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| Subjekt der Russischen Föderation
Republik Sacha (Jakutien)
Республика Саха (Якутия) Саха Республиката
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Sacha (auch Jakutien, amtlich Republik Sacha (Jakutien), russisch Республика Саха (Якутия), jakutisch Саха Республиката) ist eine Republik im nordöstlichen Teil des asiatischen Russlands. Sacha ist das flächenmäßig größte Föderationssubjekt der Russischen Föderation. Das Wort Sacha bedeutet „Mensch“.
Inhaltsverzeichnis |
Sacha erstreckt sich über eine große, dünnbesiedelte Fläche, die im Norden durch die Küste des Nordpolarmeeres begrenzt wird. Es reicht vom Mittelsibirischen Bergland über das Tal der Lena (Mitteljakutische Niederung), das Werchojansker Gebirge, das Tscherskigebirge bis zur Kolyma-Tiefebene und im Süden bis zum Aldanhochland. In der eben genannten Niederung entstehen regelmäßig Überschwemmungen. Das gesamte Territorium wird von Permafrostboden eingenommen.
Der größte Teil der Republik gehört zum Einzugsbereich der Lena. Die wichtigsten Flüsse neben der Lena sind ihre Nebenflüsse Wiljui und Aldan, die Indigirka und die Kolyma.
Zur Republik gehören außerdem die Neusibirischen Inseln.
Die Jakuten sind ein jakutischsprachiges Turkvolk. Bei der Volkszählung 2002 lebten in Sacha 949.280 Menschen. Nach Abwanderung zahlreicher Russen, die 390.671 (= 41,15 %) Einwohner stellten, sind die einheimischen Jakuten mit 432.290 (= 45,54 %) erstmals seit Jahrzehnten wieder die stärkste Bevölkerungsgruppe. Weiterhin leben in Sacha weitere Minderheiten: 34.633 (= 3,65 %) Ukrainer, 18.232 (= 1,92 %) Ewenken, 11.657 (= 1,23 %) Ewenen, 10.768 (= 1,13 %) Tataren und 7.266 (= 0,77 %) Burjaten. Daneben leben in Jakutien noch zahlreiche kleinere Völker, darunter die Jukagiren und die Ewenen.
Amtssprachen sind Jakutisch und Russisch. Die Mehrheit der Bevölkerung sind Christen; nach grober Schätzung bis 2/3 der Bevölkerung. Einige der Jakuten, Burjaten, Ewenen und Ewenken praktizieren Schamanismus.
Im 14. Jahrhundert wanderten die Jakuten aus dem südlichen Baikalgebiet nach Sacha (Jakutien) ein.
Im 17. Jahrhundert begann die russische Einwanderung, die heutige Hauptstadt Jakutsk wurde 1632 gegründet.
Sacha war zu Zeiten der Sowjetunion eine Autonome Sozialistische Sowjetrepublik (ASSR) innerhalb der russischen Teilrepublik. Zu sowjetischer Zeit wurde in Teilen der Republik Industrie angesiedelt, was die Zuwanderung einer größeren Zahl von Russen nach sich zog.
Mit Auflösung der Sowjetunion wurden Sacha weitreichende Autonomierechte eingestanden. Staatschef ist seit dem 27. Januar 2002 Wjatscheslaw Schtyrow, Regierungschef Semjon Nasarow seit dem 8. Februar 2002.
Sacha ist reich an Bodenschätzen wie Edelmetallen, Erdöl, Kohle oder Diamanten. Sein Anteil an der weltweiten Diamantenförderung liegt bei über 13%, wobei Jakuten seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion selbst das Recht besitzen, die Rohdiamanten zu verarbeiten. Zu Zeiten der Sowjetunion wurden die Rohdiamanten nach Moskau geliefert. Auch heute noch befindet sich ein Teil der jakutischen Rohstoffindustrie in staatlichem (Russischem) Eigentum.
Hauptstadt und einzige größere Stadt ist Jakutsk. Überregionale Bekanntheit haben die "Kältepole" Werchojansk und Oimjakon erlangt. Mehr als 20.000 Einwohner zählen noch Nerjungri, Mirny, Aldan und Lensk.
Größte Städte und städtische Siedlungen
| Stadt*/Städt. Siedlung | Russischer Name | Einwohner 1. Januar 2006 |
|---|---|---|
| Jakutsk* | Якутск | 239.225 |
| Nerjungri* | Нерюнгри | 65.412 |
| Mirny* | Мирный | 38.661 |
| Lensk* | Ленск | 24.558 |
| Aldan* | Алдан | 24.045 |
| Aichal | Айхал | 16.222 |
| Udatschny* | Удачный | 15.495 |
| Tschulman | Чульман | 10.634 |
| Pokrowsk* | Покровск | 10.126 |
Siehe auch: Liste der Städte in der Republik Sacha
Eine Sage erzählt, dass Gott, als er die Erde erschuf, einen Engel mit einem Sack voller Reichtümer über Sibirien geschickt hat. Als dieser Jakutien überflog, wurden ihm vor Kälte die Finger steif, und er ließ alles fallen. Die ganzen Reichtümer, Gold, Silber und Platin fielen auf die Erde. Aus Zorn über seinen Verlust strafte er jedoch diese Region mit ewigem Winter.
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