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| Wappen | Deutschlandkarte | ||
|---|---|---|---|
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| Basisdaten | |||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | ||
| Regierungsbezirk: | Karlsruhe | ||
| Landkreis: | Stadtkreis | ||
| Höhe: | 273 m ü. NN | ||
| Fläche: | 98,03 km² | ||
| Einwohner: | 119 423 (31. Dez. 2007)[1] | ||
| Bevölkerungsdichte: | 1218 Einwohner je km² | ||
| Postleitzahlen: | 75172–75181 | ||
| Vorwahlen: | 07231, 07234, | ||
| Kfz-Kennzeichen: | PF | ||
| Gemeindeschlüssel: | 08 2 31 000
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| Stadtgliederung: | 16 Stadtteile | ||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Marktplatz 1 75175 Pforzheim |
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| Webpräsenz: | |||
| Oberbürgermeisterin: | Christel Augenstein (FDP/DVP) | ||
Pforzheim ist eine Großstadt im Westen Baden-Württembergs. Sie liegt am Nordrand des Schwarzwalds. Weltbekannt ist Pforzheim für die lange hier ansässige Schmuck- und Uhrenindustrie, weswegen sie auch den Beinamen Goldstadt beziehungsweise Gold-, Schmuck- und Uhrenstadt trägt. Größere Städte in der Nähe sind Karlsruhe, etwa 25 km nordwestlich und Stuttgart, rund 37 km südöstlich.
Pforzheim war einst badische Residenzstadt. Heute ist sie Stadtkreis und zugleich Sitz der Verwaltung des Enzkreises, von dem das Stadtgebiet fast vollständig umschlossen ist. Sie ist ferner das Oberzentrum der Region Nordschwarzwald und damit eines von 14 Oberzentren, die der baden-württembergische Landesentwicklungsplan 2002 ausweist. Pforzheim ist nach der Einwohnerzahl die achtgrößte Stadt Baden-Württembergs.
Inhaltsverzeichnis |
Pforzheim liegt am nördlichen Rand des östlichen Schwarzwaldes am Übergang zum Kraichgauer Hügelland in einer Talerweiterung am Zusammenfluss von Würm, Nagold und Enz. Ihrer Geographie wegen nennt man die Stadt auch Drei-Täler-Stadt oder Pforte zum Schwarzwald (Porta Hercyniae). Der außergewöhnlichen Geographie ist auch die frühe Besiedelung (viel früher als die heutigen Zentren Stuttgart und Karlsruhe) durch die Römer zu verdanken, die gerade nach dem Zusammenfluss aller drei Flüsse eine Furt für ihre Heerstraße bauten. Durch diese Geographie wurde Pforzheim später zu einem wichtigen Handelszentrum für die Flößerei, die Holz aus dem Schwarzwald über die Flüsse Würm, Nagold und Enz, dann weiter über Enz, Neckar und Rhein unter anderem nach Holland zum Schiffbau transportierte.
Pforzheim gehört mit dem Umland zum Verdichtungsraum Karlsruhe/Pforzheim, zu dem die Stadt Karlsruhe, einige Gemeinden des Landkreises Karlsruhe (vor allem die Großen Kreisstädte Bruchsal, Ettlingen, Stutensee und Rheinstetten) sowie Pforzheim, der nordwestliche Teil des Enzkreises, die Stadt Mühlacker und die Gemeinde Niefern-Öschelbronn im nordöstlichen Enzkreis gehören. Das Oberzentrum Pforzheim übernimmt für die Städte und Gemeinden Birkenfeld, Eisingen, Engelsbrand, Friolzheim, Heimsheim, Ispringen, Kämpfelbach, Keltern, Kieselbronn, Königsbach-Stein, Mönsheim, Neuenbürg, Neuhausen, Neulingen, Niefern-Öschelbronn, Ölbronn-Dürrn, Remchingen, Straubenhardt, Tiefenbronn, Wiernsheim, Wimsheim und Wurmberg auch die Aufgaben des Mittelzentrums.
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Pforzheim. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und liegen alle mit Ausnahme von Unterreichenbach, das zum Landkreis Calw gehört, im Enzkreis:
Ispringen, Neulingen, Kieselbronn, Niefern-Öschelbronn, Wurmberg, Wimsheim, Friolzheim, Tiefenbronn, Neuhausen (Enzkreis), Unterreichenbach, Engelsbrand, Neuenbürg, Birkenfeld (Württemberg), Keltern und Kämpfelbach
Die Stadt Pforzheim ist in 16 Stadtteile gegliedert. Die durch die jüngste Gebietsreform der 1970er-Jahre eingegliederten Gemeinden Büchenbronn, Eutingen an der Enz, Hohenwart, Huchenfeld und Würm haben gemäß § 8 ff der Hauptsatzung der Stadt Pforzheim als Vertretung ihrer Ortschaft einen eigenen Ortschaftsrat und eine Ortschaftsverwaltung. Der Ortschaftsrat ist zu wichtigen, die Ortschaft betreffenden Angelegenheiten zu hören. Die Entscheidung über eine Maßnahme liegt jedoch beim Gemeinderat der Gesamtstadt Pforzheim.
