Netencyclo, The wikipedia mirror - Enzyklopädie : Pflegequalität

- Pflegequalität -

Pflegequalität :

femme russe

Pflegequalität

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Redundanz
Die Artikel Qualitätsbericht, Praxis-Qualitätsbericht und Pflegequalität überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zu vereinigen. Bitte äußere dich in der Diskussion über diese Überschneidungen, bevor du diesen Baustein entfernst. PsychoPiglet 15:55, 10. Jan. 2008 (CET)
Deutschlandlastige Artikel Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Ländern zu schildern.
Dieser Artikel oder Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (Literatur, Webseiten oder Einzelnachweisen) versehen. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst gelöscht. Hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Der Begriff Pflegequalität versucht die Ausführung einer Dienstleistung zugleich einem objektiven und einem subjektiven Maßstab zu unterwerfen. Die Alten- und Krankenpflege ist eine wichtige Dienstleistung im Gesundheitswesen. Sie unterliegt in einem marktwirtschaftlichen System ähnlichen personalen und wirtschaftlichen Einflüssen wie viele andere Produkte oder Dienstleistungen auch. Mit dem Begriff "Qualität" ist immer die Güte oder Beschaffenheit eines Produktes oder einer Dienstleistung in Bezug zu seiner Eignung für bestimmte Zwecke gemeint (nach DIN ISO 8402 und DIN ISO 9004). Objektiv, wenn sie mit nachprüfbaren einheitlichen Beschreibungen - subjektiv, wenn sie mit persönlichen Bewertungen "gemessen" wird.

In der Pflege wird die besondere Qualität einer Dienstleistung in erster Linie vom Patienten oder Heimbewohnern wahrgenommen und bewertet. Dabei müssen die fachliche Qualität der Pflege aber auch Zufriedenheit und Lebensqualität der Pflegebedürftigen als Mittelpunkt des zunächst unklaren Begriffs wahrgenommen werden. Auch die Angehörigen, die Fachkräfte (Pflegenden), die beteiligten Ärzte und anderen Therapeuten, das Betriebsmanagement oder der Träger einer Einrichtung und die Vertragspartner Kranken- und Pflegekassen setzen bestimmte Erwartungen in die Qualität der vertraglich vereinbarten und erbrachten Dienstleistungen in Heim oder Krankenhaus.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Verschiedene Definitionen

Es gibt in den letzten Jahrzehnten verschiedene Ansätze, den Begriff Pflegequalität zu definieren:

1933 - Lee + Jones
Hochqualifizierte Pflege ist die Pflege, die alle relevanten Kenntnisse und Techniken anwendet, die der Pflege zu Verfügung stehen.


ca 1965 - Vier Qualitätsstufen des SRK
Die "Wegleitung der Kaderschule des Schweizer Roten Kreuzes" war im deutschsprachigen Raum die erste spezifische Definition für Pflegequalität. Sie nannte vier Abstufungen:
Optimal
Gut
Ausreichend
Mangelhaft
Bei der Übernahme in die BRD wurde das Wörtchen "ausreichend" allerdings nicht als Schulnote aufgefasst, sondern von der Gesundheitspolitik als bereits ausreichende Form der Leistungserbringung interpretiert. Dabei wurde "übersehen", dass sich Pflege dann bereits im Graubereich zur "gefährlichen Pflege" befindet.


1966 - A. Donabedian (zunächst unabhängig vom Berufsfeld Pflege)
Qualität ist der "Grad an Übereinstimmung zwischen den Zielen des Gesundheitswesens und der wirklich geleisteten Versorgung" (so noch sehr abstrakt)
akzeptiert ist seine Unterteilung der gesamten Qualität in
Strukturmerkmale (vorhandene Rahmenbedingungen, Ausstattung, zu beachtende Regelwerke)
Prozessmerkmale (wie die Pflege erbracht wird, auch Zwischenkontrollen)
Ergebnismerkmale (jeweils klare Kriterien erforderlich, Outcome-Forschung)
Danach geht auch der Medizinischer Dienst der Krankenversicherung (MDK) bei seinen Prüfungen vor.


1978 - John Williamson
Qualität ist der Umfang des Erfolges, der - unter optimalen Verhältnissen und vertretbaren Kosten - tatsächlich zu erreichen ist.
Wiliamson fügt dem evaluativen Bereich von Donabedian das Element der Zweckmäßigkeit hinzu.


