| Pfannenberger Einigkeit | |
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| Bergrevier Burbach | |
| Gemarkung | Neunkirchen-Salchendorf |
| Kreis | Siegen-Wittgenstein |
| Erstverleihung | 1810 |
| Stilllegung | 30. Juni 1962 |
| Belegschaft | 991 Mitglieder |
| Gesamtteufe | 1338 m |
| Gesamtförderung | 8,551 Mio. t Eisenerz |
| Förderung von | Braun-, Spateisenstein, Kupferkies, Bleiglanz, Zinkblende |
| Seltene Mineralien | Galenit, Millerit, Limonit |
| Geografische Lage | 50° 48' 33.12" N, 8° 0' 32.40" O |
Die Grube Pfannenberger Einigkeit war ein Eisenerzbergwerk zwischen Salchendorf und Eiserfeld im südlichen Siegerland. Sie lag auf dem unteren Südhang des Pfannenbergs auf ca. 360 m Höhe und war mit 1338 m Teufe zeitweilig die tiefste Grube Europas.
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In der Mitte des großen Grubengeländes lag die 1923 gebaute Aufbereitungsanlage und Röstöfen. Direkt im Anschluss daren stand das Fördergerüst des „Hindenburgschachtes“ und weiter das Fördermaschinenhaus des Schachtes, nördlich das Kesselhaus. Südlich des Fördergerüstes lagen die Werkstätten der Grube. Südwestlich davon die um die selbe Zeit gebaute Verwaltung sowie die Waschkaue. Der modernste Teil der Übertageanlagen wurde auf einer alten Abraumhalde der Grube errichtet.
Nördlich des „Hindenburgschachtes“ lag das Fördergerüst des „Bismarkschachtes“ sowie südwestlich dessen Fördermaschinenhaus. Östlich der Röstöfen wurde 1952 eine moderne Aufbereitungsanlage gebaut. Das „rote Hochhaus“ existiert noch immer und dient als Lager.
Nordwestlich der 1923 gebauten Aufbereitung wurde 1907 der Gleisanschluss der Freien Grunder Eisenbahn gebaut. Dieser wurde 1923 nach dem Anlegen des „Hindenburgschachtes“ auf drei Gleise vergrößert und ausgebaut. Ein viertes Gleis führte südlich bis zur Zimmerei der Grube.
Der nördlich davon gelegene Teil der Grubenanlage war der älteste der Grube und existierte nur bis in die 1930er. Die nördlich der neuen gelegenen alten Aufbereitungs- und Röstanlagen und das Fördergerüst des „Alten Schachtes“ sowie dessen Fördermaschinenhaus und die westlich gelegenen Schmieden und nördlichen Werkstätten wurden bis 1932 genutzt und danach abgerissen.
Die Hauptgrube stand über dem Mittel „Spülbütte“. Sie versprach zunächst wenig. Doch mit jedem Meter in die Tiefe lohnte sie sich mehr, im Gegensatz zu anderen Gruben, bei denen sich die Vorkommen auf den mittleren Teufen verloren.
Ein 450 m langer Pingenzug am Pfannenberg zeugt vom alten Bergbau. Bereits im 18. Jahrhundert wurde hier nachweislich nach Erz gesucht. Im Jahr 1800 begann man am Pfannenberg intensiver danach zu suchen, 1808 wurde der „Obere Stollen“, 1810 der „Tiefe Pfannenberger Stollen“ angelegt. In diesem Jahr schlossen sich dann mehrere kleine Gruben südlich des „Pfannenbergkopfes“ mit denen am Pfannenberg zur Grube „Pfannenberger Einigkeit“ zusammen. Diese waren
Ab den 1830er Jahren ruhte bis 1841 die Förderung. In den 1860ern begann man, Gesenke am Pfannenberg anzulegen. Das „Mittelberger Gesenk“ im Erzgang „Mittelberg“, in dem bis 1875 gefördert wurde, hatte eine Teufe von 31 m.
Die Belegschaft wechselte mit der Förderung der Grube je nach Wirtschaftslage und Zeit. In beiden Weltkriegen gingen die Belegschaftszahlen nach oben. Während der Weltwirtschaftskrise Ender der 1920ern sank die Zahl auf gerade mal 76 Personen, 1957 erreichte die Belegschaft nach dem Verbund „Pfannenberg-Eisenzeche“ ihre höchste Zahl mit 991 Mitgliedern.
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Der „Alte Schacht“ wurde ab 1872 abgeteuft und erreichte 1880 bereits die 100-m-Sohle, 1886 die 150-m-Sohle, 1892 die 200-m-Sohle und eine Gesamtteufe von 450 m. Die Maschinerie reichte nur bis in 450 m Teufe, zudem hatte man Probleme mit der Wetterführung, deshalb wurde überlegt, einen zweiten Schacht abzuteufen.
