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Phil Fontaine

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Phil Fontaine (* 20. September 1944 im Fort-Alexander-Reservat, Manitoba) ist ein indianischer Stammesführer in Kanada. Im Juli 2006 wurde er zum dritten Mal ins Amt des National Chief der First Nations in Kanada gewählt.

[Bearbeiten] Leben

Fontaine wurde 1944 als Mitglied der Sagkeeng Anicinabe Nation im Fort-Alexander-Reservat, 150 km nördlich von Winnipeg, geboren. Seine Erstsprache ist Ojibway. Bis 1961 besuchte er die Assiniboia Residential School und das Powerview Collegiate in Winnipeg. Später studierte er Politikwissenschaft an der University of Manitoba, wo er 1981 den Bachelor of Arts abschloss.

1973 wurde Fontaine für vier Jahre zum Stammesführer der Sagkeeng Anicinabe Nation gewählt. Danach zog er mit seiner Familie ins Yukon-Territorium, wo er eine Stelle der kanadischen Regierung als Regional Director General antrat. Nach seiner Rückkehr nach Manitoba und Beendigung des Hochschulstudiums arbeitete als Regierungsangestellter für das Southeast Tribal Council. Danach wurde er zum stellvertretenden Stammesführer von Manitoba gewählt, um Manitoba in der Versammlung der First Nations zu vertreten. 1989 wurde er zum obersten Stammesführer von Manitoba gewählt und 1991 und 1994 im Amt bestätigt.

1997 wurde Fontaine von der Versammlung der First Nations zum National Chief gewählt, dem obersten Vertreter der First Nations in Kanada. Im Jahr 2000 nahm er eine Regierungsstelle als Chief Commissioner für die Indian Claims Commission an. 2003 und 2006 wurde er für zwei weitere Amtszeiten zum National Chief gewählt.

[Bearbeiten] Leistungen

Fontaine hat den Großteil seines Lebens den Rechten der First Nations in Kanada gewidmet. Innerhalb der politischen Strömungen in den First Nations nahm er eine ausgleichende Position ein.

2000 musste er sein Amt als National Chief an den radikaleren Matthew Coon Come abgeben, der ihm eine zu große Nähe zur Liberalen Partei Kanadas vorwarf. 2003 erlebte er jedoch ein Comeback und wurde wieder ins Amt gewählt.

Fontaine war der erste, der den Missbrauch von Kindern in den kirchlichen Indianerinternaten (Residential Schools) an die Öffentlichkeit brachte und konnte 2005 erreichen, dass die kanadische Regierung in eine Entschädigungszahlung von zwei Milliarden kanadischen Dollar einwilligte.

Ebenfalls 2005 versprach Premierminister Paul Martin im Übereinkommen von Kelowna die Zahlung von fünf Milliarden Dollar im Zeitraum von fünf Jahren, um die prekären Lebensbedingungen der First Nations zu verbessern. Dieses Abkommen wurde von der konservativen Regierung unter Stephen Harper auf Eis gelegt. Nach seiner Wiederwahl als National Chief im Juli 2006 sagte Fontaine, es sei seine Priorität, das Abkommen wieder auf die Tagesordnung zu bringen.

[Bearbeiten] Weblinks

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"Je rencontre quelques peines, je rencontre beaucoup de joie, c'est parfois une question de chance, souvent une rencontre de choix."
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