1981 - N. F. Exchaquet
Unterteilung der Pflegequalität in
gefährliche Pflege
Routinepflege
angemessene Pflege
optimale Ausgestaltung


1984 - Hilde Steppe
Pflegequalität ist der individuelle Anteil der krankenpflegerischen Versorgung; also wie wird der Patient behandelt, beraten, informiert, versorgt.
Demnach ist Pflegequalität kein statischer Wert, sondern bezieht sich immer auf die Bedürfnisse des Patienten, die Zielsetzung des Trägers und die der Pflege gegebenen Möglichkeiten.


1994 - DIN-Normen, ISO 9004-2/8402
Qualität ist die Gesamtheit von Eigenschaften und Merkmalen eines Produktes oder einer Dienstleistung, die sich auf deren Eignung zur Erfüllung festgelegter oder vorausgesetzter Erfordernisse beziehen (Europ. Qualitätsmanagementnorm in der Version 2005)


2001, 2004 - Reinhard Lay
"Pflegequalität (in der direkten Pflege) gibt den Grad der Verwirklichung von pflegerischen Zielen an, die sich auf die Förderung bzw. Erhaltung von Selbständigkeit und Wohlbefinden der Klienten beziehen und mit verantwortlichem zwischenmenschlichen Umgang und vertretbarem Einsatz von Mitteln angestrebt werden." (Lay 2001: 20; 2004: 155)

[Bearbeiten] Das Pflege-Qualitätssicherungsgesetz

Das Gesetz zur Qualitätssicherungs und zur Stärkung des Verbraucherschutzes in der Pflege (Pflege-Qualitätssicherungsgesetz - PQsG) vom 9. September 2001 ergänzte das Elfte Buch Sozialgesetzbuch - Soziale Pflegeversicherung (SGB XI). Seit der 1995 erfolgten Einführung der Pflegeversicherung als Teil der Sozialversicherung in Deutschland ist die Qualität der Pflege (Leistungserbringung durch professionelle Pflegende) immer wieder in das öffentliche Bewusstsein gerückt worden. Insbesondere einige Pflegeskandale und die unbefriedigenden Ergebnisse von Qualitätsprüfungen der Heimaufsicht und des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung haben die politische Diskussion um Maßnahmen zur Verbesserung der Pflegequalität weiter vorangetrieben. Das Pflege-Qualitätssicherungsgesetz (PQsG) ist schließlich zum 1. Januar 2002 in Kraft getreten. Es soll Verbraucherrechte im Bereich der Altenhilfe stärken. Die durch das Pflege-Qualitätssicherungsgesetz erweiterten Bestimmungen zur Qualitätssicherung sind in einem neu eingefügten Kapitel 11 der Sozialgesetzbuches XI zusammengefasst worden. Sie sind im Zusammenhang mit dem Heimgesetz zu verstehen und zu lesen.

[Bearbeiten] Qualitätsberichte von Krankenhäusern

Qualitätsberichte wurden von Krankenhäusern erstmals im Jahr 2005 für das Berichtsjahr 2004 vorgelegt (gemäß § 135 ff Sozialgesetzbuch V). Sie werden alle zwei Jahre neu aufgelegt. Jede Interessierte kann sie unter www.g-qb.de bei ca. 2000 deutschen Krankenhäusern nachlesen. Dargestellt wird darin das Leistungsspektrum der Krankenhäuser, eine direkte Beurteilung der Behandlungs- und Versorgungsqualität ist für den Leser zur Zeit nicht möglich. Pflegequalität als Einzelkriterium wird dabei nicht berücksichtigt Darauf kann in den nächsten Jahren evtl. indirekt geschlossen werden, wenn zusätzlich z. B. Komplikationsraten veröffentlicht werden.

[Bearbeiten] Qualitätsmanagement

Qualitätsmanagement ersetzt nach DIN ISO den bisherigen Oberbegriff Qualitätssicherung. Es umfasst alle Aspekte im Rahmen und unterhalb der Ebene der Unternehmensführung, die im Zusammenhang stehen mit der von der obersten Leitungsebene formulierten, grundlegenden Einstellung sowie den Absichten, Zielsetzungen und Maßnahmen in Bezug auf die Ereichung und Verbesserung von Qualität. Hierbei sind Aspekte der Wirtschaftlichkeit, der Gesetzgebung und der Umwelt, sowie den Wünschen und Anforderungen der Kunden besonders zu beachten. Die Unternehmungsleitung trägt die nicht delegierbare Verantwortung für das Qualitätsmanagement und muss darüber hinaus auch aktiv für die konsequente Umsetzung auf allen Hierarchieebenen sorgen.

