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Philipp de Monte

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Philipp de Monte

Philipp de Monte, auch Philippus de Monte, Filippo di Monte, Philippe de Mons (* 1521 zu Mechelen; † 4. Juli 1603 in Prag), war ein franco-flämischer Komponist des 16. Jahrhunderts.

[Bearbeiten] Leben und Werk

1521 im flämischen Mechelen geboren, hielt Philipp de Monte sich um 1540 in Neapel auf, wo er als 'praeceptor musicae', als Musiklehrer im Haus der Adelsfamilie Pinelli angestellt war. Etwa 1550 war Monte Sänger in der Kapelle der Kathedrale zu Cambrai, 1555 hielt er sich ebenfalls als Sänger im Chor Philipps II. in England auf, bevor er um 1560 nach Neapel zurückging, wohin genau ist allerdings ungewiss. Erst seit Montes Anstellung als Hofkapellmeister am Habsburger Hof im Sommer 1568 ist sein Lebensweg genauer dokumentiert. Er diente als 'maestro di cappella' zunächst unter Kaiser Maximilian II. in Wien und wurde nach dessen Tod 1576 von Rudolf II., nun in Prag, in dieser Position weiter beschäftigt. In den Jahren um 1580 entspann sich ein relativ langwieriger Konflikt um Montes Benefizium an der Kathedrale zu Cambrai, wo er sich eigentlich zur Ruhe setzen wollte, doch einerseits wollte ihn das Domkapitel zu Cambrai nicht als Kanonikus akzeptieren, und andererseits wollte Rudolf II. ihn aus bislang nicht geklärten Gründen auch nicht gehen lassen. Erst nach einer Entscheidung der Kongregation des Konzils von Trient (und damit von alleroberster Stelle, dem Vatikan) zu seinen Gunsten erhielt Monte die Erlaubnis nach Cambrai zu gehen, und Camillo Zanotti wurde als sein Nachfolger am Habsburger Hof ausgewählt. Unglücklicherweise starb Zanotti 1587 noch bevor er offiziell als neuer Hofkapellmeister installiert werden konnte und Monte blieb von nun an bis zu seinem Tod am 4. Juli 1603 als 'maestro di cappella' am Habsburger Hof.

Der Schwerpunkt seines kompositorischen Schaffens liegt bei Monte in der Motette und im Madrigal. Er komponierte weit über 1200 Madrigale, die in 36 Büchern in den angesehensten venezianischen Druckereien erschienen, darüber hinaus schrieb er etwa 40 Messen, 50 Chansons (zu Texten von Pierre de Ronsard), sowie gut und gerne 300 Motetten.

Mit Philipp de Monte, Giovanni Pierluigi da Palestrina und Giovanni und Andrea Gabrieli erreicht das Madrigal seine hohe klassische Zeit. Als Sammelpunkt aller modernistischen Bestrebungen und Tendenzen des 16. Jahrhunderts kommt dem Madrigal ähnliche Bedeutung zu wie im folgenden Jahrhundert der Oper. In seiner Kirchenmusik (Messen, Motetten) war Monte jedoch konservativer denn als Madrigalist.

[Bearbeiten] Literatur

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