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Die Stadt geht auf eine römische Siedlung an einer Enz-Furt zurück (um 90 n. Chr.), der Name vermutlich auf lateinisch portus = Hafen.
Die erste Urkunde, der römische Leugenstein von Friolzheim von 90 n. Chr., weist auf die römische Siedlung Portus (lateinisch für Hafen) hin. Die Siedlung lag an der römischen Heerstraße zwischen Oberrhein- und Neckargebiet gerade dort, wo die Fernhandels- und Heerstraße die Enz, kurz nach der Vereinigung mit der Nagold, in einer Furt überquerte. Wohl schon zu dieser Zeit etablierte sich die Flößerei in der römischen Siedlung, da die Enz ab Portus durch den Zufluss von Nagold und Würm schiffbar wird. Über eine zu vermutende Hafenanlage an der Enz ist nichts weiter bekannt. Mit einiger Wahrscheinlichkeit ist der lateinische Name unvollständig überliefert und hatte weitere Bestandteile. Ein weit verbreiteter, auf Philipp Melanchthon zurückgehender Irrtum ist, dass der Name Pforzheim von porta = Tor (zum Schwarzwald) kommt.
Im 3. Jahrhundert angefangene römische Großbauten lassen den Schluss zu, dass die kleine Handwerkersiedlung zu einem Verwaltungszentrum, etwa einem Civitas-Hauptort, ausgebaut werden sollte. 259 und 260 eroberten Franken und Alamannen die rechtsrheinischen Gebiete des römischen Reichs. Die Siedlung Portus wurde dem Erdboden gleich gemacht. Die Überlieferung über die Siedlung brach vorerst ab.
Im 6. und 7. Jahrhundert weisen Reihengräberfunde ebenso wie der Ortsname Pforzheim auf die Kontinuität der Siedlung hin. Über die römische Siedlung wuchs später die Alte Stadt von Pforzheim. Ein Zeugnis unter anderem für diese Zeit ist die Grabungsanlage am Kappelhof im Untergeschoss des Caritas-Gebäudes.
1067 wurde Pforzheim in einer Urkunde Kaiser Heinrichs IV. zum ersten Mal erwähnt, um 1080 erhält die Siedlung das Marktrecht. Beurkundete Besuche Pforzheims durch Kaiser Heinrich IV. waren in den Jahren 1067 und 1074. 1100 war dem Codex des Klosters Hirsau zu entnehmen, dass die Alte Stadt von Pforzheim bereits vor 1100 Marktrecht besaß und sich im Besitz des Klosters Hirsau befand. Im 12. Jahrhundert war die Alte Stadt klösterlich-kirchlich geprägt mit einer Nikolauskapelle (Schutzpatron der Flößer und Schiffer), im Schutz einer frühen Martinskirche, und bekam Konkurrenz von einem neuen Siedlungskern (Neustadt), unterhalb eines 800 m flussaufwärts gelegenen Burgbergs mit einer Michaelskapelle (heutiger Schlossberg mit Schlosskirche). Die Neustadt wuchs schnell.
1220 wählten die badischen Markgrafen Pforzheim zur Residenz. Der Schwerpunkt verschob sich zugunsten der Neustadt; die Alte Stadt verlor an Bedeutung. 1240 wird ein Pforzheimer Bürgermeister erstmals urkundlich erwähnt. 1447 wurde mit der Pforzheimer Fürstenhochzeit die Hochzeit des badischen Markgrafen Karl I. mit Katharina von Österreich, der Schwester Kaiser Friedrichs III., mit großem Prunk gefeiert.
In der zweiten Hälfte des 15. und im 16. Jahrhundert entwickelte sich die Pforzheimer Lateinschule zu einer der bedeutendsten Gelehrtenschulen Süddeutschlands. Ihre Lehrer und Schüler spielten eine wichtige und herausragende Rolle in der Ausbreitung des Humanismus und der Reformation. Zu den bekanntesten Schülern gehörten Philipp Melanchthon und der in Pforzheim geborene Humanist Johannes Reuchlin. Er ist heute Namensgeber für das 1961 eingeweihte Kulturzentrum Reuchlinhaus, zu dem auch ein internationales Schmuckmuseum gehört, sowie für das Reuchlin-Gymnasium. Außerdem wurde der Reuchlinpreis nach dem Gelehrten benannt. Die Auszeichnung wurde 1955 anlässlich der Feier des 500. Geburtstags von Johannes Reuchlin erstmalig verliehen.
