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Paul Emmerich (* 27. Juli 1876 in Berlin; † 28. September 1958 ebenda) war ein deutscher Architekt.
Paul Emmerich war der Sohn des Architekten Julius Emmerich. Er studierte an der Technischen Hochschule Charlottenburg. Nach dem Studium arbeitete er als freier Architekt. Ab 1911 führte er zusammen mit seinem Schwager Paul Mebes das Architekturbüro Mebes & Emmerich, dessen wichtigstes Arbeitsgebiet der Wohnungsbau war. Daneben sind aber zahlreiche Beispiele für andere Bauaufgaben bekannt, mit denen das Büro ebenso betraut wurde und Beachtung fand, z. B. Verwaltungsgbäude und Schulen.
Nach dem Tod von Paul Mebes (1938) führte Paul Emmerich das Büro unter dem gemeinsamen Namen weiter. Nach dem Zweiten Weltkrieg trat sein Sohn Jürgen Emmerich (* 18. Juli 1905 in Berlin; † 6. April 1993 in Berlin) in das Büro ein.
Es ist nicht eindeutig geklärt, welchen individuellen Anteil Mebes und Emmerich jeweils am Entwurf der vom gemeinsamen Büro ausgeführten Bauten hatten. In der Literatur werden gelegentlich einzelne Bauten nur Mebes zugeschrieben – möglicherweise ist das aber allein darauf zurückzuführen, dass Mebes durch seine Veröffentlichungen etwas bekannter war.
- 1911: Umbau des Alten Museums in Berlin
- 1910–1912: 1. Bauabschnitt der „Gartenstadt Zehlendorf“ in Berlin-Zehlendorf: elf Hausgruppen entlang der Camphausen-, Dallwitz-, Berlepsch- und Thürstraße sowie im Rotherstieg
- 1911–1913: „Schadowschule“ in Berlin-Zehlendorf, Beuckestraße
- 1912–1913: Verwaltungsgebäude der Iduna-Versicherung in Berlin-Kreuzberg, Charlottenstraße
- 1912–1914: Verwaltungsgebäude der Nordstern-Versicherung, sogenanntes Nordsternhaus in Berlin-Schöneberg, Badensche und Salzburger Straße
- 1917–1918: „Hindenburgturm“ in (Eberswalde-) Finow
- 1917–1920: Fabrikanlage, sogenanntes „Neuwerk“, der Kupfer- und Messingwerke Hirsch A.G. in (Eberswalde-) Finow
- 1922: Wohnhaus für Robert Hackelöer-Köbbinghoff (Generaldirektor der Nordstern-Feuerversicherungs-A.G.) in Berlin-Dahlem, Riemeisterstraße
- 1922–1923: Umbau und Aufstockung des Geschäftshauses für die Deutsche Länderbank A.G. in Berlin, Unter den Linden/Pariser Platz (gegenüber dem Hotel Adlon, kriegszerstört)
- 1923 eigenes Wohnhaus von Paul Emmerich in Berlin-Zehlendorf, Katharinenstraße 6
- 1923–1925: Siedlung „Am Heidehof“ in Berlin-Schlachtensee
- 1926–1927: Wohnbebauung der DeGeWo in Berlin-Schöneberg, Hauptstraße, Innsbrucker Platz und Rubensstraße
- 1928: Doppelhaus in der Siedlung am Fischtalgrund (Ausstellung „Bauen und Wohnen“) in Berlin-Zehlendorf
- 1928–1930: Laubenganghaus in Berlin-Lichterfelde
- 1928–1930: „Bergschule“ in Apolda
- 1928–1931: „Friedrich-Ebert-Siedlung“ in Berlin-Wedding, Afrikanische Straße (in der gleichen Siedlung auch Bauten von Bruno Taut)
- 1929–1930: Wohnbebauung für den Gemeinnützigen Wohnungsverein zu Bochum e.V. in Bochum, Alexandrinen- und Teylestraße
- 1929–1930: Beteiligung am Bau der „Krochsiedlung“ in Leipzig-Gohlis
- um 1930: Wohnhaus für den Fabrikanten Wilhelm Adolf Farenholtz in Magdeburg
- 1930–1934: „Feuer- und rauchlose Siedlung“ in Berlin-Steglitz, Steglitzer Damm
- 1934–1935: Verwaltungsgebäude der Feuersozietät der Provinz Brandenburg in Berlin-Tiergarten, Am Karlsbad
- 1937–1938: Repräsentanz der Friedrich Krupp A.G. in Berlin-Tiergarten (heute Sitz des Canisius-Kollegs) (vgl. Abbildung)
- 1938–1941: Verwaltungsgebäude der Philipp Holzmann A.G. in Berlin-Westend, Heerstraße
Ab 1950 arbeitete Paul Emmerich gemeinsam mit seinem Sohn Jürgen Emmerich.
- Allgemeines Künstlerlexikon. K.G. Saur Verlag
Paul Emmerich - Artikel des Tages
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre
face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
Femme russe Paul Emmerich - In den Nachrichten
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."