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Pommersche Evangelische Kirche :

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Pommersche Evangelische Kirche

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Karte
Karte der Pommerschen Evangelischen Kirche
Basisdaten
Fläche: 8.686 km²
Leitender Geistlicher: Bischof
Hans-Jürgen Abromeit
Mitgliedschaft: UEK, Lutherischer Weltbund
Kirchenkreise: 4
Kirchengemeinden: 240
Gemeindeglieder: 103.231 (31. Dezember 2006)[1]
Anteil an der
Gesamtbevölkerung:
20,`0 %
Anschrift: Evang. Konsistorium
Bahnhofstraße 35/36
17489 Greifswald
Offizielle Website: http://www.kirche-mv.de/pommern.html

Die Pommersche Evangelische Kirche (PEK) ist eine von 23 Gliedkirchen (Landeskirchen) der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Wie alle Landeskirchen ist sie eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Sitz in Greifswald. Die Kirche hat 103.231 Gemeindeglieder in 240 Kirchengemeinden.

Die Pommersche Evangelische Kirche ist eine der lutherischen Landeskirchen innerhalb der EKD (Präambel der Kirchenordnung). Sie gehört zur Union Evangelischer Kirchen (UEK), die 2003 aus der Evangelischen Kirche der Union (EKU) hervorgegangen ist. Außerdem ist die PEK Mitgliedskirche der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa und des Lutherischen Weltbundes.

Haupt- bzw. Bischofskirche der Pommerschen Evangelischen Kirche ist der Greifswalder Dom St. Nikolai.

Die Landeskirche unterhält zusammen mit der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs eine Evangelische Akademie in Rostock. Eine Fusion beider Landeskirchen sowie der Nordelbischen Kirche zu einer vereinigten Nordkirche im Ostseeraum befindet sich im Prozess der Diskussion und Vorbereitung.[2]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Gebiet der Landeskirche

Das Gebiet der „Pommerschen Evangelischen Kirche“ umfasst den westlich der Oder gelegenen Teil der ehemals preußischen Provinz Pommern (Vorpommern), der heute den östlichen Teil des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern bildet.

[Bearbeiten] Geschichte

Die Geschichte der Landeskirche ist vor allem auch mit der Geschichte des Königreichs Preußen verbunden.

Die Reformation in Pommern wurde nach 1534 durch Johannes Bugenhagen mit Billigung der Herzöge eingeführt. 1535 veröffentlicht Bugenhagen eine neue Kirchenordnung für das Land. Dies gilt als Geburtsstunde der Pommerschen Landeskirche. Nach dem Wiener Kongress 1815 bildete der Staat Preußen seine Provinzen und so entstand die Provinz Pommern und mit ihr eine eigene Kirchenverwaltungsbehörde, das Konsistorium, in Stettin.

Oberhaupt der Kirche war der jeweilige König von Preußen als „summus episcopus“. 1817 verfügte dieser eine Union der lutherischen und reformierten Gemeinden. Somit entstand innerhalb des Staates Preußen eine einheitliche Kirche, die „Evangelische Kirche in Preußen“, die in den folgenden Jahrzehnten mehrmals ihren Namen änderte. Diese Kirche umfasste folgende acht Provinzen: Ost- und Westpreußen, Brandenburg, Pommern, Posen, Sachsen, Schlesien, Rheinprovinz und Westfalen. In jeder Provinz bestand ein Provinzialkonsistorium (manchmal auch zwei), das für die Verwaltung der Kirche innerhalb der Provinz zuständig war.

1850 wurde in Berlin als oberste Kirchenbehörde für den Staat Preußen ein „Oberkonsistorium“ errichtet. 1866 annektierte Preußen mehrere Gebiete. Die hinzugewonnenen Provinzen behielten jedoch ihre eigenen Kirchenverwaltungen und wurden nicht dem Oberkonsistorium in Berlin unterstellt. Nach 1870 nannte sich die Kirche „Evangelische Landeskirche der älteren Provinzen Preußens“.