1501 erließ Markgraf Christoph I. die Ordnung der flötzer oder schiffer zu Pfortzheim. Zu den ältesten Gewerben in Pforzheim zählt die Flößerei. Die über Enz, Nagold und Würm geflößten Einzelstämme und Kleinflöße aus dem Schwarzwald (die langen und geraden Tannen waren als Baumaterial ideal) wurden in der Pforzheimer Au zu Großflößen für die untere Enz und die Wasserlinie Neckar/Rhein umgebunden. Jedem Floßfahrer der vergangenen Jahrhunderte waren die Flößer-Stationen Weißenstein, Dillstein und Pforzheim feste Begriffe. Pforzheim besaß zu dieser Zeit auch eine Zollstation, an der Flößer für die Beschiffung der Wasserwege eine Gebühr entrichten mussten.
1535 bis 1565 wurde die Stadt bei der Erbteilung der badischen Lande Residenz des badischen Markgrafen Ernst I. Danach wurde die Residenz nach Durlach verlegt, weshalb man von der Linie Baden-Durlach spricht. Die Stadt blieb aber Sitz eines badischen Amtes. 1618, zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges, hatte Pforzheim etwa 2500 bis 3000 Einwohner und war damit mit Abstand die größte unter den Städten der Markgrafen von Baden. Zu diesem Zeitpunkt hatte Pforzheim schon deutlich Bedeutung gegenüber früherer Zeit eingebüßt, zum Teil, weil im 15. Jahrhundert viele Oberschichtfamilien (Patrizier) die Stadt verließen.
1645, gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges, brannten bayerische Truppen die Alte Stadt nieder. Sie wurde ohne Befestigungsanlagen wieder aufgebaut. Damit war der Status eines dorfähnlichen Weilers besiegelt, und sie verschwand bis auf ein paar Randnotizen aus der Geschichtsschreibung. Die Neustadt bestand weiter. Im 13.–15. Jahrhundert kam Pforzheim durch die tatkräftige Förderung der badischen Markgrafen, die die Stadt als den wichtigsten Stützpunkt ihrer Hausmacht betrachteten, und die günstige Lage am Kreuzungspunkt großer Handelsstraßen zu einer wirtschaftlichen Blüte. Holzhandel und Flößerei, Gerberei, Tuch- und Zeugmacherei trugen neben dem Handwerk zum Reichtum der Stadt bei. Drei Orden ließen sich in der Stadt nieder. Die letzten Jahrzehnte dieser Blütezeit, in denen die politische und wirtschaftliche Vormachtstellung zu wanken begann, sind in geistiger Hinsicht Höhepunkte der Stadtgeschichte.
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Markgraf Ernst I. (Baden) |
Markgraf Karl II. (Baden) |
Von 1689 bis 1697 richtete der Pfälzische Erbfolgekrieg in Südwestdeutschland große Zerstörungen an. Pforzheim wurde von französischen Truppen, die König Ludwig XIV. unterstanden, insgesamt dreimal geplündert und niedergebrannt. Brigadier Comte Ezéchiel de Mélac war für die Besetzung der Stadt im Oktober 1688, die verheerende Niederbrennung der Stadt im Januar 1689, den Artilleriebeschuss und zweite Niederbrennung im August 1689 verantwortlich. Weitere Zerstörungen standen unter dem Befehl von Marschall Joseph de Montclarund Marschall Duc de Lorge. Des Weiteren war Duc de Villeroy für den Artilleriebeschuss der Stadt und die Plünderung August 1691 verantwortlich. Unter General Chamilly wurde die Stadt im September 1692 erneut besetzt und geplündert. Die Fürstengruft in der Schlosskirche wurde dabei verwüstet.
1718 wurde das Pforzheimer Waisenhaus (Landeswaisenhaus) im Gebäude des ehemaligen Dominikanerinnenklosters eröffnet. Dieses Waisen-, Toll-, Kranken-, Zucht- und Arbeitshaus wurde später zur Keimzelle der noch heute existierenden Schmuck- und Uhrenindustrie.
