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Der SV Austria Salzburg war ein österreichischer Fußballklub aus Salzburg. 1933 gegründet, spielend in Violett-Weiß gehörte der Verein mit insgesamt drei österreichischen Meisterschaften und dem Erreichen des UEFA-Cup-Finales 1994 zu den erfolgreichsten und traditionsreichsten Klubs des Landes. 2005 wurde die Salzburger Austria aus Marketinggründen von Red Bull de facto gekauft und als FC Red Bull Salzburg „neukonstituiert“. Ein Teil der Fangemeinde des Klubs rief daraufhin den Sportverein Austria Salzburg als Nachfolger ins Leben.
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Der Verein wurde am 13. September 1933 unter dem Namen SV Austria Salzburg, durch eine Fusion des Arbeitervereins FC Rapid Salzburg und des bürgerlichen Vereins FC Hertha Salzburg gegründet. Hintergrund war die Bildung der neuen Liga Oberösterreich-Salzburg, an der nebst dem Salzburger AK 1914 sonst kein zweiter konkurrenzfähiger Salzburger Klub hätte starten können. Die Liga Oberösterreich-Salzburg hatte nur zwei Saisonen bestand, ehe sie wieder in die beiden Landesligen zerfiel.
Erst während des Zeiten Weltkrieges konnte der Klub Anschluss an den SAK 1914 finden, als Landesmeister 1941 spielte der Klub sogar um den Aufstieg in die höchste österreichische Liga. Drei Niederlagen in drei Relegationsspielen mit einem Torverhältnis von 2:15 zeigte aber deutlich, das die Salzburger Austria hierfür noch nicht gewappnet war. Am Höhepunkt des Krieges bildete der Verein schließlich mit seinen Konkurrenten SAK 1914 und auch dem 1. Salzburger SK 1919 die Fußballgemeinschaft Salzburg; ab der Saison 1945/46 spielte der Klub wieder als SV Austria Salzburg in der obersten Salzburger Liga.
Die Salzburger Austria konnte sich nach Kriegsende zunächst in der Salzburger Landesliga halten sich 1949 als einer von fünf Salzburger Klubs für die Tauernliga qualifizieren. In der höchsten Amateur-Spielklasse konnten sich die Violetten 1952/53 erfolgreich durchsetzten und damit gegen Arlbergmeister Innsbrucker AC um den Titel des österreichischen Westmeisters antreten. 5:0 und 9:0 hießen die Ergebnisse, die dem Klub nicht nur den ersten größeren Titel einbrachten sondern auch die Qualifikation zur A-Liga ermöglichte. Mit 6:0 und 1:3 konnte die Austria gegen den Kapfenberger SV auch diese Hürde nehmen und war damit erstmals erstklassig und im Profi-Fußball vertreten.
Drei Jahre gelang es dem SV Austria Salzburg erfolgreich die Klasse zu halten, ehe 1956/57 der Abstieg in die Tauernliga erfolgte. Doch bereits 1958 sicherte sich der Verein erneut die Tauernmeisterschaft sowie in weiter Folge die Westmeisterschaft; in der Relegation kam allerdings das Aus gegen die WSV Donawitz. Die Violetten ließen nicht locker und hatten als Westmeister 1959 erneut die Chance in der Relegation, dieses Mal wurde der FC Stadlau knapp aber doch mit einem Gesamtscore von 4:3 geschlagen. Um dieses Mal den Klassenerhalt in der A-Liga zu halten kann sensationeller Weise Erich Probst engagiert werden. Der Stürmer war mit sechs Toren zweitbester Schütze der Weltmeisterschaft 1954 gewesen. 14 Ligatore in nur 20 Spielen sicherten den Nichtabstieg; für Probst bedeute die sogar eine neuerliche Einberufung in die Nationalmannschaft wodurch er auch zum ersten internationalen Austrianer wurde.
Um sich aber tatsächlich in der Erstklassigkeit etablieren zu können sollte es noch ein Jahrzehnt für die Mozartstädter dauern. Bereits 1960/61 musste man den Gang in die neue Regionalliga West antreten, konnte aber 1961/62 den umgehende Wiederaufstieg in die A-Liag schaffen - ohne ein einziges Spiel zu verlieren. 1962/63 folgte jedoch der Wiederabstieg auf dem Fuße, 1964/65 meldete sich der SV Austria Salzburg aber erneut als Regionalligameister zurück. Mit nur 12 Punkten 1965/66 umgehend retourniert ließ der Klub nicht locker und stand nach der Saison 1966/67 abermals in der höchsten österreichischen Liga, die nun den neuen Namen Nationalliga trug. Diese Zeit brachte dem Klub unweigerlich den Spitznamen „Aufzugmannschaft“ ein, dennoch hatte es mit Adi Macek ein Austrianer in just dieser Epoche geschafft sich ins Nationalteam zu spielen.