Nach dem Ersten Weltkrieg musste der König von Preußen abdanken (Wegfall des Landesherrlichen Kirchenregiments). Die preußische Landeskirche und deren Provinzialkirchen gründeten daher 1922 die „Evangelische Kirche der Altpreußischen Union“, welche durch Abtrennung der Provinz Posen entsprechend verkleinert worden war. Die Kirche wurde von mehreren Generalsuperintendenten und dem Präsidenten des Oberkonsistoriums in Berlin verwaltet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Oder-Neiße-Linie die Ostgrenze Deutschlands. Dies bedeutete die Abtrennung der Provinz Ostpreußen (heute als Oblast Kaliningrad zu Russland gehörend) sowie die Verkleinerung der Provinzen Brandenburg, Pommern und Schlesien, deren östliche Teile heute zu Polen gehören.

Die östlich der Oder gelegenen evangelischen Gemeinden Pommerns wurden größtenteils im Zuge der Vertreibungen nach dem 2. Weltkrieg aufgelöst. Der Anteil der evangelischen Kirchenmitglieder an der Gesamtbevölkerung ging in Pommern östlich der Oder binnen weniger Jahre von mehr als 90 % auf unter 5 % zurück. Soweit Gemeinden in Einzelfällen fortbestanden, wurden sie in die Evangelische Kirche Augsburger Konfession in Polen eingegliedert. Das Provinz-Konsistorium wurde von Stettin nach Greifswald verlegt und 1947 wurde die ehemalige Provinzialkirche Pommerns eine selbständige Landeskirche mit einem Bischof an der Spitze, die der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) beitrat. Die Kirche gab sich am 2. Juni 1950 eine Kirchenordnung. 1954 gründete sie zusammen mit den fünf anderen ehemaligen Provinzialkirchen Altpreußens als Nachfolgeeinrichtung der „Evangelischen Kirche der altpreußischen Union“ von 1922 die „Evangelische Kirche der Union“ als eigenständige Kirche, die ebenfalls der EKD beitrat.

1968 musste die Kirche ihren Namen in „Evangelische Kirche in Greifswald“ ändern, weil die damalige Regierung der DDR in dem Namen „Pommern“ einen zu sehr an die Vergangenheit erinnernden Begriff sah. Nach der Deutschen Wiedervereinigung 1990 erhielt die Landeskirche wieder ihren alten Namen.

[Bearbeiten] Leitung der Landeskirche

An der Spitze der Pommerschen Evangelischen Kirche steht der Bischof (bis 1947 die „Generalsuperintendenten“), der geistliche Leiter der Kirche. Er wird von der Landessynode gewählt und ist Vorsitzender der ebenfalls von der Synode gewählten Kirchenleitung.

[Bearbeiten] Generalsuperintendenten und Bischöfe

Geistliche Leiter der Evangelischen Kirche in Preußen waren Generalsuperintendenten, von denen es in ganz Preußen insgesamt zwölf gab. Das Amt wurde kurz nach der Reformation eingeführt, später wieder aufgelöst und dann erst 1830 erneut eingeführt. Sie hatten nach Wegfall des landesherrlichen Kirchenregiments 1918 die Kirchenleitung der Provinzialkirche inne.

In der Pommerschen Provinzialkirche gab es zunächst einen, seit den 1920er Jahren zwei Generalsuperintendenten. Seit 1947 leitet ein Bischof die Kirche.

In der Reformationszeit gab es anfangs mehrere (General-) Superintendenturen, die dann in der hinterpommerschen Generalsuperintendentur zusammenliefen. (Siehe auch: Liste der Generalsuperintendenten und Bischöfe Pommerns)

Bischöfe seit 1947:

[Bearbeiten] Landessynode

Als „Parlament“ hat die Landeskirche eine Landessynode (bis 1948 „Altpreußische Generalsynode“). Deren Mitglieder, die Synodale, werden auf sechs Jahre von den Kirchenkreisen gewählt. Die Aufgabe der Synode ist ähnlich wie die von politischen Parlamenten. Den Vorsitz der Synode führt der bzw. die Präses.

[Bearbeiten] Synodal-Präsides

[Bearbeiten] Verwaltung der Landeskirche

[Bearbeiten] Konsistorium und Verwaltungshierarchie

Das Konsistorium in Greifswald

Das Konsistorium in Greifswald führt die laufenden Geschäfte, es ist für die Verwaltungsangelegenheiten zuständig und führt im Auftrag der Kirchenleitung die Dienstaufsicht über die Gemeinden, Kirchenkreise und kirchlichen Amtsträger. Leiter des Konsistoriums ist der Konsistorialpräsident (1990–2004: Hans-Martin Harder, seit 2004: Peter von Loeper).

