurzen Lebens in Salzburg. Im Gedenken an den Künstler wurde zu dessen 65. Geburtstag 1952 der Georg-Trakl-Preis für Lyrik geschaffen. In Salzburg lebten auch Johannes Freumbichler, dessen literarischen Werke erst durch seinen ebenfalls lange in Salzburg lebenden Enkel Thomas Bernhard weiter bekannt wurde, die Lyrikerin Erna Blaas, sowie die christlich geprägten Autoren Joseph August Lux und Georg Rendl. Gerhard Amanshauser und sein Sohn Martin Amanshauser sind durch Gedichte und Romane bekannt. In Salzburg lebten außerdem viele Jahre die bekannten Dichter H.C. Artmann, Ilse Aichinger und Peter Handke, geboren wurden hier u.a. Bodo Hell, Kathrin Röggla und Karl-Markus Gauß, gestorben sind in der Stadt Salzburg der Sprachwissenschaftler Mario Wandruszka, der Zukunftsforscher und Autor Robert Jungk und durch Selbstmord der Schriftsteller Jean Amery.
Seit 1991 prägt das Literaturgeschehen wesentlich das Literaturhaus Salzburg mit seinem Sitz im Eizenbergerhof im Stadtteil Lehen. Das Literaturhaus versteht sich dabei als Vermittler anspruchsvoller Gegenwartsliteratur. Im Eizenbergerhof arbeiten auch die Literatureinrichtungen erostepost, Autorenversammlung, prolit & Edition Eizenbergerhof, Salzburger Autorengruppe und das Salzburger Literaturforum Leselampe mit der Literaturzeitschrift SALZ. Die vielfältige Literaturgeschehen wird vom Salzburger Literaturarchiv verwaltet, das 1977 von Adolf Haslinger gegründet worden war.
Neben den Aufführungen des Landestheaters und jenen im Rahmen der Salzburger Festspiele finden in der Spielsaison fast tägliche Schauspiel-Aufführungen im Schauspielhaus Salzburg, ehemals Elisabethbühne genannt statt. Das Haus ist größte freie Ensembletheater Österreichs, das mit jährlich etwa zehn Schauspielen und einem Kinderstück zwei Theatersäle bespielt. Angeschlossen sind eine Schauspielschule und ein Verlag für Kindermusicals. Auch im Toihaus, im Kleinen Theater und im Republic der SZENE Salzburg werden regelmäßig Schauspiele aufgeführt, gelegentlich aber auch im Oval, der Bühne im Europark). 1970 wurde von der Salzburger Kulturvereinigung das Salzburger Straßentheater gegründet, dass jährlich zur Festspielzeit auf einer von Pferden gezogenen Kleinbühne in Stadt und Land Salzburg viele Besucher mit Darbietungen erfreut. Ebenfalls dem Schauspiel verschrieben haben sich die JugendTheaterTage Salzburg, die im ehemaligen Zentralkino auf der Bühne der Abteilung für Schauspiel der Universität Mozarteum stattfinden.
Die Malerei des Mittelalters in Salzburg ist wesentlich vom Mönchstum geprägt. Das Antiphonar des Klosters St. Peter, (heute Österreichische Nationalbibliothek) ist eine der bedeutendsten Leistungen der mittelalterlichen Buchmalereien im Alpenraum, hier entstanden auch viele weitere Arbeiten romanischer und gotischer Buchmalerei von europäischem Rang. Bedeutend sind die hochmittelalterlichen Fresken im Kloster Nonnberg. Hier hat sich auch ein gotisches Glasfenster erhalten (Clanerfenster). Namhafte Künstler der Spätgotik sind die Salzburger Bürger Rueland Frueauf und Conrad Laib.
Der erste im Salzburg der frühen Neuzeit bekannte Maler war wohl Hans Bocksberger. Von ihm stammen so viele Ansichten der frühneuzeitlichen Stadt Salzburg. Auch von dessen Regensburger Zeitgenossen Albrecht Altdorfer sind Bilder der Stadt erhalten. Die ersten und bekanntesten Barockmaler im süddeutsch-österreichischen Raum waren der Salzburger Johann Michael Rottmayr (Residenzgemälde, Gemälde der Kajetanerkirche und Dreifaltigkeitskirche) und Martino Altomonte (eigentlich Martin Hohenberg: Residenzgemälde) Der dritte bedeutende Maler dieses Raumes war der Paul Troger, der Hochaltarbild und Kuppelfresko der Kajetanerkirche malte, sein Deckenfresko der Sebastianskirche ging leider verloren. In der Romantik erfolgte die „Wiederentdeckung“ Salzburgs maßgeblich durch Maler. Vor allem waren Ferdinand Olivier und auch Adrian Ludwig Richter, später zudem Johann Fischbach tief beeindruckt von der Ästhetik der prunkvollen aber oft leicht modrig wirkenden Stadt und ihrer umgebenden Landschaft. Ihre Bilder verklärten Salzburg und schufen gemeinsam mit Reiseschriftstellern die frühe Grundlage für den aufkommenden Fremdenverkehren. Auch Andreas Nesselthaler, Rudolf von Alt und Hubert Sattler malten Landschaftsbilder der Stadt und ihrer Umgebung. In dieser Zeit wirkte auch der in Salzburg geborene Hans Makart, dessen üppige Bilder großen Einfluss auf die jüngere Malergeneration ausübte. Nach dem Ersten Weltkrieg wirkte in Salzburg Anton Faistauer, der in der Morzger Kirche und im Salzburger Festspielhaus großflächige Freskos schuf und zudem ungezählte Ölgemälde. Oskar Kokoschka gründete nach dem Zweiten Weltkrieg auf der Festung Hohensalzburg die bekannte Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst in Salzburg. In Salzburg lebten und wirkten auch die Maler Eduard Bäumer und Wilhelm Kaufmann.
