Als Pharmaunternehmen bezeichnet man Unternehmen, die Arzneimittel herstellen und vermarkten. Viele Pharmaunternehmen betreiben darüber hinaus eine eigene Forschung und Entwicklung.
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Zu den Pharmaka (Arzneimitteln) gehören vor allem:
Nicht zu den Arzneimitteln gehören Medizinprodukte wie z. B. Verbandmittel, Katheter oder künstliche Gelenke, auch wenn diese teilweise von pharmazeutischen Unternehmen hergestellt werden.
Das deutsche Arzneimittelgesetz definiert pharmazeutischer Unternehmer als einen Unternehmer, der bei zulassungs- oder registrierungspflichtigen Arzneimitteln Inhaber der Zulassung oder Registrierung ist oder Arzneimittel unter seinem Namen in den Verkehr bringt [1].
Gemäß dem österreichischen Arzneimittelgesetz ist ein pharmazeutischer Unternehmer ein in einer Vertragspartei des EWR-Abkommen ansässiger Unternehmer, der dazu berechtigt ist, Arzneimittel unter seinem Namen in Verkehr zu bringen, herzustellen oder damit Großhandel zu treiben[2].
Pharmazeutische Unternehmen unterliegen speziellen arzneimittelrechtlichen Verpflichtungen (Implementierung eines Pharmakovigilanzsystems, Qualitätsmanagementsystem gemäß der Good Manufacturing Practice, präklinische und klinische Prüfungen) um die Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit ihrer Produkte sicher zu stellen.
Sortiert man die weltweit operierenden und durchweg globalisierten Pharmaunternehmen nach ihren Umsatz im Jahr 2007 und fügt die entsprechenden Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) hinzu, ergibt sich folgendes Bild:
| Rang | Unternehmen | Sitz | Jahresumsatz
in Milliarden Dollar |
Ausgaben für F&E
in Milliarden Dollar |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Pfizer | USA, New York | 45,1 | 8,1 |
| 2 | GlaxoSmithKline | Vereinigtes Königreich, London | 39,2 | 6,4 |
| 3 | Novartis | Schweiz, Basel | 38,1 | 6,4 |
| 4 | Sanofi-Aventis | Frankreich, Paris | 37,4 | 6,5 |
| 5 | AstraZeneca | England, London | 25,7 | 5,1 |
| 6 | Johnson & Johnson | USA, New Brunswick, NJ | 23,3 | 5,3 |
| 7 | Merck & Co. | USA, Whitehouse Station, NJ | 22,6 | 4,9 |
| 8 | Hoffmann-La Roche | Schweiz, Basel | 16,9 | 6,7 |
| 9 | Wyeth | USA, Madison, NJ | 15,7 | 3,1 |
| 10 | Eli Lilly and Company | USA, Indianapolis, IN | 14,8 | 3,5 |
Quelle: Pharmaceutical Executive, „Our 9th Annual Report on the world’s Top50 Pharmaceutical Companies“, May 2008.
Auf Rang 12 folgt das erste deutsche Pharmaunternehmen Bayer AG mit einem Jahresumsatz von 9,87 Milliarden Dollar und Forschungsausgaben von 3,8 Milliarden Dollar. Boehringer Ingelheim belegt Platz 15, Merck KGaA (Darmstadt) Platz 23 gefolgt von Ratiopharm auf Platz 39 und Stada auf Platz 46.
Die größten Pharmaunternehmen sind (nach dem Umsatz mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln auf dem deutschen Markt, absteigend sortiert): Hexal, Novartis, Sanofi-Aventis, Ratiopharm, AstraZeneca, Roche (incl. Roche Diagnostics), GlaxoSmithKline, Pfizer, Bayer (incl. Schering und Jenapharm), Stada (incl. Aliud Pharma), Novo Nordisk, Wyeth, Boehringer Ingelheim, MSD, Abbott, Janssen-Cilag, Merck (incl. Serono), Sanofi Pasteur MSD, Lilly, Essex (incl. Organon), UCB (incl. Schwarz Pharma), Baxter, Berlin-Chemie, Nycomed (incl. Altana), Betapharm, Takeda, BMS, Biogen Idec, Mundipharma und Astellas.
Andere bekannte Unternehmen sind Actelion, Amgen, Eisai, Dr. Falk, Gilead, Genzyme, Grünenthal, Lundbeck, Merz, Shire und Solvay
Der wichtigste weltweit agierende Dachverband ist die International Federation of Pharmaceutical Manufacturers & Associations (IFPMA). In ihr sind einige der weltweit größten Pharmakonzerne organisiert. In den USA ist Pharmaceutical Research and Manufacturers of America (PhRMA) der einflussreichste Verband, in dem nicht nur große Konzerne, sondern auch Biotechnologieunternehmen organisiert sind. In Europa ist die European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations (EFPIA) ein Dachverband nationaler Pharmaverbände. PhRMA und EFPIA sind auch Gründungsmitglieder der International Conference on Harmonisation of Technical Requirements for Registration of Pharmaceuticals for Human Use, in der zusammen mit den zuständigen Arzneimittelbehörden wesentliche Aspekte der Arzneimittelzulassung zwischen der Europäischen Union, den USA und Japan harmonisiert wurden.
Die Pharmaunternehmen in Deutschland sind in einer ganzen Reihe von Verbänden organisiert. Dem mitgliedstärksten Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller gehören viele mittelständische Unternehmen an. Unter dem Dach des Verbandes der Chemischen Industrie sind die Hersteller verschreibungspflichtiger Arzneimittel im Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) sowie im Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) organisiert. Der VFA vertritt auch die deutschen Unternehmen im europäischen Dachverband EFPIA. Generika-Hersteller sind in den Verbänden Pro Generika und Deutscher Generikaverband organisiert. Verschiedene Unternehmen und Verbände sind Mitglied im Verein Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie und unterliegen dessen Verhaltenskodizes zur Kontrolle der Zusammenarbeit mit Fachkreisen und Patientenorganisationen.
In der pharmazeutischen Industrie sind in Deutschland ca. 117.000 Beschäftigte (Stand 2006) angestellt. Ihnen stehen 2006 125.000 Beschäftigte der Dienstleister und Zulieferer der pharmazeutischen Industrie gegenüber.
Entwicklung:
Im Jahr 2006 beschäftigte die Schweizer Pharmaindustrie 34'000 Personen. Dies entspricht 0,8% aller Beschäftigten. Die indirekt Beschäftigten (z. B. Zulieferer) werden auf 84'000 geschätzt. 1990 belief sich der Personalbestand in der Schweiz auf 20'000 Personen[3].
Eine kanadische Studie aus dem Jahr 2007 ergab, dass US-Pharmaunternehmen mehr Geld für Werbung ausgeben als für Forschung - im Jahr 2004 wurden 39,3 Mrd. € in Werbemaßnahmen, 21,5 Mrd. € in Forschung und Entwicklung investiert. Als Quellen führen sie Marktforschungsinstitute sowie die amerikanische National Science Foundation an[4].
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."