Ein wichtiger Schritt zu mehr Qualität in der Pflege war die Diskussion um Standardisierung von Pflegemaßnahmen, die in den 80/90er Jahren breiten Raum eingenommen hat. Dabei gab es den scheinbaren Gegensatz von "Traditionalisten", die individuelle Pflege aus einer Mischung von Fachwissen und Herz verteidigten gegenüber "Technokraten", denen Regelungswut oder ausufernde Statistiksammlungen vorgeworfen wurden. Inzwischen ist die Bedeutung von Pflegestandards allgemein anerkannt und es geht in Deutschland zum Teil bereits um die Entwicklung von Nationale Expertenstandards, also Standards auf Bundesebene. Allerdings ohne irgend eine Rechtsverbindlichkeit.

Ein weiterer Aspekt ist die individuelle Pflegeplanung, die allerdings standardisierte Mindestnormen einzuhalten hat. Hausintern kommt der Pflegeplanung und den Pflege- oder Organisationsstandards durchaus der Wert von Dienstanweisungen zu. Die Pflegedienstleitung muss sich auf die einheitliche Handhabung solcher Richtlinien/Guidelines verlassen können.

Durchführungsaspekte werden mit Interner oder Externer Qualitätssicherung angesprochen:

Interne Qualitätssicherung
Sicherung der Qualität und Definition der Kriterien durch die Berufsangehörigen innerhalb einer Institution selber.
Die Aufgaben eines Qualitätsbeauftragten sind dabei die Einführung, Umsetzung und Weiterentwicklung eines einrichtungsinternen Qualitätsmanagements. Ziele werden mit Zustimmung der Einrichtungsleitung festgelegt. Der Qualitätsbeauftragte erfüllt die Aufgaben nach der Zielsetzung in enger Zusammenarbeit mit den Abteilungs-/Bereichsleitungen und deren Mitarbeitern unter Einbezug des Qualitätsmanagements des Trägers der Pflegeeinrichtung.
Systematische Evaluation der Pflegeplanungen der gesamten Einrichtung
Qualitätszirkel sind innerbetriebliche Arbeitskreise, die das große Potential von Wissen, Ideenreichtum, Erfahrung und Verantwortungsbereitschaft der Mitarbeitenden aktivieren. Sie zielen vor allem auf die Verbesserung von Arbeitsabläufen, die mehrere Abteilungen betreffen. Dadurch lassen sich neben der Qualität der Produkte bzw. Dienstleistungen auch die Leistungspotentiale der Mitarbeiter und möglicherweise das Betriebsklima verbessern.
Externer Qualitätssicherung
Festlegung der Qualitätskriterien und ihre Überprüfung durch nicht der Institution zugehörige Personen oder fremde Institutionen vor allem der Heimaufsicht und des MDK, aber auch durch regionale Qualitäts-Arbeitsgemeinschaften mehrerer Einrichtungen (Qualitätskonferenz)
u. a. auch das Monitoring der Pflegequalität im Sinne des Benchmarking

[Bearbeiten] Siehe auch

| Beschwerdemanagement - Gesundheitssystem - Pflegebedarf - Pflegefehler - Pflegeskandal |

| Medizinischer Dienst (MDK) - Qualitätssicherungsbesuch - State of the Art - Versorgungsstufe |

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks


PflegeWiki.de Hinweis: Dieser Artikel basiert zum Teil auf einem GFDL-lizenzierten Text, der aus dem PflegeWiki übernommen wurde. Eine Liste der ursprünglichen Autorinnen befindet sich auf der Versionsseite des entsprechenden Artikels n3.

Pflegequalität - Artikel des Tages

Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva

Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.

Femme russe Pflegequalität - In den Nachrichten

"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."

© 2008 Netencyclo - Netencyclo Hauptseite - Datenschutz - Impressum - Program Policies
Netencyclo, the Wikipedia mirror : the biggest multilingual free-content encyclopedia on the Internet. Diese Artikel wurde zuletzt am 16. Mai 2007 um 23:12 Uhr geändert. Ihr Inhalt steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. All Wikipedia content is licensed under the GNU Free Documentation License (see details). Content on this web site is provided for informational purposes only. We accept no responsibility for any loss, injury or inconvenience sustained by any person resulting from information published on this site. We encourage you to verify any critical information with the relevant authorities.