1767 erfolgte die Gründung der Schmuck- und Uhrenindustrie in Pforzheim durch den Markgrafen Karl-Friedrich. Mit Unterstützung eines Unternehmers aus der Schweiz wurde zur Beschäftigung der Waisenkinder im Waisenhaus eine Uhrenfabrik eingerichtet. Einige Zeit später kam die Fertigung von Schmuckwaren noch hinzu. Das Unternehmen entwickelte sich rasch, bald wurde in alle Welt exportiert, wenngleich die Uhrenproduktion schon bald verschwand und erst ab 1920 mit der Fertigung von Armbanduhren eine Renaissance erlebte. Um 1800 galt Pforzheim mit 900 Fabriken als erste Fabrikstadt Badens und bedeutendstes Zentrum der Bijouteriefabrikation in der Welt. Viele der 26.000 Beschäftigten kamen aus dem Umland und waren somit Pendler. Diese wurden Rassler genannt. 1809 wurde das badische Amt Pforzheim in ein Stadtamt sowie ein Erstes und ein Zweites Landamt aufgeteilt. Die beiden letzt genannten wurden jedoch 1813 wieder zum Landamt Pforzheim vereinigt. 1819 wurden Stadt- und Landamt Pforzheim zum Oberamt Pforzheim vereinigt, das 1864 in das Bezirksamt Pforzheim überführt wird.
1836 entwickelte Ferdinand Oechsle in der Stadt die Mostwaage, mit der noch heute das Mostgewicht des frisch gepressten Traubensafts in Grad Oechsle gemessen wird. Von 1861 bis 1863 erfolgte durch den Bau der Bahnstrecke Karlsruhe–Mühlacker die Anbindung Pforzheims an das Eisenbahnnetz. 1868 und 1874 wurden mit dem Bau der Enztalbahn und der Nagoldtalbahn auch die zwei großen, in Pforzheim einmündenden Schwarzwaldtäler an die Eisenbahn angeschlossen. Das leitete das Ende der Flößerei ein. 1888 war Pforzheim Ziel der ersten Überlandfahrt mit einem Automobil, die Bertha Benz ohne Wissen ihres Mannes Carl Benz mit ihren beiden Söhnen von Mannheim aus unternahm. Seit 2008 erinnert die Bertha Benz Memorial Route an diese Pioniertat. Seit dem 19. Jahrhundert waren jüdische Familien in der Stadt ansässig. Sie legten 1878 einen Jüdischen Friedhof an, der 1940 von den NS-Machthabern zerstört wurde. Im Jahr 1893 errichtete die Jüdische Gemeinde eine Synagoge.[2] Im 19. Jahrhundert bildeten die Textil-, Metall- und Schmuckwaren-Fabriken in Pforzheim das industrielle Zentrum des Großherzogtums Baden.
1938 wurde am Morgen des 10. November nach der Reichspogromnacht auch die Pforzheimer Synagoge geschändet und schwer beschädigt. Die Kosten für den Abriss musste die jüdische Gemeinde tragen. 1939 wurde Pforzheim Sitz des aus dem Bezirksamt Pforzheim hervorgegangenen Landkreises Pforzheim. Die Stadt selbst wurde kreisfrei. Am 22. Oktober 1940 erfolgte die Deportation von 186 in Pforzheim verbliebenen Juden. Nur wenige überlebten, fast keiner kehrte nach dem Ende der Naziherrschaft in die Stadt zurück. 1944 arbeiteten in 101 Betrieben 18.622 Arbeitskräfte. Am 29. Mai 1942 fand in Pforzheim ein Treffen unter Leitung des Staatssekretärs Friedrich Langfried vom Reichswirtschaftsministerium statt, dessen Aufgabe es war, mehr Arbeiter aus dem zivilen Bereich der Rüstungsproduktion zuzuführen. Ende 1944 arbeiteten mindestens 10.000 Arbeiter für die Rüstungsindustrie.
Die Pforzheimer Industrie war auch maßgeblich an der Entwicklung technologischer Neuerungen wie dem X-Strahl-Verfahren zur besseren Zielerfassung (entwickelt von G. Schaub Apparaturenbau-GmbH, eingesetzt unter anderem in Coventry) beteiligt. In manchen Bereichen der Bordfunkgeräte kamen bis zu 50 % der Teile aus Pforzheim. Um die steigende Nachfrage befriedigen zu können, griffen die Pforzheimer Unternehmen auch auf Zwangsarbeiter zurück, wie auf zwangsdeportierte Arbeiter aus den Vogesen (ab Herbst 1944), internierte italienische Kriegsgefangene (ab 1943/44) und Zwangsarbeiter aus der Ukraine und Russland. Auch die Anforderung von KZ-Häftlingen ist bekannt. Am Stadtrand befand sich außerdem eine Fabrik zur Herstellung von Flakgranaten. Zudem kam der Stadt eine wichtige Schlüsselfunktion beim Schienentranport der militärischen Verbände zu. Sollte die Nord-Süd-Linie im Rheintal ausfallen, so wäre Pforzheim, das auf der Ausweichroute über den Schwarzwald lag und Anschluss an die Ost-West-Linien gewährte, ein wichtiger Umschlagplatz für die Versorgung der südlichen Ostfront und der Westfront gewesen. Jedoch führte die Britische Royal Air Force Pforzheim ursprünglich lediglich als in der Zielhierachie niederrangiges Ausweichziel auf.