Der Bischof ist Vorsitzender der Kirchenleitung („Regierung“ der Kirche). Zu dieser gehören neben dem Bischof, die Pröpste, der bzw. die Präses der Synode, acht weitere von der Synode gewählte Mitglieder, der Präsident des Konsistoriums und ein Dezernent des Konsistoriums.

In der Verwaltungshierarchie ist die Landeskirche von unten nach oben wie folgt aufgebaut:

An der Basis stehen die Kirchengemeinden als Körperschaften des öffentlichen Rechts mit gewählten Kirchenvorständen, dem „Gemeindekirchenrat“. Die Mitglieder dieses Gremiums heißen „Älteste“.

Mehrere Kirchengemeinden bilden zusammen einen Kirchenkreis (in der allgemeinen Verwaltung einem Landkreis vergleichbar), an dessen Spitze ein Superintendent steht. Die Kirchenkreise sind ebenfalls Körperschaften des öffentlichen Rechts und haben als Gremium die Kreissynode, deren Mitglieder von den jeweiligen Gemeindekirchenräten bestellt werden und einen Kreiskirchenrat.

Die Kirchenkreise bilden zusammen die Landeskirche (in der allgemeinen Verwaltung dem Bundesland vergleichbar). Eine mittlere Ebene (in der allgemeinen Verwaltung einem Regierungsbezirk vergleichbar) gibt es in der Pommerschen Evangelischen Kirche nicht.

[Bearbeiten] Die Kirchenkreise

Bis 1945 war die Pommersche Provinzialkirche in 52 Kirchenkreise unterteilt, die seit Anfang des 20. Jahrhunderts zwei Sprengeln zugeordnet waren. An der Spitze des Kirchenkreises stand ein Superintendent, den Sprengel leitete der Generalsuperintendent:

Altentreptow, Anklam, Barth, Bergen, Demmin, Franzburg, Gartz a.d.Oder, Garz (Rügen), Gollnow, Greifenhagen, Greifswald-Land (Sitz: Weitenhagen), Greifswald-Stadt, Grimmen, Kolbatz (Sitz: Neumark/Pommern), Loitz, Pasewalk, Penkun, Pyritz, Stralsund, Ueckermünde, Usedom, Werben, Wolgast, Wollin

Belgard, Bublitz, Bütow, Cammin, Daber, Dramburg, Freienwalde, Greifenberg, Jakobshagen, Köslin, Kolberg, Labes, Lauenburg, Naugard, Neustettin, Ratzebuhr, Regenwalde, Rügenwalde, Rummelsburg, Schivelbein, Schlawe, Stargard, Stettin-Land (Sitz: Podejuch), Stettin-Stadt, Stolp-Altstadt, Stolp-Stadt, Tempelburg, Treptow a. Rega

Alle Kirchenkreis des Sprengels Ost sowie die Kirchenkreise Gartz a.d. Oder, Gollnow, Greifenhagen, Kolbatz, Pyritz, Werben und Wollin des Sprengels West lagen nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Staatsgebiet von Polen.

Der verbliebene Teil der Pommerschen Evangelischen Kirche umfasste insgesamt 18, später 15 Kirchenkreise:

Im Zuge einer Strukturveränderung wurde 1997 die Zahl der Kirchenkreise auf vier Superintendenturen mit je einem Verwaltungsamt reduziert:

Die Verwaltungsämter wurden 2006 mit dem Konsistorium zusammengelegt.

[Bearbeiten] Kirchengemeinden

Die vier Kirchenkreise sind in 295 Kirchengemeinden unterteilt.

[Bearbeiten] sonstige Einrichtungen

[Bearbeiten] Gesangbücher

Die Gemeinden der Pommerschen Evangelischen Kirche singen bzw. sangen in den letzten Jahrzeiten vor allem aus folgenden Gesangbüchern:

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Quellen

  1. Quelle: http://www.kirche-mv.de/Statistik.2471.0.html
  2. epd: „Nordkirche“: Nordelbische Synode für Fusionsverhandlungen

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