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Rövershagen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rövershagen
Rövershagen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rövershagen hervorgehoben
54.16666666666712.23333333333313
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Bad Doberan
Amt: Rostocker Heide
Höhe: 13 m ü. NN
Fläche: 20,55 km²
Einwohner:

2.468 (31. Dez. 2008)[1]

Bevölkerungsdichte: 120 Einwohner je km²
Postleitzahl: 18182
Vorwahlen: 038201, 038202
Kfz-Kennzeichen: DBR
Gemeindeschlüssel: 13 0 51 066
Adresse der Amtsverwaltung: Eichenallee 20
18182 Gelbensande
Webpräsenz: www.amt-rostocker-heide.de
Bürgermeisterin: Verena Schöne
Lage der Gemeinde Rövershagen im Landkreis Bad Doberan
Admannshagen-Bargeshagen Alt Bukow Am Salzhaff Bad Doberan Bartenshagen-Parkentin Bastorf Bastorf Benitz Bentwisch Biendorf Blankenhagen Börgerende-Rethwisch Bröbberow Broderstorf Cammin Carinerland Dummerstorf Elmenhorst/Lichtenhagen Gelbensande Gnewitz Graal-Müritz Grammow Hohenfelde Kassow Kirch Mulsow Klein Kussewitz Kritzmow Kröpelin Kühlungsborn Lambrechtshagen Mandelshagen Mönchhagen Neubukow Nienhagen Nustrow Papendorf (Warnow) Pölchow Poppendorf Reddelich Rerik Retschow Roggentin Rövershagen Rukieten Sanitz Satow Schwaan Selpin Stäbelow Steffenshagen Steinfeld Stubbendorf (bei Tessin) Tessin Thelkow Thulendorf Vorbeck Wiendorf Wittenbeck Zarnewanz Ziesendorf Mecklenburg-VorpommernKarte
Über dieses Bild

Rövershagen ist eine Gemeinde im Landkreis Bad Doberan in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Rostocker Heide mit Sitz in der Gemeinde Gelbensande verwaltet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

15 Kilometer von der Innenstadt Rostocks entfernt, liegt Rövershagen am Südrand der Rostocker Heide, die die Gemeinde von der Ostsee trennt.

Zu Rövershagen gehören die Ortsteile Behnkenhagen, Niederhagen, Oberhagen, Purkshof und Schwarzenpfost.

[Bearbeiten] Geschichte

Die Stadt Rostock erwarb den Grund und Boden der Rostocker Heide und somit des späteren Rövershagen am 25. März 1252 von Fürst Borwin für einen Betrag von 450 Mark.[2] Es wird angenommen, dass die über eine Quadratmeile große Waldfläche noch urbar gemacht werden musste.[3] Bald nach der Rodung des späteren Hagendorfes Purkshagen im Jahre 1267 „nahm aber die Waldrodung unter der Initiative der beiden Rövers, Arnold und Eberhard, von denen der letztere Ratsherr in Rostock war, einen kräftigen Aufschwung“.[4] Rövershagen und seine Kirche wurden erstmals in einer Urkunde aus dem Jahre 1305 als „iuxta ecclesiam nouam in Rouershagen" [5] erwähnt. Diese Urkunde nennt auch zwei Krughäuser an der Landstraße nach Ribnitz und neben der Kirche, so dass es sich bereits um eine größere Ansiedlung gehandelt haben muss.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1925 511
1945 1.104
1986 1.522
1990 1.489
1995 2.045
2000 2.378
2001 2.410
2002 2.450
2003 2.467
2004 2.493
2005 2.474
2006 2.425
2007 2.427

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Wappen

Das Wappen wurde am 6. Januar 1998 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 147 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „Geteilt von Blau und Gold; oben ein schreitender, rot gezungter goldener Greif; unten ein grüner Eibenzweig mit fünf roten Früchten, beiderseits begleitet von einer nach innen gewendeten grünen Rodehacke.“

Das Wappen wurde von dem Freudenberger Manfred Gerth gestaltet.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten und Kultur

Dorfkirche
Holländerwindmühle Rövershagen

[Bearbeiten] Dorfkirche

Siehe Hauptartikel Dorfkirche Rövershagen.