Am 23. Februar 1945 wurde die Stadt beim Luftangriff auf Pforzheim von 379 britischen Bombern fast völlig zerstört. Innerhalb von 22 Minuten fanden 17.600 Menschen den Tod.[3] Die Bomben und der Feuersturm, der sich in der eng bebauten Altstadt entwickelte, töteten fast ein Drittel der anwesenden Bevölkerung. Gemessen an den Opferzahlen war es nach den Bombardierungen von Hamburg und Dresden der drittstärkste Angriff alliierter Bomber während des Zweiten Weltkriegs. 98 % des Stadtgebiets wurden zerstört. Pforzheim gehörte damit zu den am stärksten zerstörten Städten während des Kriegs. Insgesamt war dieser Angriff der konzentrierteste und „erfolgreichste“ der Alliierten. Sein Ziel war wahrscheinlich die Zerstörung der Pforzheimer feinmechanischen Industrie, die während der Kriegsjahre weitgehend auf die Produktion von Zündern umgestellt hatte. Da die Betriebe teilweise jedoch ausgelagert worden waren, galt der Angriff möglicherweise auch direkt der Altstadt, die mit ihren Fachwerkhäusern als schnell brennendes Ziel ausgewählt wurde.
Von 1945 bis 1948 stand Pforzheim unter US-amerikanischer Militärverwaltung und war Teil des neuen Landes Württemberg-Baden. In diesen und den folgenden Jahren wuchs die Bevölkerung durch den Zuzug von Vertriebenen, Flüchtlingen, Aussiedlern und Immigranten wieder an. Das heutige Stadtbild ist durch die Architektur der 1950er Jahre geprägt. Typische Beispiele für den Baustil dieser Jahre sind der Hauptbahnhof, das Amtsgericht und das Reuchlinhaus.
1955 stiftete die Stadt Pforzheim den Reuchlinpreis. Am 10. Juli 1968 wurde die Stadt und ihre Umgebung von einem Tornado mit der Stärke F4 nach der Fujita-Skala heimgesucht. Zwei Menschen starben, über 200 wurden verletzt, 2.300 Häuser wurden beschädigt.
Bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 ging der Landkreis Pforzheim im neu gebildeten Enzkreis auf, dessen Sitz die Stadt Pforzheim wurde. Sie selbst blieb aber kreisfrei. Pforzheim wurde ferner Sitz der neu gebildeten Region Nordschwarzwald. Am 1. Januar 1975 überschritt die Einwohnerzahl durch die Eingemeindung von Huchenfeld die Grenze von 100.000, wodurch Pforzheim zur Großstadt wurde. 1983 fanden in Pforzheim die Heimattage Baden-Württemberg statt, 1992 war die Stadt Gastgeber der Landesgartenschau Baden-Württemberg. Ende des 20. Jahrhunderts verschwand die Schmuck- und Uhrenindustrie in großen Teilen aus Pforzheim und wanderte nach Fernost aus.
Seit der Jahrhundertwende begann für die Stadt ein neuer Aufschwung. Es wurden zahlreiche Stadtteile komplett saniert oder sie erlebten einen sozialen Aufschwung. So wurde z. B. der Haidach, früher ein tristes Plattenbaugebiet, zum zweitteuersten Viertel von Pforzheim. Auch die Oststadt wurde komplett saniert. Die Gewerbegebiete Wilferdinger Höhe, Hohenäcker und Brötzinger Tal sind in den letzten Jahren um 20 bis 50 Prozent gewachsen.
