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Olympische Sommerspiele 2016

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Für die Olympischen Sommerspiele 2016 (offiziell Spiele der XXXI. Olympiade genannt) läutete das Internationale Olympische Komitee (IOC) am 16. Mai 2007 die Bewerbungsphase ein. Alle 203 Nationalen Olympischen Komitees wurden eingeladen, eine Kandidatur einzureichen. Bis zum Ende der Bewerbungsfrist am 13. September 2007 reichten sieben Städte ihre vollständigen Unterlagen beim IOC ein. Auf dieser Basis erklärte das Executive Board des IOC am 4. Juni 2008 die Städte Chicago, Tokio, Rio de Janeiro und Madrid zu offiziellen Kandidaten.[1] Die Mitglieder des IOC entscheiden voraussichtlich am 2. Oktober 2009 in Kopenhagen über den Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 2016.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Offizielle Kandidaten

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Chicago Vereinigte Staaten Chicago setzte sich in einem inneramerikanischen Bewerbungsverfahren gegen die Bewerbungen aus Houston, Philadelphia, Los Angeles und San Francisco durch. Nachdem das USOC am 9. Januar 2007 seine Absicht zur Ausrichtung der Sommerspiele bestätigt hatte, wählten dessen Mitglieder Chicago am 14. April 2007 zum offiziellen Bewerber. Es wäre das fünfte Mal, dass die Olympischen Sommerspiele in den Vereinigten Staaten stattfinden, zuletzt war dies 1996 in Atlanta.
Madrid Spanien Madrid hatte sich erstmals für die Olympischen Sommerspiele 1972 beworben, die aber letztlich an München gingen. Für 2012 startete man einen zweiten Versuch, die Stadt schied in einer äußerst knappen Wahl gegen Paris und den späteren Sieger London aus. Am 6. Juni 2006 bewarb sich Madrid für die Spiele 2016 und am 30. Mai 2007 bestätigte das Spanische Olympische Komitee die Kandidatur. Aufgrund der Tatsache, dass die Spiele schon 1992 in Barcelona auf spanischem Boden stattfanden und zudem die Sommerspiele 2012 an die europäische Stadt London vergeben wurde, werden Madrid geringe Chancen eingeräumt. Andererseits erhielt die Kandidatur aber in der technischen Bewertung des IOC im Juni 2008 die zweitbeste Gesamtnote (8,2), knapp hinter Tokio (8,4) und klar vor Chicago (7) und Rio de Janeiro (6,4).[2] Zudem ist der spanische Ex-IOC-Präsident Juan Antonio Samaranch weiterhin sehr einflussreich.[3]
Rio de Janeiro Brasilien Das Brasilianische Olympische Komitee nominierte am 1. September 2006 die Küstenstadt Rio de Janeiro. Diese hatte sich bereits für die Sommerspiele 2004 und 2012 beworben, scheiterte jedoch beide Male bei der Vorauswahl der offiziellen Bewerberstädte durch das IOC. Die Chancen von Rio de Janeiro, die Spiele 2016 auszurichten, könnten jedoch steigen, da dort 2007 die Panamerikanischen Spiele stattfanden und im Zuge dessen zahlreiche auch für Olympische Spiele benötigte Sportstätten wie ein Leichtathletikstadion (João Havelange Stadium), eine Sporthalle für Basketball und Turnen (Rio Olympic Arena), ein Schwimmstadion (Maria Lenk Aquatic Parc) und ein Velodrom für Bahnradsport, entstanden. Zudem würden die Olympischen Spiele zum ersten Mal in Südamerika stattfinden, was einen Vorteil gegenüber europäischen, asiatischen und nordamerikanischen Bewerberstädten darstellt.
Tokio Japan Tokio war ursprünglich für die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 1940 vorgesehen, die jedoch aufgrund des Zweiten Weltkrieges nicht stattfanden. Tokio richtete dann die Olympischen Sommerspiele 1964 aus. In einer landesinternen Abstimmung setzte sich die japanische Hauptstadt am 30. August 2006 gegen ihren Mitbewerber, die Hafenstadt Fukuoka, durch. Tokio erhielt im Juni 2008 vom IOC die beste Note aller Bewerber (8,4).[2]

[Bearbeiten] Ausgeschiedene Bewerberstädte

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Baku Aserbaidschan Baku bewarb sich erstmals um die Ausrichtung Olympischer Spiele. Die Bewerbung erschien recht aussichtslos, zum einen aufgrund der fehlenden Infrastruktur[4] und zum anderen aufgrund der geographischen Nähe zu Sotschi, dem Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2014. Dazu kam die politische Situation in Aserbaidschan, die zu einer weitgehenden Isolation führte.[5]
Doha Katar Doha bewarb sich als erste Stadt des arabischen Raumes um die Ausrichtung Olympischer Spiele – dem lokalen Organisationskomitee zufolge standen 86 Prozent der Einwohner hinter der Bewerbung. Aufgrund der hohen Temperaturen am Persischen Golf in den Sommermonaten hätten die Spiele in Doha erst vom 14. bis 30. Oktober 2016 durchgeführt werden können. 2006 hatten im Emirat die Asienspiele stattgefunden.
Prag Tschechien Am 22. März 2007 beschloss der Stadtrat von Prag (50 Ja-Stimmen, 10 Nein-Stimmen und 3 Enthaltungen), sich für die Olympischen Spiele 2016 zu bewerben. Dabei ging man selbst in Prag davon aus, dass die Bewerbung chancenlos ist („Es ist zu 99 % sicher, dass die Spiele 2016 nicht in Europa stattfinden werden“, so Pavel Bém, der Oberbürgermeister von Prag.) Die Bewerbung stellte vielmehr einen Testlauf für eine erfolgreichere Bewerbung hinsichtlich der Spiele 2020 oder 2024 dar.[6] Prag hatte sich bereits für die Austragung der Olympischen Sommerspiele 1924 beworben, unterlag aber damals Paris.

[Bearbeiten] Wettkampfprogramm

Für die Aufnahme in das Wettkampfprogramm bewerben sich mit Golf, Rugby, Squash, Karate und Inlineskating sowie Baseball und Softball insgesamt sieben Sportarten. Eine Vorauswahl wird bei einer Exekutiv-Sitzung am 14. August 2009 in Berlin getroffen. Die endgültige Entscheidung darüber, welche beiden Sportarten für 2016 in das Wettkampfprogramm aufgenommen werden, fällt nach anstehenden Präsentationen und der Empfehlung der Programmkommisssion auf der 121. IOC Session im Oktober 2009 in Kopenhagen. Eine Beibehaltung der bisherigen 26 Sportarten ist bei Ablehnung der Vorschläge ebenfalls möglich. [7]

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Olympische Sommerspiele 2016 – Bilder, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. vgl. AFP-Meldung Chicago, Madrid, Tokio und Rio in Finalrunde für Olympia 2016 bei focus.de (aufgerufen am 4. Juni 2008)
  2. a b Bewertung der Kandidaten 4. Juni 2008
  3. Berliner Zeitung 11. Dezember 2008
  4. gamesbids.com
  5. telegraph.co.uk
  6. Prag bewirbt sich für die Olympischen Spiele 2016
  7. ZDF Meldung vom 12. Juni 2009 bzw. auf www.olympic org
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