Als Reichsgründung bezeichnet man im Allgemeinen den Zusammenschluss verschiedener souveräner Staaten zu einer staatlichen Einheit. Ebenfalls wird von einer Reichsgründung gesprochen, wenn sich ein Staat in nicht unerheblichem Maße ausgedehnt hat und in der Regel eine damit einhergehende Systemmodifikation vollzogen wurde. Der Begriff wurde ursprünglich nur im Zusammenhang mit autoritär geführten Systemen wie Monarchien oder Diktaturen verwendet.
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Die bekannteste Reichsgründung in der Deutschen Geschichte war 1871 die Reichseinigung und Gründung des Deutschen Reiches. Deutschland wurde als einheitlicher deutscher Nationalstaat gegründet – zeitgeschichtlich das so genannte „zweite deutsche Reich“ nach dem Heiligen Römischen Reich (Deutscher Nation). Diese Reichsgründung bezieht sich jedoch nur auf den staatsrechtlichen und vor allem den politisch-psychologischen Aspekt; das Völkerrechtssubjekt, dessen Gebiet durch die Novemberverträge 1870 erweitert und dann in „Deutsches Reich“ umbenannt wurde, bestand nämlich schon seit der Umwandlung des Norddeutschen Bundes von einem Militärbündnis in einen Bundesstaat 1867.
Im Spiegelsaal von Versailles wurde am 18. Januar 1871 (am Ende des Deutsch-Französischen Krieges), als das Kaiserreich unter preußischer Vorherrschaft und ohne Österreich [1] (damals: Österreich-Ungarn; siehe auch Kleindeutsche Lösung, Deutscher Dualismus, preußisch-deutscher Krieg, Deutsche Frage) gegründet wurde, Wilhelm I. zum Deutschen Kaiser proklamiert. Die Proklamation erfolgte bewusst auf den Tag genau 170 Jahre nach der Gründung des Königreichs Preußen.
In Deutschland waren die meisten Menschen im nationalen Überschwang und in nahezu einmütiger Geschlossenheit begeistert über die Reichseinigung, auch wenn vor allem in den süddeutschen Staaten Zweifel aufgrund von Animositäten gegenüber Preußen zu vernehmen war.
Das Deutsche Reich setzte sich bei seiner Gründung wie folgt zusammen (Beteiligung):
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Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."