Ehemals selbständige Gemeinden beziehungsweise Gemarkungen, die in die Stadt Pforzheim eingegliedert wurden:
| Jahr | Orte | Zuwachs in ha |
|---|---|---|
| 1. Januar 1905 | Brötzingen | 1.301 |
| 1. Januar 1913 | Dillweißenstein | 461 |
| 1. April 1924 | Teile der Gemarkung Haidach | 76 |
| 1. Oktober 1929 | Teile der Gemarkung Hagenschieß | 1.623 |
| 1. September 1971 | Würm | 822 |
| 1. April 1972 | Hohenwart | 492 |
| 1. Januar 1974 | Büchenbronn | 1.114 |
| 1. Januar 1975 | Huchenfeld | 947 |
| 20. September 1975 | Eutingen an der Enz | 845 |
1881 hatte Pforzheim 25.000 Einwohner, bis 1902 verdoppelte sich diese Zahl auf 50.000. Im Verlauf des Zweiten Weltkrieges verlor die Stadt etwa die Hälfte ihrer Bewohner. Erst 1960 erreichte die Bevölkerungszahl mit rund 80.000 wieder den Vorkriegsstand. Am 1. Januar 1975 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt Pforzheim durch die Eingemeindung von Huchenfeld die Grenze von 100.000, was sie zur Großstadt machte.
2004 betrug der Anteil der nichtdeutschen Einwohner an der Gesamtbevölkerung nach Angaben der Stadtverwaltung 17,1 Prozent (20.335 Personen). Die meisten Ausländer kamen aus der Türkei (5.912), Italien (3.920), dem ehemaligen Jugoslawien (3.378) und aus der GUS (1.129). Ende September 2005 lebten in Pforzheim nach Fortschreibung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg 119.014 Menschen mit Hauptwohnsitz.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die Ortsanwesende Bevölkerung, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
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¹ Volkszählungsergebnis
Nachdem Markgraf Karl II. von Baden 1556 in der Markgrafschaft Baden, dessen Residenz Pforzheim seinerzeit noch war, die Reformation einführte, war Pforzheim über Jahrhunderte eine protestantische Stadt. Spätestens seit dem 19. Jahrhundert zogen auch wieder Katholiken nach Pforzheim, sie gehören zum Dekanat Pforzheim der Erzdiözese Freiburg. Heute hält sich der Anteil der evangelischen und katholischen Mitbürger ungefähr das Gleichgewicht. Die evangelischen Christen gehören zum Dekanat Pforzheim-Stadt der Evangelischen Landeskirche in Baden. Ferner gibt es in Pforzheim eine große Anzahl an Freikirchen, wie z. B. Evangelisch-methodistische Kirche, Baptisten, Heilsarmee, Siebenten-Tags-Adventisten etc..
Außerdem sind in Pforzheim eine Israelitische und eine Islamische Gemeinde vertreten. Die von 1990 bis 1992 erbaute Fatih-Moschee war die erste Moschee in Baden-Württemberg.
An der Spitze der Stadtverwaltung stand zunächst der vom Stadtherrn ernannte Schultheiß. Später bestand ein Rat mit einem Bürgermeister an der Spitze, der seit 1849 den Titel Oberbürgermeister führt. Die Amtszeiten der Bürgermeister bis 1750 sind nicht bekannt. Es werden in den Geschichtsquellen lediglich die Namen der Bürgermeister erwähnt.
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Die Kommunalwahl am 07. Juni 2009 ergab folgende Sitzverteilung:
| CDU | 30,5 % | −11,0 | 13 Sitze | −5 |
| SPD | 19,4 % | +0,1 | 8 Sitze | ±0 |
| FDP | 12,1 % | +4,6 | 5 Sitze | +2 |
| Grüne Liste | 10,7 % | +1,7 | 4 Sitze | +1 |
| FW | 10,5 % | +3,6 | 4 Sitze | +1 |
| UB | 5,6 % | -0,6 | 2 Sitze | ±0 |
| WiP | 4,5 % | +4,5 | 2 Sitze | +2 |
| LBBH | 3,9 % | -0,4 | 1 Sitz | ±0 |
| DIE LINKE | 2,7 % | +2,7 | 1 Sitz | +1 |
Die Blasonierung des Wappens der Stadt Pforzheim lautet: „Gespalten; vorn in Gold ein roter Schrägbalken, hinten dreimal geteilt von Rot, Silber, Blau und Gold.“
1256 wurde das erste Siegel angefertigt, das nur den Schrägbalkenschild der Herrschaft enthält. Seit Ende des 15. Jahrhundert trat an seine Stelle das heute fast unverändert geführte Wappen in Siegeln und zahlreichen außersphragistischen Wiedergaben. Die vordere Schildhälfte weist den Schrägbalken von Baden auf, auf den sich wohl auch in den hinteren die Farben Rot und Gold beziehen. Die Bedeutung von Silber und Blau ist umstritten; naheliegend ist die Meinung, es handle sich um die dem wittelsbachschen Rautenwappen der Kurpfalz entlehnten Farben, da die Stadt von 1463 bis 1750 der pfälzischen Lehnshoheit unterstand.[4]
Der Schrägbalken ist schon seit dem 13. Jahrhundert nachweisbar als Symbol der Stadtherren von Pforzheim, das später auch das Landeswappen von Baden wurde, doch ist die Bedeutung bis heute unklar. Ab 1489 ist das Wappen in seiner ganzen Form nachweisbar, dessen Bedeutung ebenfalls nicht nachgewiesen werden konnte. Die heutige Tingierung ist aber erst seit 1853 gebräuchlich, zuvor war die Farbgebung eine andere.
