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Rouran

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Die Rouran (Shou-shan, Shuan-Shuan oder Juan-Juan = chin. "wimmelndes Gewürm") waren eine Großkonföderation in der heutigen Mongolei, von der angenommen wird, dass sie vorwiegend altaisch war.[1] Sie wurde unter Yujiulü Mokolü ("Kahlkopf", 277 - 307) im 3. Jahrhundert gebildet und dehnte sich unter She-lüan (Kütelbüri, 394 - 410) ca. 402 über die gesamten Länder nördlich der Gobi aus.

Anschließend bedrohten die Rouran die Grenze Chinas und verloren 429 den erbitterten Machtkampf mit den Tabgatschen der Wei-Dynastie. Ihr Khan Ta-t'an (415 - 429) verstarb aus Gram darüber. Ta-t'ans Nachfolger Zheilan (Wudi, 430 - 444) vermied nach Nomadenart den Kampf mit den Tabgatschen, die bei zwei Feldzügen große Schwierigkeiten bekamen. Erst Tuhezhen (Chuluo, 445 - 450/64) konnte 449 von T'o-pa Tao († 452) wieder schwer geschlagen werden.

In der Regel lief der Krieg so: Im Herbst machten sich die Nomaden auf den Weg, so dass der Kampf im Winter seinen Höhepunkt erreichte und beendet war, wenn die Stuten ihre Füllen bekamen. Zu dem Zeitpunkt (wenn die Kavallerie nicht richtig einsatzbereit war) kam dann der Gegenstoß der vornehmlich aus bäuerlichen Fußsoldaten bestehenden chinesischen Armee. Denn die Bauern hatten im Sommer nicht viel zu tun, mussten aber zur Ernte im Herbst wieder zu Hause sein.

Die Rouran waren auch zeitweise die Oberherren der Hephthaliten und Awaren in Mittelasien (in jedem Fall zur Mitte des 5. Jahrhunderts).

Ihr Reich wurde unter A-na-kuei (520 - 552) um 520 durch Bruderkriege (gegen Po-lo-men) erschüttert. Der im Thronstreit zunächst unterlegene A-na-kuei suchte Zuflucht bei den Nordchinesen (Tabgatsch). Der überlegene Po-lo-men folgte A-na-kuei nach einem Angriff der Gaoche. Die Chinesen griffen zum Trick Divide et impera (Teile und beherrsche) und verhalfen beiden Juan-Juan-Herrschern zur Macht. A-na-kuei erhielt das östliche Gebiet um das Yin-shan-Gebirge, Po-lo-men erhielt das Gebiet westlich des Koko-nor. Po-lo-men war mit dem ihm zugewiesenen Gebiet nicht zufrieden und suchte um Unterstützung bei den Hephtaliten in Transoxanien. Die Wei nahmen ihn daraufhin gefangen: Po-lo-men starb unter ungeklärten Umständen.[2]

552 wurden die Rouran von den rebellierenden Kök-Türken unter Bumin besiegt. A-na-kuei musste Selbstmord begehen. Der regierende Klan versuchte sich danach nach China zu retten und wurde dort bei einer Rebellion 556 getötet.

[Bearbeiten] Belege

  1. Wolfgang-Ekkehard Scharlipp Die frühen Türken in Zentralasien, S. 11
  2. Wolfgang-Ekkehard Scharlipp Die frühen Türken in Zentralasien, S. 11f.
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