Die Liste der Herrscher der Kurpfalz enthält alle in der späteren Kurpfalz regierenden Pfalzgrafen bei Rhein und alle Inhaber der damit verbundenen pfälzischen Kurwürde. Nicht aufgeführt sind Herzöge von Bayern, die zwar den Titel eines Pfalzgrafen führten, aber nicht in der Pfalz regierten, sowie regierende Mitglieder pfälzischer Nebenlinien, die nicht die Kurwürde innehatten.
Die Reihe der Pfalzgrafen bei Rhein begann 1085 nach dem Tod des letzten Pfalzgrafen von Lothringen, dessen Witwe Adelheid in dritter Ehe Heinrich von Laach heiratete und die Pfalzgrafschaft mit in die Ehe brachte. 1156 übertrug Kaiser Friedrich I. die Pfalzgrafschaft bei Rhein an seinem Halbbruder Konrad, nach dessen Tod fiel sie 1195 an den Welfen Heinrich von Braunschweig. Nachdem Heinrichs gleichnamiger Sohn 1214 kinderlos gestorben war, vergab König Friedrich II. die Pfalz an den Wittelsbacher Ludwig den Kelheimer. Alle späteren Pfalzgrafen und somit auch die Kurfürsten von der Pfalz stammten aus dem Hause Wittelsbach. Durch die Goldene Bulle erhielten die Pfalzgrafen 1356 offiziell die Kurwürde, die sie 1623 an die Herzöge von Bayern verloren. Nach dem Westfälischen Frieden wurde eine achte Kur für die Pfalz eingerichtet, die bis zum Reichsdeputationshauptschluss von 1803 Bestand hatte.
| Name | Familie | Amtszeit | Anmerkungen |
|---|---|---|---|
| Heinrich von Laach | Wigeriche | Pfalzgraf bei Rhein 1085/1087–1095 | heiratete die Witwe des letzten Pfalzgrafen von Lothringen |
| Siegfried von Ballenstedt | Askanier | Pfalzgraf bei Rhein 1095/1097–1113 | Stief- und Adoptivsohn seines Vorgängers |
| Gottfried von Calw | Calw | Pfalzgraf bei Rhein 1113–1129 | seit 1126 als Vormund für seinen Nachfolger Wilhelm |
| Wilhelm von Ballenstedt | Askanier | Pfalzgraf bei Rhein 1126–1140 | bis 1129 unter der Vormundschaft Gottfrieds, kinderlos |
| Otto I. von Rheineck | Salm | Pfalzgraf bei Rhein 1136–1140 | mit seinem Stiefsohn Wilhelm, nach dessen Tod abgesetzt |
| Heinrich Jasomirgott | Babenberger | Pfalzgraf bei Rhein 1140–1141 | seit 1141 Markgraf von Österreich |
| Hermann von Stahleck | Stahleck | Pfalzgraf bei Rhein 1142/1143-1156 | von seinem Schwager Konrad III. zum Pfalzgrafen erhoben |
| Konrad | Staufer | Pfalzgraf bei Rhein 1156–1195 | von seinem Halbbruder Friedrich I. zum Pfalzgrafen erhoben |
| Heinrich der Ältere | Welfen | Pfalzgraf bei Rhein 1195–1212/1213 | 1212/1213 Verzicht zugunsten seines gleichnamigen Sohnes |
| Heinrich der Jüngere | Welfen | Pfalzgraf bei Rhein 1212/1213–1214 | Sohn seines Vorgängers, kinderlos |
| Ludwig I. der Kelheimer | Wittelsbach | Pfalzgraf bei Rhein 1214–1231 | zusammen mit seinem Sohn Otto II. |
| Otto II. der Erlauchte | Wittelsbach | Pfalzgraf bei Rhein 1214/1228–1253 | bis 1231 zusammen mit seinem Vater Ludwig I. |
| Ludwig II. der Strenge | Oberbayern (Wittelsbach) | Pfalzgraf bei Rhein 1253–1294 | bis 1255 zusammen mit seinem Bruder Heinrich (XIII.) |
| Heinrich (XIII.) | Niederbayern (Wittelsbach) | Pfalzgraf bei Rhein 1253–1255 | mit Bruder Ludwig II., 1255 Verzicht zu dessen Gunsten |
| Rudolf I. der Stammler | Oberbayern (Wittelsbach) | Pfalzgraf bei Rhein 1294–1317 | mit Bruder Ludwig (IV.), 1317 Verzicht zu dessen Gunsten |
| Ludwig (IV.) | Oberbayern (Wittelsbach) | Pfalzgraf bei Rhein 1294/1301–1329 | 1329 Verzicht zugunsten der Nachkommen Rudolfs |
