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Pietro Torri (* um 1650 in Peschiera del Garda; † 6. Juli 1737 in München) war ein italienischer Komponist.
Von 1684 bis 1688 diente er als Organist dem Markgrafen von Bayreuth, um danach in den Diensten des Kurfürsten Max Emanuel von Bayern Anstellung zu finden. Im Jahre 1670 folgt er seinem Dienstherren mit einem Teil des Hoforchesters in die spanischen Niederlande und lässt sich mit ihm in Brüssel nieder. Dieser machte sich Hoffnungen auf das spanische Erbe. Hier heiratete Torri die Tochter des Ballettmeisters François Rodier.
Im Laufe dieser Zeit verweilt er in Mons, Namur, Lille, Compiègne und Valenciennes, wo mehrere seiner Opern aufgeführt wurden.
1715 erfolgte seine Rückkehr nach München und er komponiert hier Gelegenheitskantaten und jährlich eine Oper. 1726 stirbt Max Emanuel, und Karl Albrecht folgt ihm auf dem Thron der Wittelsbacher. Aus diesem Anlass komponierte Torri als musikalische Huldigung an den neuen Herrscher die allegorische Kantate La Baviera. In diesem Werk wird bereits dem bayrischen Anspruch auf den Kaiserthron gehuldigt. Bei seinem Aufenthalt in München 1729 sang der berühmte Kastrat Farinelli einen Solopart in einer Oper Torris.
Erst nach dem Tode von Antonio Bernabei (1649–1732) erhielt er offiziell den Posten des bayrischen Hofkapellmeisters.
Neben rund 50 Opern komponierte Torri Serenaden, Oratorien, Psalmen, Torneos und Kantaten, das Oratorium Triomphe de la paix nach dem Frieden von Rastatt 1715 und ein Te Deum für Max Emanuel.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Torri, Pietro |
| KURZBESCHREIBUNG | italienischer Komponist des Barock |
| GEBURTSDATUM | um 1650 |
| GEBURTSORT | Fusignano bei Ravenna |
| STERBEDATUM | 6. Juli 1737 |
| STERBEORT | München |