Die mittelalterliche Bildhauerkunst war auch in Salzburg fast durchwegs sakral. Namhafte Bildhauer der Spätgotik in Salzburg waren Michael Pacher und Veit Stoß. Michael Pacher schuf für die Salzburger Franziskanerkirche einen der größten und schönsten Flügelaltäre Mitteleuropas, von dem aber nur die Madonnaskulptur erhalten ist. Aus der Schule von Veit Stoß stammt der kleine Flügelaltar der Johanniskapelle am Nonnberg. Die darstellungsfreudige Barockzeit gab den Künstlern vielfältige Aufgaben. Der namhafteste Bildhauer der Barockzeit in Salzburg war dabei Bernhard Michael Mandl, der in angeregt von italienischen Künstlern hier eigenständige Skulpturen schuf, vor allem den Rossebändiger der Marstallschwemme sowie Peter und Paul vor der Fassade des Domes. Die Kunst des frühen 18. Jahrhunderts wurde in Salzburg von Georg Raphael Donner geprägt, zu dessen Frühwerken die Marmorstiege im Schloss Mirabell zählt. Damals wirkten hier auch Sebastian Stumpfegger, Johann Georg Hitzl, und Anton Pfaffinger. Die barocke Formensprache wurde über das Rokoko vielfach bis ins frühe 19. Jahrhundert weitertradiert, als Johann Baptist Hagenauer hier seine bekannten Werke schuf (Marienstatue am Domplatz, künstlerische Ausgestaltung des Sigmundstores etc.). Ein Salzburger Künstler des Spätklassizismus ist Johann Piger. Unter den Künstlern des 20. Jahrhunderts sticht mit seinen Skulpturen in Salzburg vor allem Giacomo Manzu heraus.
Die romanischen und gotischen Kirchen und die frühen Klosterbauten prägten lange die mittelalterliche Stadt und ihre Fachwerkhäuser. Der unter Bischof Konrad III. erbaute kunstvolle dreischiffige Konradinische Dom war die damals größte Basilika nördlich der Alpen. Der Hallenchor der Franziskanerkirche begonnen von Hans von Burghausen und vollendet durch Stephan Krumenauer ist bis heute das bedeutendste Werk süddeutscher Bürgergotik. Erst gegen Ende der Gotik entstehen in Salzburg die Stiftskirche Nonnberg, die Margarethenkapelle im Petersfriedhof und die Georgskapelle sowie die bekannten herrschaftlichen Säle im Hohen Stock auf der Festung Hohensalzburg.
Wolf Dietrich von Raitenau begann inspiriert von Vincenzo Scamozzi mit dem Umbau der mittelalterlichen Stadt in eine nach architektonischen Idealen der Spätrenaissance geprägten Stadt, dem „deutschen Rom“. Der vorgesehene gewaltige Dombau von Vincenzo Scamozzi kam zwar bedingt durch den Sturz des Fürsterzbischofs nie zur Ausführung, wohl aber Residenzplatz sowie die umgebaute alte Residenz mit der Dietrichsruh und die Neue Residenz. Der folgende Dombau unter Leitung von Santino Solari ist aber ebenfalls bedeutend. Er ist der erste frühbarocke Kirchenbau in Salzburg. Er wurde bahnbrechend für eine Vielzahl weitere Kirchenbauten im süddeutsch-österreichischen Raum. Markus Sittikus und Paris Lodron setzten den Umbau der Stadt mit bedeutenden Werken fort (Lustschloss Hellbrunn mit den Wasserspielen und dem herrschaftlichen Park, Fürstenresidenz, Universität, Festungsgürtel der Stadt etc.) Giovanni Antonio Daria leitete im Auftrag von Guidobald von Thun den Bau des großen Residenzbrunnens. Giovanni Gaspare Zuccalli schuf im Auftrag des gleichen Erzbischofs die Erhardkirche und die Kajetanerkirche im S