Durch Verpflichtung von Routiniers Horst Hirnschrodt sowie dank Karl Kodat gelang zunächst der erhoffte Klassenerhalt 1968 nach zuvor vier missglückten Versuchen in Serien, doch wie sich bald herausstellen sollte waren diese Sorgen bald vergessen. Nur zwei Jahre später war die Salzburger Austria Herbstmeister und griff nach der österreichischen Meisterschaft. Der Gewinn des Wiener Stadthallenturniers sowie das Erreichen des Mitropacupfinales im selben Jahr unterstrichen die Leistung der damaligen Mannschaft. Zwei Spieltage vor Schluss war die Salzburger Austria punktegleich mit dem FC Wacker Innsbruck in der Tabelle voran, ein 2:2-Unentschieden bei der WSG Swarovski Wattens bedeute aber letztlich nur die Vizemeisterschaft. Neben Hirnschrodt und Kodat waren vor allem Adi Antrich, Karl Ritter, Franz Weidinger, Adi Blutsch und die Deutschen Heinz Libuda und Peter Grosser Stützen der Vizemeistermannschaft.
Die Saison 1971/72 barg zwei Premieren für die Mozartstädter: Sie durften erstmals das neue Stadion Lehen bespielen, was eine starken Zuschaueranstieg auf 8.700 brachte; andererseits stand das erstmalige Auftreten im UEFA-Pokal als Vizemeister auf dem Programm. Gegen UTA Arad musste man sich jedoch knapp mit 4:5 geschlagen geben. Große finanzielle Probleme und mehrere rasche Trainerwechsel brachten es aber mit sich, dass der Klub erst als Tabellenvierter 1976 eine neue Chance im UEFA-Pokal bekam. Musste man sich bis dahin wieder mit Tabellenplätzen im hinteren Mittelfeld begnügen konnte der Verein, der zwangsläufig auf junge Talente wie Franz Bacher, Hannes Winklbauer und Gerald Haider setzen musste, im ÖFB-Cup punkten. Als Höhepunkt stand das ÖFB-Cupfinale 1974, in dem man auf die Wiener Austria traf. Für das Rückspiel in Lehen nahmen die Violetten ein gutes 1:2 aus Wien mit, vor ausverkauften Haus schien dank der Führung durch Alfred Hala der erste nationale Titel greifbar nah, ehe Herbert Prohaska sechs Minuten vor Schluss mit dem 1:1 seine Mannen zum Sieger kürte.
Die Saison 1976/77 begann mit guten Auftritten im UEFA-Pokal: Über Türkeis Adanaspor kam der Klub problemlos in die zweite Runde, wo es nach einem 2:1-Heimspieg über Roter Stern Belgrad jedoch nach einem 0:1 bei zweifelhafter Schiedsrichterleistung in Belgrad zum Ausscheiden kam. Die Spielzeit nahm in weiterer Folge einen rabenschwarzen Verlauf, mit nur 23 Punkten war man klarer Letzter und Absteiger in die 2. Division. Dort ließ man der Konkurrenz allerdings wenig Chance und schaffte mit einem großen Polster von 10 Punkten den Wiederaufstieg. In der Meisterschaft eher in der zweiten Tabellenhälfte wiederzufinden, musste man 1980/81 gar bis zum letzten Spieltag zittern, wo die Mozartstädter dank eines 2:0-Sieg über den punktgleichen SC Eisenstadt in der 1. Division verblieben. Erneut nicht so ganz ins Bild passen mochten da wiederum die Auftritte im ÖFB-Cup: 1978 als Zweitligist erst im Elfmeterschießen des Halbfinales gestoppt, standen die Violetten sowohl 1980 als auch 1981 im Endspiel. In beiden Finals folgten aber nach 1:0-Heimsiegen über die Wiener Austria beziehungsweise den GAK 0:2-Auswärtsniederlagen.
