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Ordination

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Dieser Artikel befasst sich mit der kirchlichen Ordination im christlichen Sinn. Für weitere Bedeutungen, siehe Ordination (Begriffsklärung).

Ordination (lat. ordo „(geistlicher) Stand“) ist eine gottesdienstliche Handlung in christlichen Kirchen und im Judentum, durch die Menschen (in katholischen, orthodoxen und in vielen Freikirchen nur Männer) zum geistlichen Amt gesegnet, geordnet und gesandt werden. Das zentrale Segenszeichen in allen Ordinationsliturgien ist die Handauflegung. Sie wird schon im Neuen Testament (2. Tim. 1,6; 1. Tim. 4,14) als Geste der Vollmachtsübertragung erwähnt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Kirchen katholischer und orthodoxer Tradition

In den Kirchen katholischer und orthodoxer Tradition (Römisch-katholische Kirche, Orthodoxe Kirchen, Altkatholische Kirchen, anglo-katholische Richtung der Anglikanischen Kirchengemeinschaft) wird die Weihe zum dreifachen apostolischen Amt von Diakon, Presbyter (Priester) und Bischof als Sakrament verstanden. Das lateinische ordinatio ist in der römisch-katholischen Kirche die offizielle Bezeichnung für diesen Akt, demgegenüber heißt die Bestellung zu den kirchlichen Unterämtern des Lektors und des Akolythen institutio, im Deutschen wiedergegeben mit „Beauftragung“.

Auch im Deutschen ist neben den Begriffen „Diakonatsweihe“, „Priesterweihe“ und „Bischofsweihe“ das Wort „Ordination“ als Sammelbegriff gebräuchlich.

[Bearbeiten] Evangelische Kirchen

Ordination in der presbyterianischen Kirche

In noch stärkerem Maß ist das deutsche Wort Ordination in den Evangelischen Kirchen gebräuchlich. Trotz der Namensgleichheit wird die Ordination in den Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland von der sakramentalen Weihe der Kirchen katholischer und orthodoxer Tradition streng unterschieden, da sie nicht die Zugehörigkeit zu einem besonderen Priesterstand begründen soll. Obwohl Martin Luthers Rede vom „allgemeinen Priestertum aller Getauften“ keinen Eingang in die Evangelisch-Lutherischen Bekenntnisschriften gefunden hat, ist dieser Gedanke für die evangelischen Kirchen landeskirchlicher Prägung in Deutschland sehr wichtig und eine Trennung zwischen Priestern und Laien ihrem Verständnis des kirchlichen Amtes fremd. Die Ordination ist Segnung und Sendung zur öffentlichen Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung. Seit einigen Jahren ist auch die Ordination ins Ehrenamt für einen unbezahlten Dienst zur Sakramentsverwaltung möglich.

[Bearbeiten] Evangelische Landeskirchen

Die Praxis der Ordination ist in den einzelnen evangelischen Landeskirchen der EKD und Bekenntnistraditionen unterschiedlich. Teils ist sie verbunden (und fast identisch) mit der Einführung in die erste Pfarrstelle, teils wird sie am Ende der letzten Ausbildungsphase (in der schon eine vorläufige Verkündigungs- und Sakramentsbeauftragung bestand) einzelnen Kandidaten oder auch einer ganzen Jahrgangsgruppe gemeinsam gespendet. In manchen lutherischen Kirchen können nur Ordinierte die Abendmahlsfeier leiten, vorläufige oder befristete Beauftragungen gibt es dort nicht.

Eine besondere Ordinations-Praxis hat die Evangelische Kirche im Rheinland. Diese Kirche versteht das „Priestertum aller Glaubenden“ so, dass auch theologisch fortgebildete Prädikanten und nicht-theologische Mitarbeiter (z. B. Jugendreferenten) ordiniert werden können.

Ähnlich ist es auch bei der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen. Auch dort können theologisch geschulte Laien ordiniert werden. In der Regel ist hier die erfolgreiche Teilnahme des kirchlichen Fernunterrichts (KFU), welche ein theologisches Fernstudium beinhaltet, Voraussetzung.

Auch die Evangelische Kirche der Pfalz ordiniert Prädikanten sowie Gemeindediakone und Jugendreferenten. Voraussetzung ist die Teilnahme an einem Prädikantenkurs (für Menschen, die nicht hauptberuflich im Dienst der Kirche sind) bzw. Ordinationskurs (für kirchliche Mitarbeiter). Die Ordination gilt auf Dauer und ist nicht auf Arbeitsfelder oder örtlich begrenzt.

Der evangelische Ordinationsgottesdienst wird vom Dekan/in, Superintendenten, Regional- oder Landesbischof gehalten. Nach Schriftlesung und Predigt folgen in der Regel weitere Schriftworte, die sich auf das Hirten- und Predigtamt beziehen, darauf die Befragung des Kandidaten nach seiner Bereitschaft, schließlich das Ordinationsgebet mit der Handauflegung. Oft schließt sich die Feier des Abendmahls an.

[Bearbeiten] Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche

In der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) wird bis heute auch von Weihe gesprochen (altlutherisches Ordinationsformular). Abgeleitet wird das geistliche Amt in der SELK aus dem Apostolat und nicht aus dem Priestertum aller Getauften. Der Geistliche steht der Gemeinde gegenüber, weil im Vollzug der Verkündigung und der Sakramentsspendung er Christus repräsentiert in persona Christi (vgl. die Lutherische Bekenntnisschrift Apologie der CA, Artikel 13). Die Weihe wird entweder durch den Bischof oder einen Propst oder einen Superintendenten unter Handauflegung gespendet. Nach altkirchlichem Brauch assistieren mindestens zwei weitere Ordinierte. Weiteres zum Amtsverständnis und Ordinationsritus hier.

[Bearbeiten] Judentum

Die formelle Ordination wird im Judentum als Semicha bezeichnet. Im deutschen Judentum werden Rabbiner durch eine Rabbinerordination nach einer wissenschaftlichen Ausbildung in ihr Amt berufen. Diese Ausbildung erfolgt für das liberale Judentum am Abraham Geiger-Kolleg in Zusammenarbeit mit der Universität Potsdam. Am 13. und 14. September 2006 wurden in der Neuen Synagoge in Dresden zum ersten mal seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges wieder Rabbiner in Deutschland ordiniert.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Siehe auch

Ordination - Artikel des Tages

Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva

Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.

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"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."

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