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Als Refraktärzeit bezeichnet man den Zeitraum nach Auslösung eines Aktionspotenzials, in dem die auslösende Nervenzelle oder das Aggregat nicht erneut auf einen Reiz reagieren kann.
Ein Aktionspotenzial wird durch das Öffnen spannungsabhängiger Natrium-Kanäle in der Membran von Nervenzellen ausgelöst. Nach der Auslösung schließen sich die betroffenen Kanäle selbstständig und sind dann nicht sofort wieder bereit, sich zu öffnen. Erst mit zunehmender Repolarisation der Zellmembran - einem Stoffwechselenergie verbrauchenden Vorgang - werden die Kanäle wieder aktivierbar. Die Zelle kann deswegen für einen gewissen Zeitraum, der als Refraktärzeit oder auch als Refraktärphase bezeichnet wird, nicht erneut auf einen Reiz reagieren.
Man unterscheidet eine absolute und eine relative Refraktärzeit:
Die Refraktärzeit begrenzt die maximale Aktionspotenzial-Frequenz eines Neurons und verhindert eine retrograde Erregungsausbreitung entgegen der Informationsrichtung.
Damit ein Herzschrittmacher im intrakardialen EKG nur auf den QRS-Komplex reagiert, wird die Signalerkennung des Aggregats für eine bestimmte Zeitdauer, der Refraktärzeit, deaktiviert. Die Zeit in der die Herzmuskelzelle vorübergehend nicht erregbar ist, wird Refraktärzeit genannt. Sie beträgt etwa 3 Sekunden. Refraktärzeit schützt das Herz vor einer zu schnellen Folge von Kontraktionen. Dieser Schutz ist sinnvoll, weil das Herz diese Ruhepause benötigt, um sich wieder mit Blut zu füllen.