Netencyclo, The wikipedia mirror - Enzyklopädie : Regierungsbezirk Minden

- Regierungsbezirk Minden -

Regierungsbezirk Minden :

femme russe

Regierungsbezirk Minden

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wikipedia:Hauptseite
Dieser Artikel beschreibt die Verwaltung Ostwestfalens wie sie von 1815 bis 1947 vom Regierungsbezirk Minden abgebildet wurde; zu allgemeinen kulturellen und geographischen Aspekte der Region siehe Ostwestfalen.
Lage (1947)
Lage 1947
Basisdaten (1947)
Bestehen: 1815–1947
Besatzungszone: Britisch
Land: Nordrhein-Westfalen
Verwaltungssitz: Minden
Fläche: 5.245 km²
Einwohner: 1.135.302 (19. Okt. 1946)
Bevölkerungsdichte: 216 Einwohner pro km²
Gliederung: 12 Stadt- und Landkreise
Regierungspräsident: Paul Zenz
Aufgegangen in: Regierungsbezirk Minden-Lippe
Lage des Regierungsbezirks Minden in Nordrhein-Westfalen

Der Regierungsbezirk Minden war ein von 1815 bis 1947 bestehender Regierungsbezirk im Osten Westfalens. Die längste Zeit gehörte der Regierungsbezirk zur preußischen Provinz Westfalen. Mit Westfalen fiel der Bezirk 1946 an das neugebildete Land Nordrhein-Westfalen und ging im folgenden Jahr im Regierungsbezirk Detmold auf. Sitz der Regierung war Minden, größte Stadt Bielefeld. Die als Synonym für den Bezirk aufgekommene Bezeichnung „Ostwestfalen“ ist bis heute verbreitet, unter anderem im Namen der Region Ostwestfalen-Lippe.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Verwaltungsgeschichte

Die Geschichte des Regierungsbezirks geht auf die „Preußische Verordnung über die verbesserte Einrichtung der Provinzialbehörden“ vom 30. April 1815 zurück. Zur damaligen Zeit wurde Preußens Regierung und Verwaltung nach dem Wiener Kongress neu geordnet und die Provinzen in insgesamt 28 Regierungsbezirke eingeteilt, einer davon der Regierungsbezirk Minden. Wie die übrigen, so nahm auch die Regierung in Minden mit dem 22. April 1816 ihre Tätigkeit auf.

Geschichtlich geht diese Bezirksregierung auf die alte Regierung Minden zurück, deren Entstehung auf die Ordnung nach dem Westfälischen Frieden von 1648 zurückzuführen ist. Demnach fällt das Fürstentum Minden an Brandenburg, die Regierung bleibt jedoch erst nochmal in Petershagen. 1669 wird sie an den bischöflichen Hof nach Minden verlegt. 1719 werden die Regierungen von Minden und Ravensburg in Minden zu Minden-Ravensberg vereinigt. 1722 wird die Verwaltung auf die Kriegs- und Domänenkammer übertragen, die Regierung bleibt vor allem Gerichtsbehörde. 1816 wird die neuorganisierte Regierung dann zentrale Verwaltungsbehörde für Ostwestfalen, das jetzt auch die ehemals nicht-preußischen Gebiete im südlichen Ostwestfalen umfasste.

Im Zuge des Beitritts des Landes Lippe 1947 nach Nordrhein-Westfalen wurde die Vereinigung der Gebiete Lippes und des Regierungsbezirkes Minden zu einem gemeinsamen Regierungsbezirk Minden-Lippe mit Regierungssitz im lippischen Detmold beschlossen. Trotz erbitterten Protesten von Teilen der Beamtenschaft und der Mindener Bevölkerung zog die Mindener Verwaltung am 1. April 1947 nach Detmold um. Am 2. Juni 1947 wurde der Bezirk entsprechend den anderen Regierungsbezirken im Land nach seinem Regierungssitz in Regierungsbezirk Detmold umbenannt.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen des Regierungsbezirks Minden nach dem jeweiligen Gebietsstand, der von 1815 bis 1947 weitestgehend unverändert blieb. Bei den Zahlen handelt es sich um Volkszählungsergebnisse. Die Angaben beziehen sich bis 1861 auf die „Zollabrechnungsbevölkerung“, ab 1864 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und für 1946 wieder auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“.

Jahr Einwohner
1816 336.033
1819 340.797
1822 356.861
1825 369.204
1828 383.419
1831 389.758
1834 402.471
1837 412.587
Jahr Einwohner
1840 437.463
1843 447.812
1846 455.571
1849 459.954
1852 468.277
1855 458.346
1858 455.912
1861 (3. Dez.) 465.165
Jahr Einwohner
1864 475.457
1867 (3. Dez.) 477.152
1871 (1. Dez.) 473.555
1880 (1. Dez.) 504.657
1885 (1. Dez.) 520.617
1890 (1. Dez.) 549.709
1895 (1. Dez.) 586.130
1900 (1. Dez.) 636.875
Jahr Einwohner
1905 (1. Dez.) 687.084
1910 (1. Dez.) 736.128
1925 (16. Juni) 806.571
1933 (16. Juni) 871.767
1939 (17. Mai) 928.655
1946 (29. Okt.) 1.135.302

[Bearbeiten] Verwaltungsgliederung

Gliederung des Regierungsbezirks Minden 1817–1831

[Bearbeiten] 1816

  1. Kreis Bielefeld
  2. Kreis Brakel
  3. Kreis Bünde
  4. Kreis Büren
  5. Kreis Halle
  6. Kreis Herford
  7. Kreis Höxter
  8. Kreis Minden
  9. Kreis Paderborn
  10. Kreis Rahden
  11. Kreis Warburg
  12. Kreis Wiedenbrück

Von 1816 bis 1817 existierte der Stadtkreis Minden, der nach weniger als einem Jahr in den Kreis Minden eingegliedert wurde.

Gliederung 1832–1947 (Stadtkreis Bielefeld ab 1878 und hier mit Gebietsstand ab 1930, Stadtkreis Herford ab 1911)

[Bearbeiten] 1947

  1. Stadt- und Landkreis Bielefeld
  2. Kreis Büren
  3. Kreis Halle
  4. Stadt- und Landkreis Herford
  5. Kreis Höxter
  6. Kreis Lübbecke
  7. Kreis Minden
  8. Kreis Paderborn
  9. Kreis Warburg
  10. Kreis Wiedenbrück

[Bearbeiten] Regierungspräsidenten

Altes Regierungsgebäude in Minden

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

7Koordinaten: 52° 17′ N, 8° 55′ O

Regierungsbezirk Minden - Artikel des Tages

Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva

Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.

Femme russe Regierungsbezirk Minden - In den Nachrichten

"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."

© 2008 Netencyclo - Netencyclo Hauptseite - Datenschutz - Impressum - Program Policies
Netencyclo, the Wikipedia mirror : the biggest multilingual free-content encyclopedia on the Internet. Diese Artikel wurde zuletzt am 16. Mai 2007 um 23:12 Uhr geändert. Ihr Inhalt steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. All Wikipedia content is licensed under the GNU Free Documentation License (see details). Content on this web site is provided for informational purposes only. We accept no responsibility for any loss, injury or inconvenience sustained by any person resulting from information published on this site. We encourage you to verify any critical information with the relevant authorities.