| Flagge | Wappen |
|---|---|
| Lage in Preußen | |
| Bestehen | 1815–1944 und 1945 |
| Provinzhauptstadt | Magdeburg (Sitz des Oberpräsidenten) |
| Fläche | 25.529 km² |
| Einwohner | 3.622.546 |
| Bevölkerungsdichte | 141,9 E./km² |
| Kfz-Kennzeichen | I M |
| Entstanden aus | Herzogtum Magdeburg, Altmark, sowie Teile von Sachsen, Kgr. Westfalen |
| Aufgegangen in | Halle-Merseburg, Magdeburg, Thüringen |
| Heute Teil von | Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen, Brandenburg |
| Karte | |
Die Provinz Sachsen war eine preußische Provinz, zwischen dem ehemaligen Königreich Hannover, der ehemaligen preußischen Provinz Brandenburg und dem ehemaligen Königreich Sachsen gelegen. Sie umschloss das aus mehreren sehr kleinen Enklaven bestehende Anhalt. Provinzhauptstadt war Magdeburg. Heute entspricht das Land Sachsen-Anhalt (ohne Dessau) und der Norden Thüringens (mit Erfurt) in weiten Teilen der historischen Provinz Sachsen. Die Provinz Sachsen wurde 1815 nach dem für Napoleon verlorengegangenen Krieg aus Gebieten des preußischen Herzogtums Magdeburg, der preußischen Altmark und aus Gebieten des ehemaligen Königreichs Westfalen sowie ehemals sächsischer Territorien gebildet und war vor allem ein Zentrum der Landwirtschaft (Zuckerrüben in der Magdeburger Börde), aber später auch der Chemieindustrie.
Das Herzogtum Magdeburg geht auf das ehemals souveräne Erzstift Magdeburg zurück, dem weltlichen Besitz des Erzbischofs von Magdeburg, das laut den Bestimmungen des Westfälischen Friedens von 1648 nach dem Tod des letzten Administrators, Herzog August von Sachsen-Weißenfels, im Jahre 1680 säkularisiert und unter brandenburgische Oberhoheit gestellt wurde.
1944 wurde die Provinz Sachsen aufgeteilt in die Provinzen Magdeburg und Halle-Merseburg, während der Regierungsbezirk Erfurt der Verwaltung des Reichsstatthalters in Thüringen unterstellt wurde. 1945 wurde die Provinz Sachsen aus den ehemaligen Provinzen Magdeburg und Halle-Merseburg und dem Land Anhalt wiedergegründet. Nach einer kurzen Episode unter der Bezeichnung „Provinz Sachsen-Anhalt“ wurde aus dem Gebiet das Land Sachsen-Anhalt.
Inhaltsverzeichnis |
25.529 km²; 3.622.546 Einwohner (Mai 1939)
Die Provinz Sachsen wurde 1815 gebildet und erhielt den Rang eines Herzogtums. Sie umfasste im Wesentlichen die bereits vor 1800 zu Preußen gehörigen Gebietsteile Magdeburg und Halberstadt, die 1802 an Preußen gelangte ehemalige Reichsstädte Mühlhausen und Nordhausen sowie Erfurt (zuvor als Fürstentum Erfurt direkt dem französischen Kaiser unterstellt) und darüber hinaus die vom Königreich Sachsen an Preußen abgetretenen Gebiete Wittenberg, Merseburg, Naumburg, Mansfeld, Querfurt und Henneberg mit deren Umland (Aufzählung nicht abschließend). Andere ebenfalls an Preußen abgetretene Gebiete Sachsens (wie z.B. die Oberlausitz) wurden den Provinzen Schlesien bzw. Brandenburg zugeordnet. In die neue Provinz Sachsen wurde auch die Altmark (bisher bei Brandenburg) eingegliedert. 1932 erhielt sie noch die einst hannoverschen Gebiete um Ilfeld und Elbingerode.
Die Provinz Sachsen bestand im Wesentlichen aus zwei durch das Herzogtum Anhalt räumlich getrennten Teilen und hatte mehrere Exklaven. Verwaltungsmäßig war sie in die Regierungsbezirke Magdeburg, Merseburg und Erfurt gegliedert. Am 1. Juli 1944 wurde der hessen-nassauische Kreis Herrschaft Schmalkalden dem Regierungsbezirk Erfurt eingegliedert und dieser dem Reichsstatthalter in Thüringen unterstellt sowie die restliche Provinz Sachsen in die beiden Provinzen Magdeburg und Halle-Merseburg aufgeteilt. Diese Trennung existierte jedoch nicht lange, denn nach dem 2. Weltkrieg wurden beide Provinzen unter Einbeziehung des Landes Anhalt sowie Teilen des Landes Braunschweig zum Land Sachsen-Anhalt vereinigt, das 1949 Bestandteil der DDR, jedoch bereits 1952 wieder aufgelöst wurde.
Nach der Wiedervereinigung 1990 wurde das Land Sachsen-Anhalt mit leicht veränderten Grenzen wieder errichtet, siehe Sachsen-Anhalt.
Pestalozziverein der Provinz Sachsen (Herausgeber): Die Provinz Sachsen in Wort und Bild, Berlin W 9, 1900, Verlag von Julius Klinkhardt; ((Reprint: Naumburger Verlagsanstalt 1990) ISBN 3-86156-007-0
Im 19. Jh. aufgelöst: Netzedistrikt | Südpreußen | Neuostpreußen | Neuschlesien | Niederrhein | Jülich-Kleve-Berg | Preußen
1772/1822 bis ins 20. Jh.: Ostpreußen | Westpreußen | Brandenburg | Pommern | Posen | Sachsen | Schlesien | Westfalen | Rheinland
1850/68 bis ins 20. Jh.: Hohenzollernsche Lande | Schleswig-Holstein | Hannover | Hessen-Nassau
Im 20. Jh. gebildet: Niederschlesien | Oberschlesien | Groß-Berlin | Posen-Westpreußen | Halle-Merseburg | Kurhessen | Magdeburg | Nassau
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."