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Peter Vischer :

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Peter Vischer der Ältere

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Peter Vischer
Skizze des Selbstbildnisses im Sebaldusgrab, Sebalduskirche zu Nürnberg

Peter der Ältere Vischer (* um 1460 in Nürnberg; † 7. Januar 1529 in Nürnberg) war ein deutscher Bildhauer und Erzgießer.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Ausgebildet von seinem Vater Hermann († 1488), übernahm Vischer dessen 1453 gegründete Messinggießerei, die unter seiner Leitung zur berühmtesten in Deutschland wurde. In den Nürnberger Ratsverlässen taucht Vischer im Todesjahr seines Vaters 1488 erstmals auf; die Meisterliste führt ihn erst seit 1489. Spätestens 1485 heiratete er seine erste Frau Margarethe Groß. Er war Vater von Hermann, Peter und Hans. Anfang 1493 ging das väterliche Haus „am Sand“ in seinen Besitz über; im selben Jahr starb seine zweite Frau Dorothea. 1494 vermittelte ihn der Nürnberger Rat gemeinsam mit dem Bildschnitzer Simon Lainberger an den Heidelberger Hof des Pfalzgrafen Philipp der Aufrichtige (1448 - 1508). 1505 wohnte er bereits auf der Lorenzer Seite „am Katharinengraben“ und wurde als Hausbesitzer „im Viertel bei den Barfüßern zu einem Hauptmann erteilt“. 1506 kauften er und seine dritte Frau Margaretha († 1522) das Nachbarhaus und errichteten eine Gießhütte. 1511 berief ihn der Stadtrat zusammen mit Albrecht Dürer (1471 - 1528) als Sachverständigen für die Ausbesserung des Schönen Brunnens (1385-96) auf dem Nürnberger Hauptmarkt. 1516 wurde er als „Genannter“ in den „Größeren Rat“ aufgenommen.

Während seiner frühen Schaffenszeit entstanden vor allem ganzfigürliche Grabplatten wie die um 1495 im Magdeburger Dom aufgestellte Messingtumba des Erzbischofs Ernst von Sachsen (1464 - 1513). Vischer benutzte für seine Güsse Entwürfe und Modelle, deren Autorschaft noch nicht restlos geklärt ist. Ob er selbst bildkünstlerisch tätig war, wird kontrovers beurteilt. Nach 1500 arbeitete er wohl auch mit Veit Stoß zusammen. Kaiser Maximilian I. (1459 - 1519) vermerkte in seinem Gedenkbüchlein: „... maister Peter rotschmid zu Nurmberg di altfrenkischen pild ab lassen malen di er bei 3 bis 400 haben sol, ...“ (vielleicht eine Sammlung von Visierungen und Nachzeichnungen). 1512 gab Maximilian zwei lebensgroßen Bronzestatuen - höchstwahrscheinlich die Könige Arthur und Theoderich (Guss 1513) - für sein geplantes Grabdenkmal in der Innsbrucker Hofkirche bei Vischer in Auftrag.

Das Sebaldusgrab im Ostchor von St. Sebald in Nürnberg ist das Hauptwerk der Vischer-Werkstatt und bedeutendes Zeugnis deutscher Renaissanceplastik. Der 1488 bezeichnete und mit einem Vischerschen Werkstattzeichen versehene großformatige Planriß (Federzeichnung auf Pergament, Wien, Akademie der bildenden Künste) für das tabernakelartige Gehäuse zum 1391-97 gefertigten Reliquienschrein des Heiligen Sebald zeigt gotisierende Architektekturformen. Im Mai 1507 beschloss der Nürnberger Rat, das Messinggehäuse ausführen zu lassen. Zugrundegelegt wurde ein veränderter und norditalienischer Renaissancekunst stark verpflichteter Entwurf, der das Gehäuse verkleinerte und figürlich überreich ausstattete. Sockelseiten des Sebaldusgrabes halten Arbeitsbeginn (1508) und Meistername fest. Laut Unterschrift am Rand der Sockelplatte vollendete Vischer gemeinsam mit seinen Söhnen das Werk 1519. In der Nische der westlichen Tumbaseite des Sebaldusgrabes steht die ausdrucksmächtige (Selbst?-)Bildnisstatuette von Vischer.

Peter Vischer wurde auf dem Rochusfriedhof in Nürnberg beigesetzt. Von den fünf Söhnen aus drei Ehen zeichneten sich die beiden ältesten, Hermann und Peter, durch ungewöhnliche schöpferische Kreativität aus, deren volle Entfaltungsmöglichkeit allerdings ihr frühzeitiger Tod verhinderte.

In Nürnberg existiert eine Straße, die nach ihm benannt wurde, sowie eine Schule, die ein Gymnasium und eine Realschule umfasst. Sie wurde 1914 erbaut und diente im Zweiten Weltkrieg als Rathaus und wurde auch als Krankenhaus genutzt.

Ebenfalls eine Straße ist in Erlangen (Stadtteil Alterlangen) nach ihm benannt, ebenso wie in Berlin.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Werke

Berliner Dom:
Tischgrab des Kurfürsten
Johann Cicero von Brandenburg

[Bearbeiten] Weblinks


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