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Der Orientierungssinn (auch: Raumsinn) ist die Fähigkeit von Menschen und Tieren, sich in unbekannter Umgebung räumlich oder richtungsbezogen zurechtzufinden.
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Einige Grundfähigkeiten zur räumlichen Orientierung sind uns angeboren, doch kann der Orientierungssinn durch Übung und Gedächtnistraining wesentlich verbessert werden. Zu den Elementen, welche dazu wesentlich beitragen, zählen:
Bei vielen Tierarten kommen weitere Orientierungshilfen hinzu, beispielsweise der Geruchsinn bei Hunden und Jägern, das Registrieren von Temperaturänderungen (insbesondere horizontaler Gradienten), magnetische Sinne bei vielen Vögeln, bei Fischen und Insekten das Orten von Strömungen und Erschütterungen usw.
Beim Menschen ist der Orientierungssinn je nach Lebensweise und Kulturraum sehr verschieden ausgeprägt und stark von Erfahrung und Übung beeinflusst. Auch Alter und Geschlecht spielen eine Rolle (siehe unten).
Die Basis des Orientierungsvermögens ist ein enges Zusammenspiel von Sehen, Gleichgewichts- und Muskelsinn, dessen Steuerung v.a. im Stamm- oder Kleinhirn erfolgt. Es äußert sich u.a. in sehr zielgerichteten Reflexen, z.B. bei Sturz oder Stolpern. Würden diese Schutzreflexe nicht über das Rückenmark, sondern das Großhirn erfolgen, wären sie um Vieles zu langsam. Ist das Zusammenspiel der Sinne gestört, tritt Verwirrung und Desorientierung (Vertigo) auf, die oft Schwindelgefühl oder Übelkeit auslöst.
Im Regelfall ist uns die eigene Raumlage kaum bewusst, sondern erst bei unüblichen oder widersprüchlichen Sinnesmeldungen (z.B. bei raschen Drehungen oder beim Tanz). Wie vieles hier unbewusst abläuft, ist etwa bei den Augenmuskeln festzustellen. Sie drehen die Augen bei jeder Kopfbewegung "automatisch" nach, wodurch erst die Umgebung scharf gesehen werden kann.
An ungewöhnliche Raumbewegungen - wie Fliegen oder Tauchen - können sich Gesichts- und Gleichgewichtssinn nicht immer glatt einstellen, sodass es einigen Trainings bedarf, etwa Schulung im Instrumentenflug, Sehübungen, Taucherschule. Beim Fliegen sind meist Drehbewegungen das Problem, die unbemerkt beginnen, bis ihr Anwachsen Auge und Raumgefühl überrascht. Beim Tauchen ist es u.a. die veränderte Körperlage und Wahrnehmung (Winkel und Distanzen erscheinen im Wasser um etwa 1 Drittel verzerrt), und in anderen ungewohnten Situationen z.B. Angst, Dunkelheit, veränderte Luft oder Kälte.
Im Gegensatz zur Raumlage (unbewusste Grundfunktionen) ist die Orientierung nach Landschafts- oder Himmelsrichtungen stärker durch Denken, Vorstellungen und Erfahrung geprägt. Bei der natürlichen Fortbewegung (Fußgängernavigation) und beim langsamen Fahren kann man sich z.B. den zurückgelegten Weg durch Richtung und Entfernung einprägen, nach leitenden Linienstrukturen suchen (Wege, Grenzen, Gewässer, Böschungen, Gebäude ...) oder sich an ihnen durch markante Punkte (Wegmarken, Wegweiser, visuelle Reize, Geräusche, Gerüche usw.) leiten lassen. Bei der Gewichtung dieser Weg-Informationen gibt es deutliche
Nach verschiedenen Untersuchungen können sich Männer meistens die Wege besser merken als Frauen und finden sich auch auf Landkarten etwas leichter zurecht. Teilweise kann dies entwicklungs- und kulturgeschichtlich bedingt sein (Jagd, traditionelle Führungsrollen usw.), doch sind auch Unterschiede in der Gehirnstruktur und in der Strategie die Ursache. Letztere lässt sich z.B. daran untersuchen, wie Männer und Frauen eine Wegbeschreibung aufbauen:
Während sich die meisten Männer auf Himmelsrichtungen und Entfernungen konzentrieren, orientieren sich Frauen vor allem an Wegmarken. Neuere Untersuchungen deuten darauf hin, dass beide Geschlechter unterschiedliche Informationen auswerten. Frauen denken stärker in Zusammenhängen und merken sich daher Weg- und Landmarken besser, während Männer optische Hinweise eher als Raumstruktur "verspeichern".
Nach langen Testreihen zweier Forscherinnen der Royal Society (Jones und Healy) ist die Orientierungsfähigkeit beider Geschlechter etwa gleich, wenn es auf optische Merkmale ankam. Bei vorwiegend räumlichen Informationen schneiden hingegen Männer deutlich besser ab, weil sie diese und visuelle Hinweise gleich gut verwerten können. In geschlossenen Räumen finden sich jedoch Frauen besser zurecht: sie achten mehr auf die hier wichtigeren visuellen Reize, während Männer ihre Aufmerksamkeit zwischen diesen und den hier unwesentlicheren 3D-Informationen teilen. Ob diese zwei Orientierungsarten auf spezifische Vorteile in der frühen Menschheitsgeschichte zurückgehen können, sollen künftige Forschungen zeigen.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."