| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Uckermark | |
| Höhe: | 30 m ü. NN | |
| Fläche: | 142,18 km² | |
| Einwohner: | 20.461 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 144 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 17291 | |
| Vorwahl: | 03984 | |
| Kfz-Kennzeichen: | UM | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 73 452 | |
| Stadtgliederung: | 24 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Am Steintor 4 17291 Prenzlau |
|
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Hans-Peter Moser (Die Linke) | |
| Lage der Kreisstadt Prenzlau im Landkreis Uckermark | ||
![]() |
||
Prenzlau, bis in die 1880er Jahre Prenzlow, ist die Kreisstadt und der Verwaltungssitz des Landkreises Uckermark im Land Brandenburg (Deutschland).
Inhaltsverzeichnis |
Die etwa 100 km nördlich von Berlin und 50 km westlich von Stettin (Polen) gelegene Stadt ist der historische Mittelpunkt der Uckermark. In Prenzlau verlässt der Fluss Ucker den Unteruckersee (größter der zahlreichen Uckermärkischen Seen) auf dem Weg nach Norden zum Stettiner Haff.
Zur Stadt Prenzlau gehören laut der Hauptsatzung folgende Ortsteile:
sowie die bewohnten Gemeindeteile:
Die ehemals selbstständigen Gemeinden Dedelow, Klinkow, Güstow, Schönwerder, Dauer und Blindow gehören seit dem 1. November 2001 zur Stadt Prenzlau. Durch diese Fusion im Rahmen der Gemeindegebietsreform stieg die Einwohnerzahl der Stadt auf rund 22.000 (Haupt- und Nebenwohnsitze) an.
Archäologische Funde belegen, dass das heutige Stadtgebiet seit der jüngeren Steinzeit besiedelt wurde. Nachdem bereits ab dem 7. Jahrhundert verstärkte Siedlungstätigkeiten durch slawische Stämme zu beobachten waren, entwickelte sich das Gebiet im 10. bis 12. Jahrhundert zu einem zentralen Siedlungs- und Burgkomplex.
Gegen Ende des 12. Jahrhunderts kamen im Zuge der feudalen Ostexpansion zahlreiche niederdeutsche Siedler in das Gebiet und legten eigenständige Siedlungen an. Die Kirchen der Stadt zeigen heute noch, wo sich einst die Zentren der einzelnen Siedlungen befunden haben.
Erstmalig 1187 urkundlich erwähnt, verlieh der Pommernherzog Barnim I. im Jahre 1234 Prenzlau das Stadtrecht. Doch schon 1250 musste Pommern im Vertrag von Landin weitere Teile der Uckermark, unter ihnen auch Prenzlau, den brandenburgischen Grafen überlassen.
Ständig wechselnde landesherrliche Machtverhältnisse prägten das Geschehen in der Folgezeit. Erst 1426 fanden die Kämpfe und Auseinandersetzungen eine Ende, als Prenzlau endgültig unter die Herrschaft Brandenburgs geriet. Dennoch erlebte Prenzlau im 13./14. Jahrhundert seine Blütezeit und entwickelte sich zum bedeutendsten Ort der Uckermark.
Sehr zu leiden hatte Prenzlau unter dem Dreißigjährigen Krieg und dessen Folgen. Die gesamte Region wurde stark entvölkert und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit befand sich an einem Tiefpunkt. Erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts stieg die Anzahl der Einwohner durch den Zuzug von Hugenotten wieder. Diesen gelang es durch Einführung neuer Produktionsmethoden viele Gewerbezweige neu zu beleben. Weitere Maßnahmen, wie intensive Stadtbebauung und die Ausweitung der Postwege, sowie ein generelles Erstarken des Handwerks führten zu einer wirtschaftlichen Erholung in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
Einen erneuten Rückschlag erlitt die Stadt jedoch durch den Siebenjährigen Krieg. Prenzlau war bereits im 17. Jahrhundert zur Garnisonsstadt erklärt worden und militärische Bauten prägten das Stadtbild immer stärker. Von 1806 bis 1812 hatte Prenzlau unter französischer Besetzung und hohen Kontributionslasten zu leiden.
Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts wanderten einige Prenzlauer nach Australien aus und gründeten dort ein neues Prenzlau (Queensland). Noch heute existiert dieser Ort ca. 100 km westlich von Brisbane.
