Petrus (Peter) Comestor (* um 1100 in Troyes; † 22. Oktober 1178 in Paris) war ein französischer Theologe.
Er wirkte zunächst an der Kirche Notre-Dame von Troyes und pflegte als Presbyter Trecensis zu unterzeichnen. Schon vor 1148 war er Dekan des Domkapitels geworden und erhielt 1148 ein Benefizium. In Paris war er Schüler von Petrus Lombardus. Um 1160 zählte er zum Domkapitel von Notre-Dame de Paris und wurde im gleichen Jahr Kanzler. Gleichzeitig leitete er die dortige theologischen Schule. In Paris schrieb Petrus Comestor seine Historia Scholastica, er widmete sie dem Bischof von Sens, Guillaume aux Blanches Mains (1169-76). 1178 zog er sich in das Pariser Kloster St. Viktor zurück und starb dort noch im selben Jahr.
Der Beiname Comestor (der Verzehrer), begleitete Petrus schon zu Lebzeiten wegen seiner Leidenschaft für das Bücherlesen.
Die Historia Scholastica ist eine Art biblisches Lehrbuch der Weltgeschichte und fand weite Verbreitung. Der Autor beginnt seine Erzählung mit der Schöpfungsgeschichte und setzt sie fort bis zu den Ereignissen aus der Apostelgeschichte. Als Quellen dienen ihm sowohl die Bibel als auch Schriften weltlicher Autoren, besonders Flavius Josephus bzgl. des Anfangs der Evangelien. Hinweise aus Geographie, Kosmologie, Philosophie, Theologie, Etymologie usw. bilden einen Kommentar zur Hl. Schrift.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Petrus Comestor |
| ALTERNATIVNAMEN | Peter Comestor |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Theologe |
| GEBURTSDATUM | um 1100 |
| GEBURTSORT | Troyes |
| STERBEDATUM | 22. Oktober 1178 |
| STERBEORT | Paris |
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."