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Peasants’ Revolt

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Die Peasants’ Revolt von 1381 war der größte Bauernaufstand im mittelalterlichen England.

König Richard II. trifft die Aufständischen
Die Tötung von Wat Tyler durch Walworth, den Bürgermeister von London

Die Frage nach den Ursachen, welche zum Aufstand geführt haben, ist Gegenstand verschiedener erklärender Theorien. Die marxistische Sichtweise sieht die Krise des Feudalismus als Hauptursache, eine andere die Fehler der Regierung. Ein weiterer Erklärungsversuch bezieht sich auf die große Pestepidemie Mitte des 14. Jahrhunderts, welche die Zahl der vorhandenen Arbeitskräfte drastisch reduziert und so eine Wirtschaftskrise ausgelöst hatte. Zur Finanzierung des Hundertjährigen Krieges erhob die englische Krone in kurzem Abstand (1373, 1379, 1380–1381) drei Sondersteuern (Poll Taxes). Beim Eintreiben der dritten Steuer Ende Mai 1381 gab es die ersten Aufstandshandlungen in den Grafschaften Kent und Essex. Die Aufständischen aus Kent, geführt von Wat Tyler, eroberten die Stadt Canterbury, die sich am 10. Juni vollständig in ihrer Gewalt befand. Gemeinsam mit den Aufständischen aus Essex zogen die Bauern nach London und verschafften sich Zugang zur Stadt.

Am 14. Juni kam es zu einer Unterredung zwischen den Aufständischen und König Richard II. in Mile End. Die Forderungen der Rebellen waren: Abschaffung der Leibeigenschaft, Bestrafung der Verräter, freies Kaufs- und Verkaufsrecht und Begrenzung der Pachtgebühr. Einen Tag später wurden diese Forderungen bei einer weiteren Unterredung zwischen König und Aufständischen in Smithfield auf die Gesamtgesellschaft ausgedehnt: Abschaffung der Leibeigenschaft und Grundherrschaft, gleiche Beteiligung aller an der Herrschaftsausübung, Abschaffung des Arbeitergesetzes, Kirchenreform, sowie freies Nutz- und Jagdrecht. Zeichnen sich die Forderungen des ersten Treffens durch ihren gewerblich-landwirtschaftlichen Charakter aus, so haben die Forderungen von Smithfield eine radikale, fast schon sozialutopische Note.

Während der Unterredung kam es zu einem Handgemenge, bei dem Wat Tyler von den Anhängern des Königs getötet wurde. Die geschockten Rebellen wurden von der Bürgerwehr umzingelt und zogen zurück in ihre Grafschaften, nachdem der König ihnen freies Geleit gewährt hatte. Während des Aufstandes wurden auch Adlige (unter anderem der Erzbischof von Canterbury, Simon Sudbury, und der Schatzkanzler von England, Robert Hales) von den Aufständischen mit der Begründung des angeblichen Verrats an König Richard II. getötet.

Die Versprechen von Richard II. wurden jedoch nicht umgesetzt. Nachdem er selbst den Aufstand zu Ende führte, ließ er sich, nachdem sich die Lage beruhigt hatte vom Parlament der verbrieften und gegebenen Versprechen freisprechen. Als ihn die Bauern aufforderten er solle - wie versprochen - die Leibeigenschaft abschaffen, soll er nur gesagt haben: „Knechte seid ihr, und Knechte werdet ihr auch bleiben“. Die Anführer wurden gerichtet, allerdings scheint dies wirklich nur auf die Anführer des Aufstandes begrenzt gewesen zu sein.

[Bearbeiten] Literatur

Krieger, Karl-Friedrich: Die Geschichte Englands, München, C.H. Beck, 2009, S. 198ff.

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