In der Zeit des Nationalsozialismus wurde die 1832 errichtete Synagoge der großen Jüdischen Gemeinde während der Novemberpogroms 1938 geschändet und zerstört wie auch die beiden Jüdischen Friedhöfe am Wasserturm im heutigen Stadtpark, deren zerschlagene Grabsteine als Straßenpflaster verwendet wurden. Der Neue Jüdische Friedhof an der Puschkinstraße 60 wurde nach 1945 wieder hergerichtet. Gegen Ende des Krieges waren in der Berliner Straße zahlreiche Zwangsarbeiter untergebracht, die in rüstungswichtigen Betrieben arbeiten mussten. Im Zweiten Weltkrieg hatte Prenzlau ca. 600 Todesopfer zu beklagen. Schätzungsweise 85 % der Bausubstanz wurden zerstört. Mit dem Wiederaufbau wurde im Jahre 1952 begonnen. Wegen Wohnungsknappheit und geringer Wirtschaftskraft in den Nachkriegsjahren wurden hauptsächlich Plattenbauten errichtet.
Zunächst stand die Agrarindustrie im Mittelpunkt der Wirtschaft. Betriebe wie die Zuckerfabrik, der Milchhof, eine Getreidemühle und eine Brauerei waren wichtige Arbeitgeber. Durch die Gründung des Armaturenwerks Prenzlau (AWP) 1967 wurden mehr als 1000 neue Arbeitsplätze geschaffen und der Betrieb wurde zum größten Arbeitgeber der Stadt.
Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung kam es zu umfassenden Umbrüchen in allen Bereichen. Das Stadtbild wurde durch Sanierung zahlreicher Gebäude und Straßen verändert. Einstige Kasernen wurden zu Verwaltungs- oder Schulgebäuden umfunktioniert. Viele Betriebe mussten schließen, andere reduzieren ihren Personalbestand erheblich.
(jeweils zum 31. Dezember)
Blasonierung: „Von Silber und Rot geteilt, oben ein gold-bewehrter roter Adler mit einem über den Kopf gestülpten goldenen Spangenhelm, darauf ein roter Flug, unten ein auf blauen Wellen schwimmender silberner Schwan.“
Prenzlau pflegt sowohl national als auch international zahlreiche Städtepartnerschaften. Dazu zählen:
Mit rund 1410 Metern existiert heute noch knapp die Hälfte der Prenzlauer Stadtmauer. Die mittelalterliche Wehranlage wurde durch die Stadt umfangreich saniert. Es wurde ein 3,1 Kilometer langer Rundweg angelegt. Dort zu besichtigen sind:
Maschinenbau, Lebensmittelproduktion (u.a. Campina und Rosen Eiskrem-Werk), Futtermittelherstellung, Möbelindustrie (u.a. Prenzlauer Möbelwerke), Solarmanufaktur (Aleo Solar AG)
Der 1863 in Betrieb genommene Bahnhof Prenzlau liegt an der Fernbahnstrecke Berlin–Stralsund. Darüber hinaus wurden bis in die 1990er Jahre Verbindungen in Richtung Templin (Bahnstrecke Löwenberg–Prenzlau), Strasburg (Uckermark) und den Ortsteil Dedelow (Prenzlauer Kreisbahnen) angeboten. Täglich halten in Prenzlau Züge des Regional- und Fernverkehrs. Der Bahnhof Prenzlau wurde am 9. Dezember 2007 an das Eurocitynetz angeschlossen. Die Hauptstädte Prag und Wien der europäischen Nachbarländer sind somit über eine direkte Bahnverbindung erreichbar. Die Bundesautobahnen 11 und 20 verlaufen in der Nähe der Stadt, die Bundesstraßen 109 und 198 kreuzen sich hier. Durch Prenzlau führt der Radfernweg Berlin-Usedom. Im Ortsteil Dedelow verfügt Prenzlau über einen Flugplatz. Es handelt sich um einen Sonderlandeplatz mit festen Betriebszeiten.
Der nächste internationale Flughafen Stettin-Goleniów liegt 80 km nordöstlich von Prenzlau. Norwegen, Vereinigtes Königreich und Irland sind von dort als Direktverbindungen erreichbar.
Angermünde | Berkholz-Meyenburg | Boitzenburger Land | Brüssow | Carmzow-Wallmow | Casekow | Flieth-Stegelitz | Gartz (Oder) | Gerswalde | Göritz | Gramzow | Grünow | Hohenselchow-Groß Pinnow | Lychen | Mark Landin | Mescherin | Milmersdorf | Mittenwalde | Nordwestuckermark | Oberuckersee | Passow | Pinnow | Prenzlau | Randowtal | Schenkenberg | Schöneberg | Schönfeld | Schwedt/Oder | Tantow | Temmen-Ringenwalde | Templin | Uckerfelde | Uckerland | Zichow
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."