Als Philippisten bezeichnet man eine Gruppe von Theologen, die sich aus internen protestantischen Lehrstreitigkeiten herausgebildet hat. Die Bezeichnung geht auf Philipp Melanchthon zurück, der nach dem Tode Martin Luthers 1546 die Führungsrolle im Protestantismus übernahm und deren Linie bestimmte.
1548 wurde zwischen dem Kaiser Karl V. und den protestantischen Ständen das Augsburger Interim, beziehungsweise die Leipziger Artikel geschlossen. Dies löste unter den evangelischen Theologen eine Disputation über sechs Streitpunkte aus. Den Adiaphoristischen Streit, den Majoristischen Streit, den Antinomistischen Streit, den Synergistischen Streit, den Osiandrischen Streit und einen zweiten Abendmahlsstreit.
Für die Philippisten lag der Schwerpunkt in der Frage, in welcher Art die kultischen Handlungen beim Gottesdienst praktiziert werden sollten. Dabei wurde von den Philippisten akzeptiert, dass im protestantischen Gottesdienst gewisse liturgische Besonderheiten der katholischen Kirche beibehalten werden sollten. Schärfste Disputationsgegner der Philippisten waren die Gnesiolutheraner. Die Philippisten wurden mit ihrer Verdrängung zu den Kryptocalvinisten gezählt.
Vertreter der Philippisten waren neben Melanchthon u.a. Georg Major, Andreas Osiander, Caspar Peucer und Alexander Alesius.
Jürgen Diestelmann: Usus und Actio. Das Heilige Abendmahl bei Luther und Melanchthon. Berlin: Pro Business 2007 ISBN 978-3-86805-032-5.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."