| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern | |
| Landkreis: | Nordvorpommern | |
| Amt: | Ribnitz-Damgarten | |
| Höhe: | 5 m ü. NN | |
| Fläche: | 122,20 km² | |
| Einwohner: | 16.412 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 134 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 18311 (alt: 2590, 2592) | |
| Vorwahl: | 03821 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NVP | |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 57 074 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Am Markt 1 18311 Ribnitz-Damgarten |
|
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Jürgen Borbe (CDU) | |
| Lage der Stadt Ribnitz-Damgarten im Landkreis Nordvorpommern | ||
Ribnitz-Damgarten ist die größte Stadt im Landkreis Nordvorpommern in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie ist außerdem Verwaltungssitz des gleichnamigen Amtes, dem weitere drei Gemeinden angehören. Die Stadt ist eines der 18 Mittelzentren des Landes.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt liegt zwischen den Hansestädten Rostock und Stralsund an der Mündung des Flusses Recknitz in den Ribnitzer See (Südteil des Saaler Boddens). Östlich der Recknitz in Vorpommern liegt Damgarten und westlich des Flusses, also in Mecklenburg, liegt Ribnitz.
An Ribnitz-Damgarten grenzen folgende Gemeinden (in Uhrzeigerrichtung, von Norden beginnend): Saal, Ahrenshagen-Daskow, Stadt Marlow, Gelbensande und Dierhagen.
Neben den namensgebenden Ortsteilen Ribnitz und Damgarten besteht die Gemeinde zusätzlich aus folgenden Ortsteilen:
|
|
|
Entstanden ist die Stadt aus den Ortschaften Rybanis (Ryba bedeutet „Fisch“) und Damgor (Dam bedeutet „Eiche“), die beiderseits der sumpfigen Recknitzniederung lagen.
Zum Schutz des wichtigen Flussübergangs über die Recknitz ließen die mecklenburgischen Fürsten in Flussnähe um 1200 eine Burg errichten, die der Keim des späteren Ribnitzer Ortskerns wurde. Bis in das 14. Jahrhundert gehörte der Ort noch zur Herrschaft Rostock.
Die Herrscher des damaligen Fürstentums Rügen errichteten eine eigene Burg auf der östlichen Gegenseite, aus der später die Stadt Damgarten entstand.
Ribnitz wird erstmalig in einer Urkunde aus dem Jahre 1233 erwähnt und Damgarten erhält sein Lübisches Recht 1258 vom Rügenfürsten Jaromar II.. 1323 wird das Klarissenkloster Ribnitz gegründet.[1] Bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges im Jahr 1648 bildet die Recknitz zwischen Ribnitz und Damgarten die Grenze zwischen dem Herzogtum Pommern und den Herzogtum Mecklenburg. Danach bis zum Jahr 1815 zwischen Schwedisch-Pommern und Mecklenburg. Nach 1815 fällt Schwedisch Pommern an Preußen und gehört zur Provinz Pommern.
Seit Ende des 18. Jahrhunderts waren Juden im Ort ansässig, die sich um diese Zeit den Alten Jüdischen Friedhof einrichteten, wo heute die Richard-Wossidlo-Schule steht. Er wurde bereits in den 1920er Jahren von Nazis geschändet und 1938 eingeebnet. Am Schleusenberg entstand 1885 der Zweite Jüdische Friedhof, der ebenfalls bis auf eine kleine Gedenkstätte nicht mehr existiert.
Der Aufschwung der Stadt Ribnitz begann 1934 mit dem Bau kriegswichtiger Produktionsanlagen (Walter-Bachmann-Flugzeugbau KG) und dem Bau des Fliegerhorstes Pütnitz bei Damgarten. Als wehrwirtschaftlich wichtige Städte wurden Damgarten und Ribnitz bedeutende Standorte für Zwangsarbeit an der Ostseeküste. Als das Barther Außenlager des KZ Ravensbrück evakuiert wurde, trieben SS-Mannschaften 800 (nach anderen Angaben 80) Häftlingsfrauen auf dem Marktplatz zur Erschießung zusammen. Proteste von Wehrmachtssoldaten und Frauen aus der Bevölkerung sollen das Massaker verhindert haben. Die bereits 1933 wenigen Juden der Orte wanderten seitdem aus oder wurden zunehmend drangsaliert. Im Ribnitzer Haus Nizzestraße 22 wurde 1941 ein Zwangsquartier eingerichtet, drei dort lebende jüdische Frauen schließlich deportiert.
Der Flugplatz Pütnitz war nach dem 2. Weltkrieg einer der bedeutendsten Standorte der in der DDR stationierten sowjetischen Luftstreitkräfte. Bis 1991 war die 16. Jagdfliegerdivision der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland in Damgarten stationiert.
Die Doppelstadt Ribnitz-Damgarten entstand 1950 durch Zusammenlegung der beiden Städte Ribnitz (in Mecklenburg) und Damgarten (in Pommern). Beide Stadtvertretungen hatten sich gegen den Zusammenschluss der Städte ausgesprochen. Die damals Regierenden wollten jede Erinnerung an Pommern und eine mecklenburgisch-pommersche Grenze auslöschen. Offiziell wurde die Notwendigkeit einer größeren Kreisstadt für den 1952 gebildeten Kreis Ribnitz-Damgarten nachgeschoben.
