Reform (lat. für re zurück; formatio Gestaltung: Wiederherstellung) bezeichnet in der Politik eine größere, planvolle und gewaltlose Umgestaltung bestehender Verhältnisse und Systeme. Das Wort erscheint schon in den Paulus-Briefen der Bibel, später auch in Zusammenhang mit der kirchlichen Reformation zur Zeit Martin Luthers.
Beispiele sind die Preußischen Reformen, Lebensreform-Bewegung, Sozialreformen Bismarcks (Bismarksche Sozialreformen), die Währungsreform zur Einführung des Euro, die deutsche Rechtschreibreform oder die Reformen im Rahmen der Agenda 2010.
Glasnost und Perestroika standen als Begriffe für Michail Gorbatschows Reformen in der Sowjetunion vor dem Umbruch von 1989 und nach den Reformen Nikita Chruschtschows in der Entstalinisierung. In der Volksrepublik China bedeuteten die Einrichtung von Sonderwirtschaftszonen und Privateigentum (wirtschaftliche) Reformen.
In der aktuellen politischen Diskussion in Deutschland wird von verschiedenen Parteien oft von Reformen gesprochen. Diese beziehen sich z. B. auf die Steuerpolitik (z. B. die Ökologische Steuerreform von Bündnis 90/Die Grünen), die Arbeitsmarktpolitik (z. B. das Hartz-Konzept) oder die Gesundheitspolitik (z. B. die Gesundheitsreform 2007). Anders als früher, wo er meist für soziale Verbesserungen stand, beinhaltet der Begriff aktuell eher Schlagworte wie Eigenverantwortung, oder soziale "Härten" und Metaphern wie "den Gürtel enger schnallen", sowie insgesamt den Vorrang der Wirtschaft vor dem Sozialen im Kontext der Globalisierung ("Sozial ist, was Arbeit schafft").
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."