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Die Rauheit (oder veraltet und nicht mehr normgerecht Rauigkeit oder Rauhigkeit) ist ein Begriff aus der Oberflächenphysik, der die Unebenheit der Oberflächenhöhe bezeichnet. Zur quantitativen Charakterisierung der Rauheit gibt es unterschiedliche Berechnungsverfahren, die jeweils auf verschiedene Eigenheiten der Oberfläche Rücksicht nehmen. Die Oberflächenrauheit kann unter anderem durch Polieren, Schleifen, Läppen, Honen, Beizen oder Sandstrahlen beeinflusst werden.
Der Begriff Rauheit bezeichnet weiterhin eine Gestaltabweichung dritter bis fünfter Ordnung bei technischen Oberflächen nach DIN 4760. Die Rauheit einer technischen Oberfläche wird in den Oberflächenangaben der technischen Zeichnung spezifiziert.
Vor allem in der Technik ist die Rauheit sehr wichtig, zum Beispiel bei technischen Gleit- oder Sichtflächen. Die Messung erfolgt üblicherweise mit Hilfe eines Rauheitsmessgerätes (Tastschnittgerät). Eine visuelle und optische Prüfung der Rauheit ist mittels Rugotest möglich, aber nicht von der GPS-Normenkette abgedeckt.
Eine weitere Möglichkeit der Messung bietet die Konoskopische Holografie.
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Es werden im Alltag grundsätzlich drei Rauheitsangaben verwendet, die in der Einheit μm angegeben werden.



Dieser Kennwert ist nicht zu verwechseln mit Rz. Rz ist definiert als Rp − Rv bezogen auf die Gesamtmessstrecke, im Normalfall also 5 Einzelmessstrecken. Die GPS-Normenkette sieht allerdings auch andere Messkonstellationen vor.
Wie in Bild 1 vereinfacht für eine Dimension zu sehen ist, sind die mittlere Rauheit und die quadratische Rauheit nur von der absoluten Abweichung der Höhe vom Mittelwert abhängig, aber nicht von der Verteilung der Höhenwerte über die Fläche. So ergibt sich beispielsweise für die mittleren Rauheiten in den Bildern A und C Ra = 2 und Rq = 2, während die Werte für Bild B sich zu Ra = 1 und Rq = 1 berechnen
Es hat sich im Maschinenbau bis dato nicht herumgesprochen, dass es für das oben genannte Problem Lösungen in der GPS-Normenkette gibt. Hier sind anzuführen die Kennwerte aus der Abbott-Kurve und die Amplituden-Dichte-Kurve. Weiterhin ist anzumerken, dass der Unterschied zwischen Welligkeit und Rauheit bei vielen Konstrukteuren nicht angekommen ist. So sagt die Rauheit eines Werkstückes zum Beispiel etwas über die Qualität des Werkzeuges, die Welligkeit jedoch etwas über die Qualität der Maschine aus. Es tritt also gehäuft auf, dass bei Qualitätsproblemen die Rauheitsanforderungen extrem gesteigert werden, die das Problem verursachende Welligkeit aber bei der Rauheitsmessung „weggefiltert“ wird. Die GPS-Normenkette definiert alle Raukennwerte auch als Welligkeitskennwerte. Unterschied ist nur die jeweilige „Cut off“-Frequenz. Welligkeitskennwerte werden mit dem Präfix „W“ gekennzeichnet.
Ra und Rq sind also ungeeignet, um Aussagen über die Ortsfrequenz der Unebenheiten zu treffen. Es gilt also zu erst die Wellenlänge der kritischen Strukturen zu ermitteln. Hieraus ergibt sich, ob „P“, „R“ oder „W“-Kennwerte zu spezifizieren sind. Hiernach ist zu entscheiden, ob die kritischen Eckpunkte eher aus dem Profil, der Abbott-Kurve oder der Amplituden-Dichte-Kurve zu ersehen sind. Erst hiernach ist eine Festlegung auf einen Messwert zur Qualitätssicherung sinnvoll.
Um die Rauheit bzw. Glätte von Papier zu ermitteln, gibt es drei gängige Prüfverfahren: die Glätte nach Bekk, Parker Print Surf und Bendtsen. Die Mehrzahl der heute eingesetzten Prüfverfahren versucht die Druckglätte unter einem definierten Anpressdruck zu charakterisieren. Hierzu wird oft Luft als Hilfsmittel benutzt, die zwischen einer Referenzfläche und der Papieroberfläche unter definierten Bedingungen strömt. Bei Bekk ist die Referenzfläche eine geschliffene Glasplatte, bei Bendtsen und Parker Print Surf eine plane Metallringstirnfläche.
Es sind drei unterschiedliche Messbereiche möglich:
Die Rauheit nach Bendtsen ist der Luftstromdurchfluss, der zwischen dem Messring des Messkopfes des Bendtsen–Gerätes und der Probeoberfläche hindurch geht, und der bei einem festgelegten Überdruck entsteht.
Die PPS–Rauheit gehört auch zu den Luftstrommessverfahren und ist in der Druckpapierindustrie sehr weit verbreitet.
Die Geräte werden durch entsprechende akkreditierte Sachverständige kalibriert. Es werden innerhalb der Papierindustrie Ringversuche durchgeführt, um die Geräte miteinander vergleichen zu können und geeignete Kalibrierintervalle festzulegen.