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femme russe

Roger Willemsen

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Roger Willemsen auf der lit.Cologne 2007

Roger Willemsen (* 15. August 1955 in Bonn) ist ein deutscher Publizist, Autor, Essayist und Fernsehmoderator.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Werdegang

Willemsens Vater Ernst Willemsen war Kunsthistoriker und Restaurator, die Mutter Sachverständige für ostasiatische Kunst. Nach seinem Abitur im Jahr 1976 studierte er Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte in Bonn, Florenz, München und Wien und war Stipendiat des Evangelischen Studienwerks. Willemsen promovierte über die Dichtungstheorie von Robert Musil. Die Habilitationsarbeit über Selbstmord in der Literatur beendete er nicht.

[Bearbeiten] Berufliche Laufbahn

Neben dem Studium arbeitete Willemsen von 1977 bis 1981 als Nachtwächter, Reiseleiter und Museumswärter. Von 1984 bis 1986 war er als Assistent für Literaturwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München beschäftigt, arbeitete als Übersetzer, Herausgeber und freier Autor. 1988 ging er für drei Jahre nach London, um als Korrespondent für Zeitungen und Rundfunkstationen zu arbeiten. Er übersetzte Autoren wie Umberto Eco und Thomas Moore und schrieb eigene Bücher wie Die Abruzzen oder Kopf oder Adler – Ermittlungen gegen Deutschland. Seine Fernsehkarriere begann Willemsen 1991 beim Pay-TV-Sender Premiere. Er moderierte mehr als 600 Ausgaben der Interviewreihe 0137, benannt nach der Telefonvorwahl, unter der sich Zuschauer an der Live-Sendung beteiligen konnten. Das Themenspektrum des Magazins reichte dabei von Politik bis Boulevard. Willemsen führte Gespräche unter anderem mit der Schauspielerin Audrey Hepburn, dem PLO-Chef Jassir Arafat, einem leibhaftigen Menschenfresser oder einem entflohenen Bankräuber. Selbst die Vergewaltigung eines jungen Mannes durch dessen Mutter war für Willemsen kein Tabu. 1992 wurde Willemsen von einer unabhängigen Kritiker-Jury mit dem „Goldenen Kabel“ für die innovativste Sendung und mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet. 1993 erhielt er den Adolf-Grimme-Preis in Gold. Man würdigte damit Willemsens hohes Einfühlungsvermögen und die Tatsache, dass er als einer von wenigen im deutschen Fernsehen die Sätze grammatikalisch korrekt hintereinander sprach, wie der Leiter des Adolf-Grimme-Instituts in Marl, Lutz Hachmeister, anmerkte.

Im Februar 1994 wechselte Willemsen zum ZDF. Dort moderierte er von Oktober 1994 bis Juni 1998 die 60-minütige Talkshow Willemsens Woche. Regelmäßiger musikalischer Gast war der mit Willemsen befreundete Jazzmusiker Michel Petrucciani.

Im Wintersemester 1995/1996 übernahm Willemsen eine Gastprofessur am Lehrstuhl für Literaturwissenschaften der Ruhr-Universität Bochum.

1996 präsentierte Willemsen im ZDF eine neunteilige Porträt-Reihe unter dem Titel Willemsens Zeitgenossen. Darin stellte er unter anderem Vivienne Westwood, Quincy Jones, Philippe Starck und John Malkovich vor.

Roger Willemsen erzählt Geschichten zu Jazz-Musikern

Ab 1999 moderierte Willemsen zahlreiche Kulturveranstaltungen, darunter die Echo Klassik-Gala oder die Brecht-Hommage zum 100. Geburtstag Und der Haifisch, der hat Zähne. Außerdem interviewte er für das ZDF-Format Willemsens Musikszene unter anderem Pierre Boulez, Herbie Hancock oder Chick Corea.

In der Sendereihe Gipfeltreffen inszenierte Willemsen filmische Doppelportraits prominenter Zeitgenossen, in der Nachtkultur mit Willemsen diskutierte er aktuelle Themen aus Kunst und Kultur mit drei bis vier Gästen.

Neben seiner Tätigkeit vor der Kamera führte Willemsen unter anderem Regie beim Dokumentarfilm Non Stop – Eine Reise mit Michel Petrucciani, der mittlerweile in 13 weiteren Ländern ausgestrahlt wurde. Auf der EXPO 2000 präsentierte er eine zehnstündige Videoinstallation aus Gesprächen mit 55 Künstlern unter dem Titel Welcome Home. Künstler sehen Deutschland.

2002 erschien Willemsens Buch Deutschlandreise, in dem Fragmente einer mehrmonatigen Reise quer durch Deutschland formuliert werden.

Nach rund zweijähriger Pause als Fernsehmoderator moderierte Willemsen vom 3. Februar 2004 bis zum Juli 2006, als Nachfolger von Elke Heidenreich und Daniel Cohn-Bendit, den Literaturclub des Schweizer Fernsehens, eine renommierte und die älteste Literatursendung im deutschsprachigen Fernsehen. „Das ist auch die Dosis Fernsehen, die mir reicht, mehr als einmal im Monat möchte ich in der Glotze lieber nicht erscheinen“, bekennt Roger Willemsen. Den Abschied von Massenfernsehen, Quote und Ruhm habe er nach eigenen Angaben „keine Sekunde lang bereut“. Im deutschen Fernsehen war er regelmäßig zu Gastkommentaren bei Sarah Kuttner – Die Show (VIVA) und dem Nachfolgeformat Kuttner. (MTV) zu sehen. Im August 2006 war er auch letzter Gast der Sendung.

Ab Herbst 2005 tourte Willemsen mit seinem Erzählprogramm Und Du so? durch deutsche Theater.

[Bearbeiten] Soziales Engagement

Roger Willemsen ist in zahlreichen Hilfsorganisationen tätig, z. B. bei amnesty international[1] und Terre des Femmes[2]. Zugleich arbeitet er als Botschafter der von CARE International und UN-Flüchtlingshilfe gemeinsam verwirklichten Afghanistan-Kampagne „Helfen steckt an”[3]. Seit dem Frühjahr 2006 ist Roger Willemsen Schirmherr[4] des Afghanischen Frauenvereins e.V., der seinen Sitz in Deutschland hat, und in dem er sich persönlich sehr engagiert. 2006 erschien sein Buch Hier spricht Guantánamo, in dem er ehememalige Guantanamo-Häftlinge über ihre Haftumstände interviewt. Willemsen unterstützt die Aktion „Deine Stimme gegen Armut[5].

[Bearbeiten] Schriften

[Bearbeiten] Auszeichnungen (Auswahl)

[Bearbeiten] Weblinks

Wikiquote Wikiquote: Roger Willemsen – Zitate

[Bearbeiten] Interview

[Bearbeiten] Podcast

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. ai-JOURNAL 2003/2004: „Obszönes Verhältnis zum Grauen“ Interview mit Roger Willemsen
  2. Prominente für TERRE DES FEMMES
  3. Stimmen für Afghanistan – Zitate der Kampagnen-Botschafter
  4. Dr. Roger Willemsen - Schirmherr des Afghanischen Frauenvereins
  5. Deine Stimme gegen Armut: Rückblick G8-Konzert in Rostock 2007

Roger Willemsen - Artikel des Tages

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Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.

Femme russe Roger Willemsen - In den Nachrichten

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