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Peter Paul Althaus

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Peter Paul Althaus

Peter Paul Althaus (* 28. Juli 1892 in Münster; † 16. September 1965 in München) war ein deutscher Schriftsteller und Kabarettist, besonders bekannt für seine Traumstadtgedichte.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

[Bearbeiten] Jugend und Lehre

Peter Paul Althaus war der ältere von zwei Söhnen eines Eisenwaren-, Leder- und Polstergroßkaufmanns. Er galt schon in der Schule als intelligent, jedoch auch schwierig, und konnte das Abitur erst nach mehreren erzwungenen Schulwechseln (Domschule, Gymnasium Paulinum, Schillergymnasium, Privatschule in Telgte) im Internatsgymnasium Georgianum in Lingen ablegen. Danach begann er eine Apothekerlehre in Ahlen, die er noch im gleichen Jahr abbrach, um sich als Freiwilliger für den Ersten Weltkrieg zu melden. Bereits damals verfasste er eigene Gedichte und arbeitete schon seit 1916 bei den Zeitschriften Simplicissimus und Jugend mit.

[Bearbeiten] Erster Weltkrieg und Nachkrieg

Er wurde mehrfach bei Kämpfen verletzt und erreichte den Rang eines Leutnants. Nach der Rückkehr gründete er in Münster erst die Musikalische Deutsche Ecke, einen Verein für Hobby-Poeten und Laienmusiker, dann richtete er gemeinsam mit seinem Bruder eine Heeresgut-Sammelstelle ein, die bis 1922 zu einer ersten Anlaufstelle für die aus dem Krieg zurückkehrenden Künstler und Studenten wurde. Er gehörte 1919 zu den Gründern des Literaturverlags Der weiße Rabe. 1919 bis 1922 studierte Althaus Philosophie, Literatur, Kunstgeschichte und Musikwissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Er verfasste nebenher satirische Texte und Gedichte - zunächst noch ohne großen Erfolg.

[Bearbeiten] Schriftsteller in München

1922 zog er nach München. Er lernte Hilde Supan kennen, Lektorin des Verlages O.C. Recht, Mitarbeiterin der Münchner Kammerspiele und bald Althaus' Lebensgefährtin, die ihn in den Schwabinger Künstlerzirkel einführte. Dort verkehrte Althaus u.a. mit Stefan George, Karl Wolfskehl, Rainer Maria Rilke, Erich Mühsam, Frank Wedekind, Thomas und Heinrich Mann. Mit Klaus und Erika Mann und Wedekinds Kindern Pamela und Kadja führte Althaus improvisierte Hauskabaretts in Wedekinds Wohnung in der Prinzregentenstraße auf. Bei Auftritten in der Künstlerkneipe Simpl lernte er Joachim Ringelnatz kennen, dem er postum ein Gedicht widmete.

Im Jahr 1923 erschienen seine ersten Gedichte im Göttinger Musenalmanach (Herausgeber war Börries von Münchhausen), Übersetzungen des Tartuffe im Originalversmaß und alter indischer Lyrik aus dem Englischen, im nächsten Jahr der Gedichtband Jack, der Aufschlitzer (polizeilich verboten, auch wegen der frivolen Zeichnungen Rudolf Schlichters) und eine Voltaire-Übersetzung.

1925 bis 1926 war PPA, wie er sich meist nannte, vorübergehend Regieassistent am Deutschen Nationaltheater Weimar, um 1928 begann er für den Bayerischen Rundfunk Hörspiele zu schreiben, u.a. Liebe, Musik und der Tod des Johann Sebastian Bach (gesendet 1933). Anfang der 1930er Jahre bereiste er Europa, länger blieb er in Florenz, auf Mallorca (gemeinsam mit einem Zoologen und einem Biologen um dort Studien über das Alarmsystem der einheimischen Ameisen zu betreiben) und in England, wo er auch als Regisseur arbeitete.