Die Recknitz bildete früher die natürliche Grenze zwischen dem Land Mecklenburg-Schwerin und der preußischen Provinz Pommern. Die beiden Stadtteile Ribnitz und Damgarten werden durch die breite sumpfige Flussniederung getrennt. Der Übergang über die Recknitz wird auch Mecklenburger Pass genannt. Auf der mecklenburgischen Seite befindet sich unmittelbar am Fluss das Pass-Gehöft
Nach der politischen Wende wurden ab 1991 die historischen Stadtkerne von Ribnitz mit dem Kloster und von Damgarten im Rahmen der Städtebauförderung gründlich saniert.
In Ribnitz-Damgarten gibt es vier christliche Gemeinden:
In der Legislaturperiode 2004-2009 vertreten 25 Ratsmitglieder in vier Fraktionen die Stadt:
Blasonierung: „Gespalten; vorn in Silber ein hersehendes, rot gekleidetes, goldbehaartes, goldgekröntes Brustbild eines Mannes mit goldbesäumtem blauem Umhang, hinten in Blau ein aufgerichteter, rot gezungter goldener Greif.“ [2]
Auf der heraldisch rechten Seite des Wappens ist der Damgartener Stadtgründer Jaromar II. von Rügen zu sehen. Der Greif auf der linken Seite ist das Wappentier der Fürsten der historischen Herrschaft Rostock, zu welcher Ribnitz gehörte. Später hatte man ein Wappen mit dem mecklenburgischen Ochsen, flankiert von zwei Fischen, was auf den slawischen Namen Rybanis - Fischort hinweist.
Seit 1990 pflegt Ribnitz-Damgarten eine Partnerschaft mit der niedersächsischen Stadt Buxtehude.
Die Stadt trägt vor allem wegen des im Stadtteil Ribnitz liegenden „Deutschen Bernsteinmuseums“ und der im Stadtteil Damgarten angesiedelten Bernstein-Schau-Manufaktur den Beinamen „Bernsteinstadt“. Neben zahlreichen Geschäften, die Bernsteinprodukte anbieten, ist der Beiname „Bernsteinstadt“ aber auch als regionaler Bezug auf die etwa 10 km entfernt liegende Ostsee zu werten. Die Stadt bezeichnet sich ebenfalls als „Das Tor zum Fischland“, da sie das letzte Mittelzentrum auf dem Weg zur Ostsee-Halbinsel „Fischland-Darß-Zingst“ ist.
Eine durch die Stadtverwaltung angestrebte staatliche Anerkennung als Erholungsort wurde auch deshalb ausgeschlossen, weil die Stadt nicht über die dazu minimal erforderliche Übernachtungskapazität verfügt.
Im Ortsteil Damgarten befindet sich das nach dem Volkskundler Richard Wossidlo benannte Richard-Wossidlo-Gymnasium. Des weiteren gibt es verschiedene Grund-, Haupt- und Realschulen sowie eine Volkshochschule. Ein privates „Bildungszentrum“ ist von bedeutender überörtlicher Bedeutung, und der Beruflichen Schule des Kreises Nordvorpommern im Stadtteil Damgarten wird im Zuge der Reformierung der Schulstandorte in Mecklenburg-Vorpommern in der nächsten Zeit eine größere Bedeutung zukommen.
Mit den Bahnhöfen Ribnitz-Damgarten West (in Ribnitz) und Ribnitz-Damgarten Ost (in Damgarten) ist die Stadt an die Bahnstrecke Rostock - Stralsund angeschlossen. An beiden Bahnhöfen hält alle zwei Stunden der von der DB Regio betriebene Regionalexpress Rostock – Sassnitz. Am Westbahnhof fahren außerdem alle zwei Stunden die Intercity-Züge der DB Fernverkehr auf der Linie Karlsruhe – Frankfurt (Main) – Hamburg – Stralsund.
Den Busverkehr in der Region organisiert die Verkehrsgemeinschaft Nordvorpommern.
Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind Sanitz an der A 20 und Rostock-Ost an der A 19.
Ribnitz-Damgarten liegt am Abschnitt Rostock – Stralsund der Bundesstraße 105. Jedoch werden Damgarten und seit dem 2. November 2004 auch Ribnitz auf Ortsumgehungen umfahren.
|
historisches Hallenhaus im Freilichtmuseum Klockenhagen |
Ahrenshagen-Daskow | Ahrenshoop | Altenpleen | Bad Sülze | Bartelshagen II b. Barth | Barth | Behnkendorf | Born a. Darß | Brandshagen | Dettmannsdorf | Deyelsdorf | Dierhagen | Divitz-Spoldershagen | Drechow | Eixen | Elmenhorst | Franzburg | Fuhlendorf | Glewitz | Grammendorf | Gransebieth | Gremersdorf-Buchholz | Grimmen | Groß Kordshagen | Groß Mohrdorf | Horst | Hugoldsdorf | Jakobsdorf | Karnin | Kenz-Küstrow | Kirchdorf | Klausdorf | Kramerhof | Kummerow | Lindholz | Löbnitz | Lüdershagen | Lüssow | Marlow | Millienhagen-Oebelitz | Miltzow | Neu Bartelshagen | Niepars | Pantelitz | Papenhagen | Preetz | Prerow | Prohn | Pruchten | Reinberg | Ribnitz-Damgarten | Richtenberg | Saal | Schlemmin | Semlow | Splietsdorf | Steinhagen | Süderholz | Tribsees | Trinwillershagen | Velgast | Weitenhagen | Wendisch Baggendorf | Wendorf | Wieck a. Darß | Wilmshagen | Wittenhagen | Wustrow | Zarrendorf | Zingst
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."