Die Stadtflagge ist weiß-blau.
Pforzheim unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
Pforzheim ist eines der Oberzentren in Baden-Württemberg und verfügt über eine der höchsten Industriedichten des Landes. Auf 1000 Einwohner kommen 593 Erwerbstätige.[5] Das Bruttoinlandsprodukt liegt bei rund vier Milliarden Euro bzw. 56.756 Euro pro Erwerbstätigem.[6] Die Stadt besitzt vier große Gewerbegebiete: die Wilferdinger Höhe, das Brötzinger Tal, das Altgefäll und die Hohenäcker.
Die Wirtschaft ist nur noch teilweise auf die Herstellung von Uhren und Schmuck ausgerichtet. 75 Prozent des deutschen Schmucks kommen aus Pforzheim. Viele Arbeitsplätze werden aber durch die Bereiche Metallverarbeitung, Elektronik und Elektrotechnik gestellt. Der Versandhandel (Bader Versand, Versandhaus Klingel, Wenz) nimmt mit seinen Millionenumsätzen eine führende Position in Deutschland ein. In Pforzheim gibt es etwa 68.100 Erwerbstätige.[7]. Die Arbeitslosenquote lag im Juni 2008 bei 7,0 Prozent.[8] Die Kaufkraft pro Einwohner liegt bei 19.400 Euro.[9]
Nördlich von Pforzheim verläuft die Bundesautobahn A 8 von Karlsruhe nach Stuttgart), von welcher die Stadt über vier Ausfahrten zu erreichen ist. Die vierte Ausfahrt Pforzheim Süd wurde 2008 fertig gestellt. Die südlichen Stadtteile Dillweißenstein, Büchenbronn und Huchenfeld lassen sich damit einfacher erreichen. Durch die Stadt selbst führen die B 10 und die B 294. Ferner beginnt hier die B 463 in Richtung Nagold. Der Internationale Flughafen Stuttgart ist in etwa 35 Autominuten erreichbar.
Pforzheim Hauptbahnhof liegt an der Bahnlinie Karlsruhe-Stuttgart. Auf dieser verkehrt zweistündlich ein Intercity-Zug der Linie Karlsruhe–Stuttgart–Nürnberg, sowie einmal täglich ein EN (EuroNight) zwischen Straßburg und Wien (Orient-Express). Ferner führen zwei Eisenbahnlinien in den Schwarzwald nach Bad Wildbad (Enztalbahn) und nach Nagold (Nagoldtalbahn) und weiter nach Horb am Neckar.
Daneben ist Pforzheim auch an das Stadtbahnnetz von Karlsruhe angeschlossen. Pforzheim wird bedient von der Linie S 5 von Bietigheim-Bissingen nach Wörth am Rhein und von der Linie S 6 über die Enztalbahn nach Bad Wildbad. Beide Linien werden von der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft betrieben.
Zwischen 1900 und 1968 wurde der Nahverkehr maßgeblich durch die Straßen- und Kleinbahn Pforzheim bedient. Zwischen Pforzheim und Ittersbach verkehrte eine Kleinbahn, die zuvor (seit 1900) zur BLEAG (Badische-Lokaleisenbahn-Aktiengesellschaft) gehört hatte. Diese Bahnstrecke soll in den nächsten Jahren wieder in Betrieb genommen werden. Auf einer neuen Trasse werden dann moderne Stadtbahnzüge verkehren.
Die Stadt besitzt zahlreiche Busbahnhöfe, u. a. auch am Leopoldplatz, dem Hauptgeschäftszentrum der Stadt, hier fahren täglich rund 600 Busse ab. Den sonstigen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Stadtgebiet bedienen Busse der teilprivatisierten SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG (SVP) und verschiedene andere Verkehrsunternehmen. Sie alle fahren zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbundes Pforzheim-Enzkreis.
