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Rosette (französisch für kleine Rose, auch Fensterrose) bezeichnet in der Architektur ein häufig recht großes, in der Regel über dem Portal angeordnetes, kreisrundes Fenster zumeist gotischer Kirchen oder Synagogen. Die zentrierte Lage der Fensterrose hat eine starke, suggestive und meditative Wirkung, die den mittelalterlichen Menschen (der unsere heutige Reizüberflutung nicht kannte) ungeheuer beeindruckt haben muss. Sie wirkt überaus prächtig (besonders, wenn farbiges Glas eingesetzt wird), machtvoll, schön, beruhigend und harmonisch. Sie symbolisiert die Vollkommenheit der sich nach allen Seiten verbreitenden Liebe des Göttlichen. Die kunstvolle architektonische Struktur der Rosette spielt häufig mit Elementen der Zahlen- und Kreissymbolik, um die Allgegenwart Gottes in der Welt, die ewige Wiederkehr oder den Lebenszyklus visuell erfahrbar zu machen.
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Romanische Rosette von Santo Domingo in Soria (Spanien) |
Rosette im Duomo di Lodi (Italien) |
Rosette im Kloster Ebrach in Bayern, Außenansicht |
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Gotische Rosette in der Pariser Kathedrale Notre-Dame |
Südseite der Notre-Dame mit der Außenansicht der links gezeigten Rosette |
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Rosette an der Ostseite der Kathedrale La Seu von Palma de Mallorca |
Im Nazarenerstil gestaltetes Rosettenfenster über dem Altar der Himmelfahrtskirche Dresden-Leuben (1901) |
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Fensterrose über dem Portal von St. Pius (Wiedenbrück) |
Anschauliche Beiträge zur Kultur- und Sozialgeschichte, hg. von Karl Clausberg u. a., in: Kunstwissenschaftliche
Untersuchungen des Ulmer Vereins, Verband für Kunst- und Kulturwissenschaften 11, Gießen 1981, S. 259-294