Die Dorfkirche in der Mitte des Dorfes ist ein gotisches Gebäude aus dem 14. Jahrhundert mit einem um 1900 errichteten Turm.

[Bearbeiten] Geschichtsdenkmal

Seit 1964 erinnert ein Gedenkstein an acht Häftlinge, die bei der Evakuierung des Außenlagers Schwarzenpfost ermordet wurden. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges 1944 errichteten die Heinkel-Flugzeugwerke im Ortsteil Schwarzenpfost ein Zweigwerk für Flugzeugteile, das von KZ-Häftlingen und Zwangsarbeitern aufgebaut wurde. Im Ortsteil Oberhagen entstand ein Außenlager (von der Bevölkerung "Steinheide" genannt) des KZ Ravensbrück für 300 Frauen, die von SS-Mannschaften hinter elektrisch geladenem Stacheldraht bewacht wurden. Es wird außerdem von zwei weiteren Lagerstandorten berichtet. Es gab in Rövershagen auch ein Lager für Kriegsgefangene aus Frankreich und der Sowjetunion, die in der Harzerei Zwangsarbeit verrichten mussten.

[Bearbeiten] Holländerwindmühle

Der im Jahr 1881 errichtete Erdholländer im Westen des Ortes ist heute in privatem Besitz. Sie wurde bis 1963 mit Wind betrieben. Der einwandfreie technische Zustand wird unter hohem Aufwand erhalten.

[Bearbeiten] Karl's Erlebnis-Dorf

1993 eröffnete im Ortsteil Purkshof in der Nähe der B 105 Karl's Erdbeerhof. Der Komplex wurde seitdem zu einem Bauernmarkt und zu einem großen Erlebnisdorf ausgebaut. Die Firma Karl's mit Hauptsitz in Rövershagen betreibt in der Erdbeersaison eine Reihe von Verkaufsständen vor allem in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Berlin und weitere Erlebnishöfe in Warnemünde und in Warnsdorf bei Lübeck. Derzeit befindet sich im Erlebnisdorf eine Sammlung von 13.267 Kaffeekannen.

[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen

Im Ortsteil Behnkenhagen fand in den Jahren von 1999 bis 2008 das Force Attack, das größte Punkfestival Deutschlands, statt.

[Bearbeiten] Verkehrsanbindung

Rövershagen liegt an der eingleisigen Hauptstrecke von Rostock nach Stralsund. In Rövershagen zweigt eine Stichstrecke nach Graal-Müritz (siehe Mecklenburgische Bäderbahn). Die Bundesstraße 105, an der Rövershagen liegt, führt von Rostock nach Stralsund.

[Bearbeiten] öffentliche Einrichtungen

- "Regionale Schule und Gymnasium an der Rostocker Heide" - Kindergarten - Altenheim


[Bearbeiten] Quellen

  1. Mecklenburg-Vorpommern Statistisches Amt - Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2008 (PDF; 522 KB) (Hilfe dazu)
  2. 1252. März 25. MUB II Nr. 686, S. 14, 15
  3. Friedrich Schlie, Die Kunst- und Geschichts-Denkmäler des Großherzogthums Mecklenburg-Strelitz, I. Band, Schwerin 1896, S. 315 „Das Kirchdorf Rövershagen“
  4. Karl Schmaltz, Die Begründung und Entwicklung der kirchlichen Organisation Mecklenburgs im Mittelalter, in Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte 72. Jahrgang (1907), S. 85, 267
  5. 1305. März 17., Rostock, Meklenburgisches Urkundenbuch, V. Band 1301-1312, Schwerin 1869, Nr. 2991 S. 205 = "in der Nähe der neuen Kirche in Rövershagen"

[Bearbeiten] Literatur

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