Permafrostboden - auch Dauerfrostboden - ist ab einer gewissen Tiefe das ganze Jahr hindurch gefroren. Definitionsgemäß "Lithosphärenmaterial, das während mind. eines Jahres eine Temperatur unter Null Grad aufweist". Große Permafrostareale finden sich auf der Erde in den Gebieten mit arktischem und antarktischem Einfluss. Die baumlosen Tundren unserer Erde sind oft Permafrostgebiete. Geographisch gesehen handelt es sich um große Teile Nordkanadas, Alaskas, Grönlands und Ostsibiriens. Nach Süden reichen einige Permafrostgebiete bis in die Mongolei. Permafrost dringt dabei unterschiedlich tief in den Untergrund: In Nordrussland erreicht der Permafrost Tiefen von bis zu 1.450 Meter Bodentiefe, in Skandinavien sind es lediglich 20 Meter.
Permafrostareale - also Inseln mit permanent durchgefrorenem Boden - gibt es aber auch in Hochgebirgsregionen, wie beispielsweise den Alpen. Sie sind während der Eiszeit entstanden, als der Boden stellenweise bis in mehrere 1000 Meter Tiefe gefror.
Permafrostböden können im Sommer oberflächlich auftauen; der Auftauboden geht dabei häufig mehrere Meter in die Tiefe, der sich darunter befindende Boden bleibt weiterhin gefroren.
Siehe auch: Permafrost in Nunavut, einer Region im Nordosten Kanadas.
Inhaltsverzeichnis |
Horizontale Gliederung
Vertikale Gliederung (von oben nach unten)
Das oberflächliche Auftauen der Böden bereitet viele Probleme für den Bau von Gebäuden. Werden Gebäude im Winter auf den gefrorenen Böden gebaut, kann es passieren, dass diese durch das Auftauen wieder einstürzen. In Gebieten mit Permafrostböden werden deshalb Gebäude vornehmlich auf Pfählen gebaut, die bis in die permanent gefrorene Tiefe des Bodens reichen und somit auf festem Grund stehen. Außerdem kann Luft den Unterboden des Hauses umströmen und die vom Gebäude abgestrahlte Wärme abtransportieren, ebenfalls um den Boden nicht auftauen zu lassen.
In Permafrostböden finden wir auch die voreiszeitliche Fauna und Flora vorzüglich konserviert. Das gefundene biologische Material ist dabei permanent tiefgefroren. Dadurch sind auch DNA-Analysen der Funde möglich, was bei Fossilien sonst nicht möglich ist. So wurde 1997 wieder ein sehr gut erhaltenes Wollhaarmammut (das Jarkov-Mammut) auf der Taimyr-Halbinsel in Nord-Sibirien (von dem Dolganen Gennadij Jarkow) gefunden, das umfassend untersucht wurde.
Im Zuge der globalen Erwärmung wurde in den letzten Jahrzehnten eine Nordwärtswanderung der Permafrostgrenze in Nordamerika und in geringerem Umfang auch in Eurasien beobachtet. Die Folgen sind Schäden an Straßen und Häusern, die dort, wo der Permafrost auftaut, nun auf Morast stehen. Langfristig wird ein Auftauen in noch wesentlich größerem Ausmaß befürchtet, da die Klimamodelle eine weit überdurchschnittliche Erwärmung in der Arktis voraussagen. Einige Wissenschaftler befürchten, dass es zu einer positiven Rückkopplung kommen könnte, da in den dauerhaft gefrorenen Böden als Biomasse gebundener Kohlenstoff in großen Mengen vorliegt, der nach dem Abtauen und Abbau der Biomasse als Treibhausgas Kohlendioxid an die Atmosphäre abgegeben werden könnte. Des Weiteren würden aus den Permafrostböden Sümpfe entstehen, aus denen Methan in die Atmosphäre entweichen könnte, wobei das Treibhauspotenzial von Methan etwa 25 mal so groß ist wie das von CO2.
Das Auftauen von Permafrostböden sorgt kurzfristig und lokal bereits für erhebliche und bedrohliche Veränderungen der Topographie. Vor allem im Norden Russlands sinken große ebene Flächen innerhalb kurzer Zeit plötzlich ab, wenn das gefrorene Wasser taut und an Volumen verliert, eingeschlossenes Gas entweicht und in der Folge das durchlöcherte Erdreich unter dem eigenen Gewicht in sich zusammen sinkt. Zurück bleibt auf weiten Flächen eine Kraterlandschaft, schiefe und entwurzelte Bäume, und Seen gefüllt mit Tauwasser.
Das Auftauen der Permafrostböden in den Alpen setzt hingegen ganze Berghänge in Bewegung.[1] Am Bliggferner in den Alpen rutschen derzeit ca. vier Millionen Kubikmeter Gestein und Eis in Richtung Tal. Diese Gebirgsmasse wandert täglich 20 Zentimeter, reißt den Gletscher zunehmend auf und macht ein plötzliches Abrutschen immer wahrscheinlicher. Ein Abrutschen in den Gepatsch-Stausee, könnte den See über die Staumauer treten lassen und damit eine Flutwelle ähnlich wie im Fall der Vajont-Staumauer in den italienischen Alpen auslösen.[2] Am 10. Oktober 1963 rutschten ca. 250 Millionen Kubikmeter Gestein in den See. Die Flutwelle reichte mehr als 100 Meter über die Staumauer und tötete im Piavetal etwa 2000 Menschen. [3]
Siehe auch: Folgen der globalen Erwärmung
Es wird vermutet, dass das einst auf dem Mars reichlich vorhandene Wasser sich heute zumindest zum Teil als Eis im Boden befindet. Somit würde es auch dort gefrorene Böden geben.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."