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| Pigeonit | |
| Bild eventuell bei Commons | |
| Chemische Struktur | (Mg,Fe2+,Ca)(Mg,Fe2+)Si2O6 |
| Mineralklasse | Kettensilikate und Bandsilikate 9.DA.10 (8. Auflage: VIII/F.01-040) (nach Strunz) 65.1.1.4 (nach Dana) |
| Kristallsystem | monoklin |
| Kristallklasse | 2/m |
| Farbe | braun, grünlich braun, hellpurpurfarben braun, schwarz |
| Strichfarbe | grauweiß |
| Mohshärte | 6 |
| Dichte (g/cm³) | 3,3-3,46 |
| Glanz | glasartig |
| Transparenz | durchscheinend |
| Bruch | uneben |
| Spaltbarkeit | gut entlang {110} und (110} |
| Habitus | |
| Häufige Kristallflächen | |
| Zwillingsbildung | häufig |
| Kristalloptik | |
| Brechzahl | nα=1,683-1,722, nβ=1,684-1,722, nγ=1,704-1,752 |
Pigeonit ist ein seltenes Mineral aus der Mineralklasse der Silikate und Germanate, genauer der Ketten- und Bandsilikate mit zwei periodischen Ketten. Es zählt zur Pyroxengruppe.
Es kristallisiert im monoklinen Kristallsystem mit der chemischen Formel (Mg,Fe2+,Ca)(Mg,Fe2+)Si2O6 und bildet prismatische, bis zu 1 cm große, durchscheinende Kristalle von grau-brauner, grünlicher oder schwarzer Farbe.
Inhaltsverzeichnis |
Das Mineral wurde im Jahr 1900 von Wichell in der Typlokalität Pigeon Point im US-Bundesstaat Montana gefunden. Es ist nach dieser auch benannt.
Pigeonit bildet sich in hocherhitzen mafischen Gesteinen wie Basalt, die schnell abgekühlt werden. Gleichzeitig darf für die Bildung nur geringe Mengen Calcium anwesend sein, da sonst das ähnliche Mineral Augit entsteht.[1] Typischerweise ist dies in manchen Vulkanen der Fall. Neben diesen findet man es auch in Meteoriten, die auf die Erde gestürzt sind.
Ein Beispiel für einen Meteoriten, in dem das Mineral gefunden wurde ist der Cassigny-Meteorit, der 1815 in Frankreich gefunden wurde. In Deutschland findet man Pigeonit unter anderem im Harz und der Eifel. Weitere Funde wurden unter anderem in den Vereinigten Staaten, Australien, Nordafrika, dem Bushveld-Komplex in Südafrika und auf dem Mond gemacht. Ein typisches Beispiel für einen Vulkan, bei dessen Ausbrüchen Pigeonit entsteht, ist der Soufrière Hills auf der Karibikinsel Montserrat.
Pigeonit kristallisiert im monoklinen Kristallsystem in der Raumgruppe P21 / c, den Gitterparametern a = 9,71 Å, b = 8,95 Å, c = 5,25 Å und β = 8,95 108,6° sowie vier Formeleinheiten pro Elementarzelle.
Oberhalb von 950 °C geht die Struktur durch einen Phasenübergang in eine ebenfalls monokline Struktur mit der Raumgruppe C2 / c über.[2]