1983 konnte zwar das 50 jährige Vereinsjubiläum begangen werden, die Zukunft für den Klub sah aber wenig viel versprechend aus. 1984/85 folgte mit nur 18 Punkten der Abstieg in die 2. Division; es kam zu einer Wachablöse im Salzburger Fußball: Der SAK 1914 stieg nämlich gleichzeitig in der 1. Division auf. In der 2. Division konnte sich der Klub weiters nur schwer behaupten, das Zuschauerinteresse sank gewaltig; letztlich entschied sich die Vereinsführung sich den SAK 1914 anzuschließen, was dieser jedoch ablehnte. Ein Sensationscoup brachte die Salzburger Austria wieder zurück in die 1. Division. Hans Krankl wurde reaktiviert und lief nun im violetten Dress auf; nichteinmal zwei Minuten Spielzeit brauchte er für sein erstes Meisterschaftstor. Salzburg wurde von einem Fußballboom erfasst, das Lehener Stadion war nun in der 2. Division meist überfüllt, sechs Monate später stand der Wiederaufstieg fest.
Der Salzburger Austria gelingt es im folgenden Routiniers wie Heribert Weber und Gerry Willfurth für das „Projekt Klassenerhalt“ zu binden. Gemeinsam mit den bestehen Größen Srecko Kurbaša, Christian Fürstaller, Wolfgang Feiersinger und Franz Aigner wurde das Ziel mit Platz sechs Problemlos erreicht. 1990/91 sorgte ein junger deutscher Spieler in Salzburg für Furore: Oliver Bierhoff schoss 23 Meisterschaftstore, der Klub kletterte auf Platz fünf. In den Saisonen 1991/92 und 1992/93 wurde die Mannschaft mit erfahrenen Bundesligaspielern wie Christian Keglevits, Andreas Reisinger und Heimo Pfeifenberger weiter verstärkt. Der Klub spielte nun um den österreichischen Meistertitel mit: 1992 wurde man punktegleich hinter der Wiener Austria Zweiter. In der allerletzten Runde war es zum direkten Aufeinandertreffen gekommen, in dem die Wiener vor 40.000 Zuschauern knapp mit 2:1 die Oberhand behielten. Ebenso knapp wurde es 1993, denn abermals war der Klub punktegleich hinter der Wiener Austria nur Vizemeister geworden.
| UEFA-Cup | |||
Saison 1993/94 |
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| Erste Runde | DAC Dunajska Streda | 2:0 / 2:0 | 4:0 |
| Zweite Runde | FC Antwerpen | 1:0 / 1:0 | 2:0 |
| Achtelfinale | Sporting Lissabon | 0:2 / 3:0 nV | 3:2 |
| Viertelfinale | Eintracht Frankfurt | 1:0 / 0:1 | 1:1 (5:4 nE) |
| Halbfinale | Karlsruher SC | 0:0 / 1:1 | 1:1 |
| Finale | Inter Mailand | 0:1 / 0:1 | 0:2 |
In der Saison 1993/1994 eroberte Austria Salzburg unter Trainer Otto Barić schließlich den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte, der dank der großen internationalen Erfolge aber fast zur Nebensache wurde. Als Vizemeister startete man erfolgreich in den UEFA-Cup, Dunajska Streda und Royal Antwerpen wurden erfolgreich ausgeschaltet. Im Achtelfinale unterlag man im Hinspiel zwar Sporting Lissabon 0:2, doch im Rückspiel gewannen die Violetten 3:0 nach Verlängerung. Die folgenden beiden Duelle mit den deutschen Bundesligisten Eintracht Frankfurt und Oliver Kahns Karlsruher SC entschieden die Mozartstädter ebenfalls für sich. So war das UEFA-Cup- Finale gegen Inter Mailand erreicht, welches im Hin- und Rückspiel jeweils mit 0:1 verloren ging.
In der Saison 1994/95 konnte sich die Mannschaft für die UEFA Champions League qualifizieren. Das Spiel gegen AC Mailand war geprägt von Ausschreitungen der italienischen Fans, die den Salzburger Torwart Otto Konrad mit Flaschen und Feuerzeugen bewarfen und so auch eine verletzungsbedingte Auswechselung provozierten. Umstritten war auch die Entscheidung des Schiedsrichters, das Spiel nach den Ausschreitungen wieder anzupfeifen, noch umstrittener war die Entscheidung am grünen Tisch. Der AC Mailand wurde zwar zu einer Geldstrafe verurteilt und verlor die gewonnenen Punkte. Doch die Tore wurden zum Torverhältnis dazugezählt und aufgrund dessen stieg der AC Mailand ins Viertelfinale auf. In der Meisterschaft konnte indes der Titel erfolgreich verteidigt werden, ein 2:0 am vorletzten Spieltag gegen den SK Vorwärts Steyr brachte den Titelgewinn.
