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Philipp Ludwig (Pfalz-Neuburg)

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Herzog Philipp Ludwig von Pfalz-Neuburg

Philipp Ludwig, Pfalzgraf und Herzog von Pfalz-Neuburg (* 2. Oktober 1547 in Zweibrücken; † 22. August 1614 in Neuburg an der Donau) war ein deutscher Herzog. Seine Grabstätte befindet sich in der Kirche Sankt Martin in Lauingen/Donau.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Philipp Ludwig war der Sohn von Pfalzgraf Wolfgang von der Pfalz-Zweibrücken (1526-1569) und seiner Frau der Prinzessin Anna von Hessen (1529-1591).

Philipp Ludwig erhielt nach dem Tod seines Vaters 1569 das Fürstentum Pfalz-Neuburg, während sein Bruder Johann I. Pfalz-Zweibrücken bekam. Mit seiner Heirat mit Anna, der Tochter von Herzog Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg, begründete er seine Ansprüche auf die Erbfolge im Jülich-Klevischen Erbfolgestreit. Zutiefst bestürzt zeigte sich der protestantische Philipp Ludwig über die Konversion seines ältesten Sohnes Wolfgang Wilhelm zum Katholizismus. Vor dem Tode wollte er vermutlich noch den Nachfolger enterben und berief deswegen den Landtag für den 28. August 1614, der Herzog starb jedoch am 22. August. Die Trauerfeier für Philipp Ludwig fand am 19. September 1614 in Neuburg und das Begräbnis am 22. September 1614 in der Kirche St. Martin in Lauingen statt. Wolfgang Wilhelm nahm daran nicht teil.

Durch rasches und geschicktes Vorgehen gelang es Philipp Ludwig und dem Kurfürst Johann Sigismund von Brandenburg, sich gegen die Erbansprüche der anderen durchzusetzen. Zur offiziellen Übernahme von Jülich, Berg und Ravenstein durch Pfalz-Neuburg kam es jedoch erst 1614 durch Philipp Ludwigs Sohn Wolfgang Wilhelm, der kurz zuvor zum Katholizismus übergetreten war und Magdalene, die Schwester von Herzog Maximilian I. von Bayern, geheiratet und sich dadurch die Unterstützung der katholischen Liga gesichert hatte.

[Bearbeiten] Ehefrau Anna

Die Ehefrau Philipps Anna von Jülich-Kleve-Berg wurde am 10. März 1552 in Kleve geboren. Anna wurde in der Phase erzogen, als ihr Vater Wilhelm (Jülich-Kleve-Berg) lutherisch war. Die Trauung fand am 27. September 1574 in Neuburg statt. Als Wittum behielt sie Höchstädt und Liezheim, was auch Wolfgang Wilhelm im Vertrag vom 5. Mai 1615 der Mutter garantierte. Noch 1601 ließ sie das Gewölbe der Schlosskapelle im Stil der protestantischen Renaissance ausmalen. Die Ämter Höchstädt und Liezheim blieben über ihren Tod am 16. Oktober 1632 in Höchstädt hinaus, bis zum Ende der schwedischen Besatzung am 6. September 1634 lutheranisch. Beigesetzt wurde sie an der Seite ihres Gatten in der Kirche St. Martin in Lauingen.

[Bearbeiten] Nachkommen

  1. ∞ 1613 Magdalene von Bayern (* 1587; † 1628)
  2. ∞ 1631 Katharina Charlotte von Pfalz-Zweibrücken (* 1615; † 1651)
  3. ∞ 1651 Maria Franziska zu Fürstenberg (* 1633; † 1702)

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks


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