In Pforzheim erscheinen als Tageszeitungen die Pforzheimer Zeitung und der Pforzheimer Kurier, eine Regionalausgabe der Badischen Neuesten Nachrichten (BNN), die in Karlsruhe ihre Hauptredaktion hat. Der zuständige private Bereichssender ist Hit-Radio Antenne 1 auf 107,0 MHz, der ein Regionalstudio in der Stadt unterhält. Der private Lokalsender für Pforzheim ist Die neue Welle auf 91,4 MHz.
Pforzheim verfügt über ein Amtsgericht, das zum Landgerichts- und OLG-Bezirk Karlsruhe gehört. Außerdem beherbergt die Stadt ein Arbeitsgericht und mehrere Notariate.
Pforzheim ist auch Sitz des Regionalverbands Nordschwarzwald, der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nordschwarzwald, deren Kammerbezirk die Region Nordschwarzwald umfasst, einer Agentur für Arbeit, eines Finanzamts und eines Zollamts.
Die Stadt ist ferner Sitz des Kirchenbezirks Pforzheim der Evangelischen Landeskirche in Baden und des Dekanats Pforzheim des Erzbistums Freiburg.
Die Stadt Pforzheim betreibt als Träger die örtliche Feuerwehrleitstelle für die Stadt und den Enzkreis, welcher sich hierbei finanziell beteiligt. Die Rettungsleitstelle liegt beim Deutschen Roten Kreuz als Träger.
Die ehemalige Fachhochschule Pforzheim ist nun die Hochschule Pforzheim – Hochschule für Gestaltung, Technik und Wirtschaft mit etwa 4.600 Studierenden. Die Hochschule entstand 1992 durch Zusammenschluss der 1877 gegründeten ehemaligen Herzoglichen Kunstgewerbeschule und Fachschule für die Metallindustrie mit der 1963 gegründeten ehemaligen Staatlichen Höheren Wirtschaftsfachschule. Die Bereiche Gestaltung und Technik/Wirtschaft haben getrennte Standorte. Die Hochschule legt Wert auf Internationalität: Sie ist unter anderem Mitglied im NIBES-Verbund und pflegt zum Beispiel regelmäßigen akademischen Austausch mit der Josip-Juraj-Strossmayer-Universität Osijek in Kroatien. Es gibt zahlreiche Masterstudiengänge an der Pforzheim Graduate School, die zur Hochschule Pforzheim dazugehört.
Des Weiteren besteht die Goldschmiede- und Uhrmacherschule. Diese Schule ist die einzige ihrer Art in Europa, dadurch wird sie auch von vielen ausländischen Schülern besucht.
Pforzheim hat auch ein Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Grund- und Hauptschulen).
Das Abitur kann auf dem Reuchlin-Gymnasium, dem Kepler-Gymnasium, dem Hebel-Gymnasium, dem Theodor-Heuss-Gymnasium, dem Hilda-Gymnasium, dem Schiller-Gymnasium (privates Ganztagesgymnasium), der Fritz-Erler-Schule (wirtschaftswissenschaftliches Gymnasium), der Heinrich-Wieland-Schule (technisches Gymnasium), der Johanna-Wittum-Schule (Ernährungswissenschaftliches Gymnasium/Biotechnologisches Gymnasium) und auf der Goetheschule (Waldorfschule) abgelegt werden.
Neben den allgemeinbildenden Schulen gibt es in Pforzheim auch eine Reihe von Sonderschulen: Die Pestalozzi- und die Bohrainschule sind Förderschulen. Schülerinnen und Schüler mit einer geistigen Behinderung besuchen die Gustav-Heinemann-Schule. Die örtliche Sprachheilschule ist die Schule am Schlosspark.
(kleine Auswahl)
Alb-Donau-Kreis | Baden-Baden | Biberach | Bodenseekreis | Böblingen | Breisgau-Hochschwarzwald | Calw | Emmendingen | Enzkreis | Esslingen | Freiburg im Breisgau | Freudenstadt | Göppingen | Heidelberg | Heidenheim | Heilbronn (Land) | Heilbronn (Stadt) | Hohenlohekreis | Karlsruhe (Land) | Karlsruhe (Stadt) | Konstanz | Lörrach | Ludwigsburg | Main-Tauber-Kreis | Mannheim | Neckar-Odenwald-Kreis | Ortenaukreis | Ostalbkreis | Pforzheim | Rastatt | Ravensburg | Rems-Murr-Kreis | Reutlingen | Rhein-Neckar-Kreis | Rottweil | Schwäbisch Hall | Schwarzwald-Baar-Kreis | Sigmaringen | Stuttgart | Tübingen | Tuttlingen | Ulm | Waldshut | Zollernalbkreis