Im Jahr 1900 wurde dieser zweite Schacht, der „Bismarckschacht“ abgeteuft. Er wurde 1903 in Betrieb genommen und sollte später bei einem Durchmesser von 4 m bis auf 907 m in die Tiefe gehen. Ein im Jahr 1950 bis auf 1070 m Teufe angelegter Blindschacht sorgte für weitere Aufschließung der Erzvorkommen.
Bereits 1920, nach dem Ende des ersten Weltkrieges wurde ein dritter Schacht abgeteuft, da der „Bismarckschacht“ im Krieg sehr in Anspruch genommen wurde. Der „Hindenburgschacht“ wurde bis auf 1032 m genutzt und hatte einen Durchmesser von 4,5 m. Von 1020 bis 1338 m, der tiefsten Stelle, wurde ab 1950 ein abgesetzter Hauptschacht (als Blindschacht) angelegt. Dieser Schacht lag 150 m westlich vom „Hindenburgschacht“.
1927 brach der „Alte Schacht“ zusammen, 1932 wurde sein Förderturm abgebrochen und bereits 1934 auf der Spitze des Berges als Aussichtsturm wieder aufgebaut (siehe Pfannenbergturm).
Seine höchste Förderung hatte der „Pfannenberg“ (mundartlich auch Pammerich) 1913 mit 185.718 t abgebautem Gestein. 1943 erreichte man zwar Höchstleistungen von 210.581 t, doch dabei handelte es sich mehr um Raubbau im Zuge des zweiten Weltkrieges und nicht um rentablen Abbau. Die rentable Bewirtschaftung der Grube ging schon mit Anfang des ersten Weltkrieges mehr zurück. Das rentabelste Jahr der Grube war das Jahr 1914. Hier einige Fördermengen der Grube:
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1917 kaufte die Schwerindustrie den Pfannenberg, sie ging als eine der letzten Gruben im Siegerland in fremde Hände. 1923 wurde nach dem Abteufen des dritten Schachtes ein neues Verwaltungsgebäude gebaut. 1952 wurde eine neue Erzaufbereitungsanlage gebaut, die noch heute steht und als Lager genutzt wird.
Durch die Kriegsgeschehnisse wurde die Erzförderung 1945 bis auf etwa nur 10.000 t gesenkt. Nach 1945 fing man an die Förderraten wieder zu steigern.
Mit der „Erzbergbau Siegerland AG“ wurde 1953 ein Versuch gestartet, durch den Zusammenschluss von Verbundanlagen den Siegerländer Erzbergbau zu retten, die Grube „Pfannenberger Einigkeit“ gehörte ebenfalls dazu.
Am 22. Juni 1956 wurde in 800 m Tiefe eine 2,5 km lange Verbindung zur Eiserfelder Grube „Eisenzecher Zug“ hergestellt. 1957 kaufte man diese Grube nach dessen Einstellung der Förderung und war damit nochmals die tiefste Grube mit 1343,33 m. Es entstand der Verbund „Pfannenberg-Eisenzeche“. Am 29. Februar 1960 wurde die Abteilung „Eisenzecher Zug“ komplett stillgelegt.
Da die Grube keinen Profit mehr abwarf, wurde der Grubenbetrieb am 18. April 1962 um 13:00 Uhr als letzten im Kreis Siegen schließlich eingestellt und die letzten Hunte Erz aus dem Berg geholt. Am 30. Juni wurde die Grube stillgelegt. 359 Grubenarbeiter verloren an diesem Tag ihren Arbeitsplatz. Insgesamt wurden 8,551 Mio. Tonnen Erz gefördert, schätzungsweise 1,5 Mio. Tonnen liegen noch im Berg.
Die Schächte wurden nach der Betriebseinstellung größtenteils verfüllt und liegen nun unter Fertigungshallen. Heute hat sich dort ein Industrieunternehmen der Schäfer Gruppe angesiedelt, das in und um die alten Gebäude der Grube herum gebaut hat. Einzig das rote Hochhaus, eine 1952 gebaute Erzaufbereitung, erinnert noch an den Grubenbetrieb.
Als im Jahr 1900 die Grube „Arbacher Einigkeit“ unterhalb der Grube schloss, kaufte der „Pfannenberg“ die meisten Kuxe der Grube auf. Man versprach sich, in den Gängen noch Eisenerz zu finden. Ein Durchbruch von einem Stollengang des Pfannenbergs auf einen der Grube Arbach folgte, dann teufte man einen Blindschacht auf 550 m ab. 1936 waren die eh wenigen Vorräte im Arbacher Grubenfeld abgebaut und man schloss die Grube.
Brüderbund | Eisenzecher Zug | Eisernhardter Tiefbau | Eupel | Füsseberg | Georg | Große Burg | Neue Haardt | Pfannenberger Einigkeit | San Fernando | Wolf
Koordinaten: 50° 48' 33.12" N, 8° 0' 32.40" O
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."