| Rallenvögel | ||||||||
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Teichralle (Gallinula chloropus) |
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| Systematik | ||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||
| Rallidae | ||||||||
| Vigors, 1825 |
Die Rallenvögel (Rallidae) sind eine Vogelfamilie, die zur Ordnung der Kranichvögel (Gruiformes) gehört. Die Rallen stellen eine vergleichsweise alte und ursprüngliche Vogelfamilie dar, deren erste Vertreter wahrscheinlich Bewohner des tropischen afrikanischen Waldes waren. Die Familie umfasst je nach wissenschaftlicher Auffassung zwischen 131 bis 165 Arten in 34 bis 38 Gattungen. Davon sind drei Gattungen und mindestens 22 Arten seit dem Jahr 1500 ausgestorben. Das hängt damit zusammen, dass zu den Rallen ungewöhnlich viele auf Inseln endemische Arten gehören, von denen viele dort ihre Flugfähigkeit verloren haben und dadurch durch Raubtiere besonders verletzlich waren und sind.
Inhaltsverzeichnis |
Die Rallenvögel sind bis auf die Antarktis und die Arktis weltweit verbreitet. Der Schwerpunkt ihrer Verbreitung liegt in den tropischen- und subtropischen Gebieten Afrikas und Asiens, doch drangen einige Arten bis in subpolare Bereiche sowohl der nördlichen, wie auch der südlichen Hemisphäre vor. Außerdem hat die Familie trotz ihrer bescheiden anmutenden Flugfähigkeiten sehr viele, darunter auch extrem küstenferne Inseln in allen Ozeanen der Welt besiedelt. Auf diesen bildeten sich rasch endemische Arten aus; einige unter ihnen verloren ihre Flugfähigkeit. In Europa brüten 9 Arten.
Rallen sind kleine bis mittelgroße Bodenvögel mit mittellangen, meist sehr kräftigen Beinen. Der Körper der Rallen ist schmal und wirkt zusammengedrückt, die Wirbelsäule ist sehr beweglich, was, im Zusammenspiel mit den langen Zehen ihre Lebensweise als Schlüpfer in sehr dichter Vegetation auf oft wenig tragfähigem Untergrund ermöglicht. Die vier Zehen sind lang, bei einigen Arten sogar überlang.
In Anpassung an ihren aquatischen Lebensraum haben einige Arten Schwimmlappen an den Zehen ausgebildet. Braune, der Umgebung des Lebensraumes angepasste Gefiederfärbungen überwiegen, doch sind viele Rallen auch sehr auffällig, mit bunten, irisierenden Gefiederteilen gefärbt. Das wasserabweisende Gefieder ist weich und locker. Die flugfähigen Rallen haben meist 11 Handschwingen, bei den flugunfähigen trat eine Reduzierung bis auf 8 ein. Der kurze Schwanz weist zwischen 8 und 14 Steuerfedern auf. Bei einigen Gattungen fällt ein meist grell gefärbtes Stirnschild auf. Auch die Beine sind häufig auffällig gefärbt. Die Flügel sind relativ kurz und abgerundet. Die wenigsten Rallen fliegen gerne, meist flüchten sie laufend und verstecken sich im dichten Unterwuchs ihrer Lebensräume. Auch wenn sie Störungen zum Auffliegen zwingen, lassen sie sich sehr schnell wieder in eine Deckung fallen. Dennoch sind einige Rallen ausgesprochene Langstreckenzieher, die in der Regel bodennah, schnell und ausdauernd fliegen. Abrupte Steuermanöver sind ihnen aber auf Grund des kurzen Schwanzes nicht möglich.
Die Schnabelformen sind in Anbetracht der unterschiedlichen Ernährungsgewohnheiten sehr variabel. Arten, die sich vorwiegend carnivor ernähren, haben meist relativ lange, spitze und schmale Schnäbel, die im letzten Drittel leicht nach unten gebogen sind; die Schnäbel omnivor oder sich bevorzugt vegetarisch ernährender Arten sind kürzer und kräftiger und zuweilen auch auffallend hoch. Die Nasenöffnungen vieler Rallen haben Klappen, die sich beim Eintauchen des Schnabels ins Wasser oder in das Substrat reflektorisch schließen. Die gut ausgebildeten Schleimzellen der Riechhöhle sowie das große Riechhirn deuten auf ein gut entwickeltes Geruchsvermögen der Rallenvögel hin. Eine Bürzeldrüse ist bei allen Arten ausgebildet, einige halophile beziehungsweise halotolerante Arten weisen Salzdrüsen auf.
Die meisten Arten weisen keinen oder einen nur gering ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus in Bezug auf Größe, Gewicht und Gefiederfärbung auf, nur bei wenigen Vertretern der Familie unterscheiden sich die Geschlechter deutlich.
Rallen sind sehr ruffreudige Vögel, die über ein vielfältiges Stimmrepertoire verfügen. Häufig handelt es sich dabei um einsilbige, schnarrende beziehungsweise knarrende Laute, die oft stundenlang, vornehmlich in den Dämmerungs- und Nachtstunden vorgetragen werden. Auch einsilbige, sogenannte Explosivlaute sind von Vertretern der Familie häufig zu hören. Die Anwesenheit von Rallen ist oft nur über ihre Stimme festzustellen.
Die Mehrzahl der Rallenvögel lebt am Wasser, in Wassernähe, oder zumindest in feuchten Biotopen, doch konnten die anpassungsfähigen Vögel auch trockenere, wasserferne Habitate besiedeln. Extreme Trockengebiete sowie Wüsten werden jedoch immer gemieden. Auch gelang es einigen, wie zum Beispiel der Riesenblessralle (Fulica gigantea), Bruträume in großen Höhen (4.000 m ü. NN und mehr) zu besetzen. Aber auch der Wachtelkönig kommt in seinen zentralasiatischen Verbreitungsgebieten in Höhen bis zu 3000 Metern über NN vor. Gemeinsam ist den Lebensräumen der Rallenvögel ein dichter, zumindest kniehoher Bodenbewuchs, auch wasserbewohnende Arten bevorzugen Bereiche, an denen die freie Wasserfläche an dichtbewachsene Uferzonen grenzt.
Seit dem Jahr 1500 sind mindestens 22 Arten ausgestorben. Vier weitere Arten, wie zum Beispiel die Pelzralle (Gallirallus lafresnayanus) und das Samoapfuhlhuhn (Gallinula pacifica), sind vom Aussterben bedroht. Die Guamralle (Gallirallus owstoni) ist in freier Wildbahn ausgestorben. Andere, bereits als ausgestorben geglaubte Arten, wie etwa die Südinseltakahe (Porphyrio hochstetteri) wurden in entlegenen Gebieten ihres Verbreitungsraumes wiederentdeckt. Vor allem viele Inselbewohner unter ihnen sind durch die Einschleppung von Ratten, Katzen, Hunden und auch Schweinen stark gefährdet.
Die Bestände der meisten europäischen Arten sind zum Teil sehr stark rückläufig. Sie leiden vor allem unter anthropogenen Veränderungen ihrer Brutgebiete. Einige Arten werden auch bejagt. Die Bestände des Blässhuhns (Fulica atra) und des Teichhuhns (Gallinula chloropus) sind stabil oder nehmen sogar zu.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."