| Rudolf II. der Blinde | Pfalz (Wittelsbach) | Pfalzgraf bei Rhein 1329–1353 | zusammen mit seinem Bruder Ruprecht I. |
| Ruprecht I. | Pfalz (Wittelsbach) | Pfalzgraf bei Rhein bzw. Kurfürst von der Pfalz 1329–1390 | bis 1353 zusammen mit seinem Bruder Rudolf II., seit 1356 einer der sieben Kurfürsten, kinderlos |
| Ruprecht II. | Pfalz (Wittelsbach) | Kurfürst von der Pfalz 1390–1398 | Enkel Rudolfs I. |
| Ruprecht III. | Pfalz (Wittelsbach) | Kurfürst von der Pfalz 1398–1410 | seit 1400 römisch-deutscher König |
| Ludwig III. | Ältere Kurlinie (Wittelsbach) | Kurfürst von der Pfalz 1410–1436 | ältester Sohn seines Vorgängers Ruprecht I. |
| Ludwig IV. | Ältere Kurlinie (Wittelsbach) | Kurfürst von der Pfalz 1436–1449 | bis 1445 unter der Vormundschaft Ottos von Pfalz-Mosbach |
| Philipp der Aufrichtige | Ältere Kurlinie (Wittelsbach) | Kurfürst von der Pfalz 1449–1451 und 1476–1508 | bis 1451 unter der Vormundschaft seines Onkels Friedrich I., von diesem abgesetzt, 1476 dessen Nachfolger |
| Friedrich I. der Siegreiche | Ältere Kurlinie (Wittelsbach) | Kurfürst von der Pfalz 1451–1476 | Vormund Philipps, übernahm 1451 selbst die Regierung |
| Ludwig V. der Friedfertige | Ältere Kurlinie (Wittelsbach) | Kurfürst von der Pfalz 1508–1544 | ältester Sohn seines Vorgängers Philipp, kinderlos |
| Friedrich II. der Weise | Ältere Kurlinie (Wittelsbach) | Kurfürst von der Pfalz 1544–1556 | jüngerer Bruder seines Vorgängers Ludwig V., kinderlos |
| Ottheinrich | Pfalz-Neuburg (Wittelsbach) | Kurfürst von der Pfalz 1556–1559 | Enkel Philipps, seit 1505 Herzog von Pfalz-Neuburg, kinderlos |
| Friedrich III. der Fromme | Pfalz-Simmern (Wittelsbach) | Kurfürst von der Pfalz 1559–1576 | Nachfahre Ruprechts III., auch Pfalzgraf von Pfalz-Simmern |
| Ludwig VI. | Pfalz-Simmern (Wittelsbach) | Kurfürst von der Pfalz 1576–1583 | Sohn seines Vorgängers Friedrich III. |
| Friedrich IV. | Pfalz-Simmern (Wittelsbach) | Kurfürst von der Pfalz 1583–1610 | bis 1592 unter Vormundschaft seines Onkels Johann Kasimir |
| Friedrich V. | Pfalz-Simmern (Wittelsbach) | Kurfürst von der Pfalz 1610–1623 | 1619–1620 König von Böhmen, 1623 Verlust der Kurwürde |
| Maximilian (I.) | Bayern (Wittelsbach) | Kurfürst von Bayern und der Pfalz 1623–1648 | Nachfahre Ludwigs (IV.), führte die pfälzische Kur als bayerische Kur weiter |
| Karl I. Ludwig | Pfalz-Simmern (Wittelsbach) | Kurfürst von der Pfalz 1648–1680 | Sohn Friedrichs V., erhielt 1648 eine neue pfälzische Kur |
| Karl II. | Pfalz-Simmern (Wittelsbach) | Kurfürst von der Pfalz 1680–1685 | Sohn seines Vorgängers Karl I. Ludwig, kinderlos |
| Philipp Wilhelm | Pfalz-Neuburg (Wittelsbach) | Kurfürst von der Pfalz 1685–1690 | Nachfahre Ruprechts III., auch Herzog von Jülich und Berg |
| Johann Wilhelm | Pfalz-Neuburg (Wittelsbach) | Kurfürst von der Pfalz 1690–1716 | auch Herzog von Jülich und Berg, keine überlebenden Kinder |
| Karl III. Philipp | Pfalz-Neuburg (Wittelsbach) | Kurfürst von der Pfalz 1716–1742 | jüngerer Bruder Johann Wilhelms, keine überlebenden Söhne |
| Karl IV. Theodor | Pfalz-Sulzbach (Wittelsbach) | Kurfürst von der Pfalz 1742–1777 | Nachfahre Ruprechts III., seit 1777 Kurfürst von Pfalz-Bayern |
| Name | Familie | Amtszeit | Anmerkungen |
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."