In der Saison 1995/96 scheiterte der Verein in der UEFA-Champions-League-Qualifikation,an Steaua Bukarest. Ansonsten war das Jahr von internen Machtkämpfen und Trainerwechseln geprägt. Auf den Abgang von Otto Barić folgte Hermann Stessl und auf ihn Heribert Weber. In der Meisterschaft belegte die Mannschaft den enttäuschenden 8. Platz. Daher startete die Salzburger Mannschaft als großer Außenseiter in die Saison 1996/97. Trotz des Abganges von wichtigen Spielern wie Otto Konrad zu Real Saragossa, Heimo Pfeifenberger zu Werder Bremen und Wolfgang Feiersinger zu Borussia Dortmund gelang es der umgestalteten Mannschaft, gegen die höher eingeschätzten Mannschaften von SK Rapid Wien und SK Sturm Graz den Titel zu erobern.
Die nächsten Saisonen sollten sich die Erwartungen des Vereins nach unten schrauben. Die Spielzeit 1997/98 war von Ernüchterung geprägt. Nach der verpassten Champions-League-Qualifikation gegen Sparta Prag (0:0 daheim, 0:3 auswärts) folgte die Enttäuschung in der ersten UEFA-Cup Runde gegen RSC Anderlecht (4:3 daheim, 2:4 auswärts). Der SV Austria Salzburg war über Jahre nur noch im Mittelfeld der Tabelle zu finden; im ÖFB-Cup erreichte man 2000 zumindest zum bereits vierten Mal das Endspiel. Der Cup-Fluch war abermals nicht zu besiegen, Gegner GAK holte sich den Cup im Elfmeterschießen.
Wirtschaftlich wurde die Austria im Jänner 2000 auf eine neue Basis gestellt: Einige Geschäftsbereiche wurden vom Verein in die neu gegründete Salzburg Sport AG ausgegliedert, die sofort mitsamt allen Verbindlichkeiten von dem Kärntner Egon Putzi erworben wurde,[1] der allerdings schon 2001 90% der Anteile an Rudolf Quehenberger (60%) und Heinz Kluppenegger (30%) verkaufte.[2] Der Spielbetrieb der Profimannschaft verblieb allerdings beim Verein selbst, da die Bundesligastatuten erfordern, dass ein Verein die Mehrheit an einer Kapitalgesellschaft, die den Spielbetrieb an seiner Stelle führt, hält. Eine Übernahme durch Fremdinvestoren wäre somit ausgeschlossen gewesen.
Nach dem Umzug in das EM-Stadion Wals-Siezenheim und 2003 durch ein sportlich erfolgreiches Frühjahr konnte zwar nach langer Zeit wieder ein internationaler Startplatz erreicht werden, dennoch kämpfte der Verein daraufhin für zwei Saisonen gegen den Abstieg aus der Bundesliga - unter anderem aufgrund finanzieller Fehlplanungen und unglücklicher Transferpolitik. Die Saison 2003/04 schloss Salzburg auf dem 7. Platz ab und schied im UEFA Cup - nach einem unerwarteten Erfolg gegen Udinese Calcio in der 1. Runde (0:1 daheim, 2:1 auswärts) - in der 2. Runde gegen den AC Parma aus.
2005 verschwand der Name „SV Austria Salzburg“ von der Bildfläche. Red Bull wollte aus Marketinggründen in die Bundesliga einsteigen, übernahm die Salzburg Sport AG zu 100 Prozent und ließ sich in den Vereinsstatuten das alleinige Bestellungsrecht für den Vorstand festschreiben. In einer „konstituierenden Generalversammlung“ am 3. Juni 2005 bekam der Verein eine neue Identität als FC Red Bull Salzburg. Einige Fans der Austria gründeten daher am 7. Oktober 2005 den Sportverein Austria Salzburg, der momentan in der 1. Salzburger Landesliga spielt.
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