| Rinderwahnsinn | |
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Rinderwahnsinn live auf dem Dietzenbacher „Strange Noise“-Festival im Jahr 1995 |
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| Gründung | 1993 |
| Auflösung | 2001 |
| Genre | Metal |
| Gründungsmitglieder | |
| Gesang, Texte | Frank Simon |
| Gitarre, Gesang | Aren Emirze |
| Bass | Chris Aidonopoulos |
| Schlagzeug | Christian Gruhlke (bis 1996) |
| Letzte Besetzung vor der Auflösung | |
| Gesang, Texte | Frank Simon |
| Gitarre, Gesang | Aren Emirze |
| Bass | Chris Aidonopoulos |
| Schlagzeug | Tim Stüben (ab 1996) |
Rinderwahnsinn war eine von 1993 bis 2001 aktive Musikgruppe aus Frankfurt am Main, die deutschsprachigen Metal spielte.
Beeinflusst war die eigenwillige[1] und eigenständige[2] Musik der Band durch Hardcore[3], Deutschpunk[4], Alternative[5] und Noise-Rock.[1][6]
Inhaltsverzeichnis |
Rinderwahnsinn wurde im Jahr 1993 von Frank Simon, Christian Gruhlke und den heute beide bei Harmful tätigen Aren Emirze und Chris Aidonopoulos gegründet.
Ein Jahr später erschien mit B.R.E.T.T. über ZYX Music das Debütalbum der Band. Grotesk anmutende Texte wie in „Auf dem Land“ brachten der Band eine gewisse Aufmerksamkeit im Underground ein.[7]
1996 folgte das im Frankfurter „Art of June“-Studio aufgenommene sperrige Zweitwerk Vorhof zur Hölle über das Nürnberger Plattenlabel Semaphore. Es schloss sich eine ausgiebige Tour – unter anderem als Vorband der aufstrebenden Korn – an, nach deren Ende Schlagzeuger Gruhlke die Band verließ. Ersetzt wurde er durch den von Humanimal Bunch bekannten Tim Stüben, der schon vor der Benennung der Band als „Rinderwahnsinn“ kurzzeitig Teil der Musikgruppe gewesen war.[3]
Im Jahr 1997 veröffentlichte die Band ihr drittes Album, das nach einer darauf befindlichen „meisterlichen“[5] Coverversion des Ideal-Stücks Herrscher benannt war. Erstmals wurde Rinderwahnsinn dabei durch eine groß angelegte Werbekampagne unterstützt.[3] Die Verkaufszahlen blieben jedoch hinter den Erwartungen der Plattenfirma zurück.[8] Zwei elektronisch geprägte Remixe, die als Bonustitel auf der CD zu finden waren, sorgten unter Musikkritikern für einige Kontroversen.[1]
Nach dem Konkurs ihrer alten Plattenfirma[1] wurde schlussendlich 2000 über bluNoise mit dem in Frankreich aufgenommenen[8] Kampf der Welten das vierte und letzte Album auf den Markt gebracht. Mit „Telepathie“ war erneut ein Ideal-Titel vertreten, wobei dieses Mal lediglich der Text adaptiert und die Musik dazu komplett neu geschrieben worden war.[1]
Bis zu ihrer Auflösung 2001 spielte die Band insgesamt circa 200 Konzerte[3], darunter mit Melvins und Subway to Sally. Zu Disputen führten Auftritte von Rinderwahnsinn als Vorband der bis heute aufgrund ihrer Vergangenheit umstrittenen Böhse Onkelz.[9]
Ende 2004 gab die Band ein Reunion-Konzert[10], am 22. Mai 2008 fand ein weiteres Konzert in der Frankfurter Batschkapp statt.[3] Letzteres wurde mitgeschnitten und soll, wie auch ein für Anfang 2009 angekündigtes Konzert, Grundlage für eine kommende Live-CD/-DVD sein.
Rinderwahnsinn stachen nicht zuletzt aufgrund ihrer „lyrischen Brachialität“[5] aus der Masse hervor. Simon setzte die deutsche Sprache und den „psychopathisch angehauchten Sprechgesang“[1] wie ein zusätzliches Instrument ein, wobei die Inhalte oftmals unklar blieben.[2] Die dem Zuhörer viel Raum für Interpretationen bietenden „Texte sind teilweise Aufruf, stellenweise Selbstgespräch, manchmal klingen sie wie ein Tagebucheintrag, meistens sind es aber eindrücklich gesprochene Geschichten, erzählt auf eine mal bedrückende, mal kranke, mal aufputschende Art und Weise“.[4] Auf der einen Seite glänzte der Sänger „mit intelligenten Texten und einem extrem hohen Wiedererkennungswert“, andererseits störte „die sperrige Wortwahl und die dadurch bedingte unrhythmische Phrasierung den Fluss der Musik“, so ein Rezensent der Rock Hard.[1]
Musikalisch standen die fast ausnahmslos von Emirze im Alleingang komponierten Stücke[1] von Rinderwahnsinn für „modernen Metal, ein wenig Alternative und HC-Fragmente“.[5] Weitere Wurzeln waren im 80er-Jahre-Deutschpunk auszumachen[4], die durch Noise-Elemente ergänzt wurden.[1][6][11] Dabei bewegten sich die „hochdramatischen Songs ... gänzlich unabhängig von kommerziellem Denken und Kalkül“.[5]
Insgesamt sah sich die nonkonforme, „schwer zugängliche und extrem nervenaufreibende“[6] Band mit stark gegenläufigen Wahrnehmungen konfrontiert. Während einerseits statiert wurde, dass Rinderwahnsinn niemals Gefahr liefen, „im Mittelmaß stecken zu bleiben [und] schweißtreibend, tanzbar, ansteckend moshbar“ zu sein[6], wurde der Band andererseits „extrem langweiliges und hochgradig peinliches“[12] „Gebolze der simpelsten Sorte“[13] vorgeworfen: „Man kennt jeden Riff, jeder Schlag der Drums ist vorhersehbar, keine originellen Breaks... einfach nichts, was im Gedächtnis bleibt!“[13] Die vermeintliche „Vorhersehbarkeit der Songs“[12] wird anderswo bestritten; Rinderwahnsinn „machen ‚Kopf-Musik‘ und [wollen] aufmerksam gehört werden. ... [Sie sind] schwer zu konsumieren, [bleiben] aber, sobald man Zugang gefunden hat, auch auf Dauer interessant“.[6]
Live machten die Bandmitglieder durch ihren „völlig schizophrenen Sänger, den beiden bulligen Saitenhoblern und dem nackt spielenden Drummer [Gruhlke]“[2] von sich zu reden.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."