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Peter Schulz

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Peter Schulz (* 25. April 1930 in Rostock) ist ein deutscher Jurist und Politiker (SPD). Er war von 1971 bis 1974 Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Sein Vater Albert Schulz war von 1945 bis zu seiner Absetzung 1949 Oberbürgermeister von Rostock. Peter Schulz machte 1949 Abitur in Rostock und studierte nach der Flucht der Familie aus der DDR an der Universität Hamburg Rechtswissenschaften. 1954 legte er die erste und 1958 die Große Juristische Staatsprüfung ab. Die Zulassung als Rechtsanwalt erfolgte 1959. Ein Jahr später gründete er mit Dr. Alfred Phillipp die heute als Schulz • Noack • Bärwinkel firmierende Anwaltssozietät mit Niederlassungen in Hamburg, Rostock und Shanghai. Peter Schulz ist verheiratet mit Dr. med Sonja Schulz, geb. Planeth, und hat zwei Kinder und drei Enkelkinder.

[Bearbeiten] Politik

Bereits während des Studiums war Schulz Landesvorsitzender der Jungsozialisten und Bundesgeschäftsführer des Sozialistischen Deutschen Studentenbunds. 1961 wurde er Abgeordneter der Hamburgischen Bürgerschaft. 1965 leitete er einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss, der den gewaltsamen Tod eines Häftlings im Untersuchungsgefängnis untersuchte. Dabei deckte er erhebliche Versäumnisse und Vertuschungen in der zuständigen Behörde und durch die Staatsanwaltschaft auf. 1966 wurde er in die Landesregierung (Senat) gewählt und übernahm die Leitung der neu strukturierten Justizbehörde. 1970 übernahm er das Amt des Zweiten Bürgermeisters und wechselte in die Behörde für Schule, Jugend und Berufsbildung. Am 16. Juni 1971 wurde Schulz als Nachfolger von Herbert Weichmann zum Ersten Bürgermeister gewählt. Zu diesem Zeitpunkt war er jüngste Erste Bürgermeister seit 1678.

Mit der Aktion Grüne Stadt setzte er erste Akzente in der staatlichen Umweltpolitik. In seine Amtszeit fiel auch die Entscheidung des Hamburger Senats, Anhänger links- oder rechtsradikaler Organisationen nicht in den öffentlichen Dienst zu übernehmen („Radikalenerlass“). Sein Plan, im Gebiet Billwerder/Allermöhe ein Neubaugebiet für 60.000 Menschen zu errichten, scheiterte am Widerstand des linken Parteiflügels und des Koalitionspartners FDP. Nach schweren Verlusten bei der Bürgerschaftswahl trat Schulz am 12. November 1974 zurück. Sein Nachfolger wurde Hans-Ulrich Klose. Schulz arbeitete seitdem wieder als Anwalt.

1978 wurde Schulz einstimmig zum Präsidenten der Bürgerschaft gewählt. Er übte dieses Amt mit einer kurzen Unterbrechung im Jahre 1982 bis 1986 aus. 1989/90 war Schulz in seiner Heimatstadt Rostock als „one dollar man“ juristischer Berater der Stadtregierung und half beim Wiederaufbau der dortigen SPD. Später wurde er dort Honorarkonsul des Königreichs Norwegen und Präsident des Anwaltsgerichtshofs für Mecklenburg-Vorpommern.

[Bearbeiten] Ehrungen

[Bearbeiten] Veröffentlichungen

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks


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