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Postojna

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Postojna
Adelsberg
Wappen von Postojna
Postojna (Slowenien)
DEC
Basisdaten
Staat: Slowenien
Bezirk: Postojna
Historische Region: Innerkrain (Notranjska)
Statistische Region: Innerkrain-Karstgegend (Notranjsko-kraška)
Koordinaten: 45° 46′ N, 14° 13′ O45.77472222222214.217777777778554Koordinaten: 45° 46′ 29″ N, 14° 13′ 4″ O
Höhe: 554 m ü. A.
Einwohner: 8513 (2002)
Telefonvorwahl: (+386) 05
Postleitzahl: 6230
Kfz-Kennzeichen: PO
Struktur und Verwaltung
Webpräsenz:

Postojna (deutsch: Adelsberg, italienisch: Postumia) ist eine Stadt im Südwesten Sloweniens mit 8513 Einwohnern (2002).

Sie liegt ungefähr 50 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Ljubljana auf halbem Weg Richtung Küste.

Hügelkette von Postojna

Bekannt ist Postojna vor allem für seine 20 Kilometer langen Grotten Postojnska Jama (Adelsberger Grotte) und Predjamski Grad (Höhlenburg Lueg).

In engem Zusammenhang damit steht das Karstinstitut Postojna, eine Abteilung der Slowenischen Akademie der Wissenschaften. Untergebracht in einem historischen Gebäude am Marktplatz von Postojna, ist es wohl eines der wenigen und das bestausgestattete Institut, das allein der Karstforschung gewidmet ist. Die Publikation Acta Carsologica hat Weltrang.

Auch das Notranjski muzej Postojna steht mit dem Karst in Verbindung. Es handelt sich um eine Sammlung von historischen, archäologischen und geologischen Funden, zudem eine interessante Sammlung an historischen Büchern und Unterlagen. Das Museum ist derzeit nicht zu besichtigen, da die Räumlichkeiten fehlen. Räume stehen in Aussicht und es ist geplant das Museum 2006 oder 2007 wieder zu öffnen.

Aufgrund seiner Lage ist Postojna eine Zwischenstation auf dem Weg in die weiter südlich gelegenen Urlaubsgebiete. Es liegt direkt an der Autobahn A1 (mit eigener Ausfahrt) und der Eisenbahnstrecke Wien-Triest/Rijeka (alte Südbahn).

Durch seine Höhe ist das Klima etwas kühler als an der Küste.

In der Nähe von Postojna bei der Pivka Jama (Poikhöhle) gibt es einen großen Campingplatz.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Bis 1918 war die Stadt Teil des Herzogtums Krain (Österreich-Ungarn). Sie lag an der Verbindung Wien-Maribor-Ljubljana-Triest, die den einzigen Zugang der Donaumonarchie zum Meer darstellte.

Die Weltoffenheit und auch der Wohlstand des Vielvölkerstaats wirkten sich in besonderem Maße auf Postojna aus. Die Höhle, die schon lange bekannt war, wurde ab 1820 durch die Entdeckung neuer Teile schnell ein Anziehungspunkt für Touristen. Mit dem Bau der Eisenbahn von Wien nach Triest erhielt Postojna einen Bahnhof, der die Besucherzahlen vervielfachte. So ist die Stadt bereits seit fast 200 Jahren auf Tourismus ausgerichtet.

Nach dem ersten Weltkrieg wurde ein Teil Sloweniens italienisch, so dass Postojna zwischen 1918 und 1945 zu Italien gehörte. In dieser Zeit lag Postojna nahe an der Grenze zum Rest Sloweniens, eine Grenze, die lange eine Art „Front“ darstellte. Die italienische Armee baute in der Umgebung viele militärische Anlagen wie Bunker und Stollen und auch viele Höhlenteile wurden damals erschlossen bzw. durch Tunnel verbunden. Der Versuch, durch einen Stollen die Pivka Jama, einen Teil der Postojnska Jama mit der Plansinska Jama zu verbinden, scheiterte jedoch. Dieser Tunnel hätte die Grenze unterquert und man hätte die Höhle mehrere Kilometer jenseits der Grenze wieder verlassen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Slowenien Teil von Titos Jugoslawien.

Durch günstigen Wechselkurs und für ein kommunistisches Land recht harmlose Einreisebestimmungen wurde das Land ein interessantes Tourismusziel. Postojnska Jama erreichte in den 1980er Jahren Besucherzahlen von 1 Million pro Jahr.

Mit dem Zerfall Jugoslawiens 1989 kam es zu einer kurzen militärischen Episode, auf die jedoch sehr schnell die Abspaltung Sloweniens folgte. Obwohl das Land bereits 1990 eigenständig war und auch keine kriegerischen Handlungen stattgefunden hatten, brach der Tourismus ein. Dies war besonders für Postojna wirtschaftlich schwierig, da die Besucherzahlen dramatisch zurückgingen. Erst mit dem Ende des Krieges in Kroatien erreichten die Besucherzahlen wieder ihr vorheriges Niveau.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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