Zurück in München, gründete Althaus mit Ludwig Kusche und Wolfgang von Weber 1934 das literarische Kabarett Der Zwiebelfisch in der Gaststätte Weißes Haus in der Barerstraße. 1939 bis 1941 war er Oberspielleiter beim Berliner Deutschlandsender, wo er u.a. Revuen schrieb und sendete, wurde jedoch auf persönliches Betreiben von Joseph Goebbels entlassen, weil er den Gedichtband Das Vierte Reich (erschienen 1928, kein politischer Inhalt) dem vertriebenen Albert Einstein gewidmet hatte. 1941 bis 1945 war er Hauptmann einer Transportkompanie im Zweiten Weltkrieg.

[Bearbeiten] Nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach dem Krieg kehrte er nach München zurück und lebte zunächst in Tutzing, bevor er zurück nach Schwabing zog. Er arbeitete wieder für den Bayerischen Rundfunk und als freier Kabarettist (Schwabinger Brettl 1947, Monopteros(s) 1948). Daneben war er seit Oktober 1947 freiberuflicher dramaturgischer Lektor des Theaterverlags Desch in München. 1948 gründete er den Künstlerkreis Seerose, der noch heute besteht. 1951 erschien sein bekanntestes Werk In der Traumstadt (auch Traumstadtgedichte). Ab 1952 widmete er sich ausschließlich dem Schreiben.

[Bearbeiten] Alter und Tod

In Schwabing war Peter Paul Althaus als Dichter und Bürgermeister der Traumstadt eine anerkannte Berühmtheit (der damalige Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel sprach ihn mit Kollege an [1]). 1961 erhielt er den ersten Schwabinger Literaturpreis, 1962 aus Anlass seines 70. Geburtstags die Goldmedaille des Bayerischen Rundfunks (die Laudatio hielt Theodor Heuss).

In seinen letzten Lebensjahren konnte Althaus aus gesundheitlichen Gründen seine Wohnung nicht mehr verlassen [2]; einmal im Jahr ließ er sich aber die 117 Stufen zu seiner Obergeschosswohnung heruntertragen, wenn ihn der Oberbürgermeister als Bürgermeister der Traumstadt zur Nikolausfeier in die Gastwirtschaft Seerose einlud. Seit 1964 war Althaus völlig bettlägerig. Dennoch rief er 1965 im Atelier des Malers Oswald Malura die erste Traumstadt-Bürgerversammlung zusammen.

Althaus starb am 16. September 1965. Er ruht in einem Ehrengrab der Stadt München auf dem Nordfriedhof (Grab Nr. 25-4-2). Es finden noch heute Traumstadt-Abende statt, nun bei Althaus' Großneffen, Hans Althaus, in Köln.

[Bearbeiten] Werk

Althaus ist vor allem für seine Gedichte bekannt geworden, Verse mit Anklängen an Morgenstern und Ringelnatz, aber trotzdem von eigener Prägung, zarte, filigranartige, gedanklich versponnene und verspielte Gebilde voll skurrilen Humors und von hohem poetischen Reiz [3]. Die Gedichte leben von Wortspielen und überraschenden Pointen, reine Spielerei wechselt mit Tiefsinn und Melancholie ab. [4]

[Bearbeiten] Zitate

[Bearbeiten] Von Althaus

[Bearbeiten] Über Althaus

[Bearbeiten] Werke

[Bearbeiten] Gedichte

[Bearbeiten] Hörspiele, Theaterstücke und Revuen

[Bearbeiten] Übersetzungen

[Bearbeiten] Sammlungen

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. http://www.peterpaulalthaus.de/?page_id=8
  2. Althaus' Krankheit wird auch als Protest gegen das neue Schwabing der Vergnügungsviertel gedeutet, etwa auf http://www.zeit.de/1965/39/Peter-Paul-Althaus
  3. http://lexikon.meyers.de/meyers/Spezial:Zeitartikel/Peter+Paul+Althaus?teaserID=481279
  4. http://literaturline.stadt-muenster.de/lesung_detail.cfm?v_nr=1296
  5. http://www.lwl.org/literaturkommission/1biblio/althaus/index.htm
  6. http://www.oswald-malura-stiftung.de/sites/006_traum/traumstadt.htm

[Bearbeiten] Weblinks

Peter Paul Althaus - Artikel des Tages

Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva

Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.

Femme russe Peter Paul Althaus - In den Nachrichten

"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."

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