Netencyclo, The wikipedia mirror - The biggest multilingual encyclopedia : Okulation

- Okulation -

Okulation :

Outils :

Vous avez un site web ? Un blog ?

 Netencyclo Directory Project 




Mettre en favoris !

Add to Netvibes
Technorati reactions
rencontre

Okulation

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Qsicon Ueberarbeiten.svg Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.
Okulierte Rose

Okulation ist eine Art der Pflanzenveredelung, bei der vom Edelreis nur eine ruhende Knospe („Edelauge“) verwendet wird. Dieses Auge der Edelsorte wird mit einem kleinen Stück der umgebenden Rinde in die Unterlage (oder Mutterpflanze) eingesetzt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Zeitraum der Durchführung

Die Rinde der Unterlage muss für die meisten Okulationsmethoden lösen. Verfahren die das Auge "hinter die Rinde schieben", sind erst in der Vegetationsphase verwendbar, zu dieser Zeit ist das Kambium zwischen Rinde und Holz im Wachstum und es entsteht ein dünner Film aus nur schwach verbundenen Zellen. Dieser Zeitraum erstreckt sich von Ende Mai bis September.

Das Wetter spielt hier eine erhebliche Rolle, da eine stärkere Trockenheit das Anwachsen des Auges verhindert. Gegebenenfalls kann mit Bewässerung und Harnstoffspritzung diesem Problem abgegeholfen werden. Dieses Problem besteht im gesammten Zeitraum den das Auge benötigt um anzuwachen.

Zum Zeitpunkt der Entnahme müssen die Knospen des Edelreises ausgereift sein, dies ist für Knospen des aktuellen Jahres häufig erst im Juli gegeben. Möchte man früher veredeln, müssen die Edelreiser die Knospen des vorigen Jahres bereitstellen. Dies ist nur möglich wenn die Reiser in der Vegetationsruhe geschnitten wurden und bis zur Veredelung entsprechend kühl, dunkel und feucht gelagert wurden.

In Mitteleuropa treibt die veredelte Knospe bei einem späten Termin der Okulation meist erst im darauffolgenden Frühjahr aus, in Gegenden mit längerer Vegetationsperiode kann der Austrieb auch noch im selben Jahr erfolgen. Eine "Okulation auf das treibende Auge" erfolgt besonders früh im Jahr und kürzt den Zeitraum der Entwicklung deutlich ab.

[Bearbeiten] Durchführung der Veredelung

Bei der eigentlichen Okulation wird das Auge flach aus dem Edelreis herausgeschnitten in einer Länge von ca. 1–2 cm bei Rosen und ca. 2–4 cm bei Obst. Es ist von Vorteil, wenn man am Edelauge einen kleinen Blattstiel belässt, an dem sich das kleine Edelauge besser in die Hand nehmen lässt, er dient später noch zur Erfolgskontrolle. Danach wird an der Unterlage mit einem sehr scharfen Messer ein Schnitt ausgeführt, der die Rinde so löst, dass das Edelauge entsprechend eingesetzt werden kann.

Die Veredlung muss nun verschlossen werden, entweder mit Folienband, Bast oder speziellen Okulations-Schnellverschlüssen, um sie vor Schmutz, Austrocknung und mechanischer Verletzung zu schützen. Der Verschluss drückt das Auge fest an das Kambium der Unterlage und gewährleistet so ein schnelles Anwachsen, welches bei günstiger Witterung nach 14 Tagen geschehen ist. Der Veredelungsvorgang sollte so rasch wie möglich vonstatten gehen, damit die Schnittstellen und besonders das Edelauge nicht antrocknen.

Erfolgskontrolle: Ein bis drei Wochen nach der Okulation sieht man am Blattstiel, ob die Veredelung gelungen ist. Wenn der Blattstiel noch prall und hell aussieht und bei leichter Berührung abfällt, oder schon von selbst abgefallen ist, kann man die Veredelung als gelungen bezeichnen. Die erfolgreiche Verbindung der beiden Kambium-Anteile versorgt das Edelauge mittlerweile mit Nährstöffen und der alte Blattstiel kann zuerst noch Wasser erhalten, aber gleichzeitig wird an der Abwurfstelle des Blattes die übliche Abtrennung durch weitere spezielle Gewebebildung begonnen, bist der Stiel schließlich abfällt. Ist jedoch der Blattstiel eingetrocknet (Aussehen dünn und dunkel) und fällt er auch bei einer leichten Berührung nicht ab, ist die Veredelung nicht gelungen, das Auge konnte keine Verbindung mit dem Kambium der Unterlage herstellen, in diesen Fall ist jedoch eine Nachveredelung noch möglich.

Zum Schutz vor Kälte wird die Veredelungsstelle im Winter mit Erde angehäufelt. Im Frühjahr wird der Winterschutz entfernt, und die über dem veredelten Auge noch befindliche Pflanze abgeschnitten. Durch den Saftdruck der Unterlage treibt das Auge aus, die neu entstandene Pflanze erreicht z. B. bei Buschrosen im Herbst eine verkaufsfähige Qualität.

Bei Rosen erfolgt das Einsetzen auf Höhe des Wurzelhalses, bei Obstgehölzen in einer Höhe von ca. 10–15 cm über der Erde in den einjährigen, verholzten Trieb.

[Bearbeiten] Bekannte Okulations-Varianten

[Bearbeiten] T-Okulation

In einen T-Schnitt eingefügtes Auge

Bei der T-Okulation wird an der Unterlage mit dem Messer ein T-förmiger Schnitt hergestellt: Als erstes führt man einen zwei Zentimeter langen Querschnitt durch, welcher nur die wenige Millimeter dicke Rinde durchtrennt. Als nächstes wird ein Längsschnitt, der eine Länge von zwei bis vier Zentimeter aufweist und mit dem Querschnitt bündig abschließt, durchgeführt. Mit Hilfe eines speziellen Lösers[1] des Okuliermessers werden anschließend die beiden Rindenflügel ohne Beschädigung hochgezogen, so dass sich die Rinde nach links und rechts vorsichtig lösen lässt. In den so entstandenen Schlitz wird das zuvor ausgeschnittene Auge eingesetzt, etwas nach unten geschoben, damit es fest in der Rindentasche liegt und die Rinde wieder zurückgeklappt.

[Bearbeiten] Umgekehrte T-Okulation

Um zu vermeiden, dass Wasser in den Schnitt läuft, wird die umgekehrte T-Okulation ausgeführt. Dabei wird der Querschlitz unterhalb des Längsschlitzes angesetzt, so dass sich als Bild ein auf dem Kopf stehendes T ergibt. Diese Methode wird etwa bei Zitruspflanzen angewendet, ist sonst aber kaum verbreitet.

[Bearbeiten] Plattenokulation

Bei der Plattenokulation wird ein etwa quadratisches Stück Rinde rund um das Edelauge abgehoben. Ebenso wird am Edelreis eine gleich große quadratische Fläche von Rinde befreit und dort das Edelauge aufgesetzt. Diese Methode wird erfolgreich bei Walnuss und Hickory angewendet.

Für diese Arbeit existiert ein spezielles, zwei Klingen tragendes Walnuß-Veredlungsmesser, welches einen Rindenstreifen mit exakt 3 cm Breite herausschneidet [2].

[Bearbeiten] Ring-Okulation

Die Ring-Okulation funktioniert prinzipiell wie die Platten-Okulation. Allerdings wird am Edelreis ein ganzer Rinden-Ring gelöst und auf eine entsprechend passende, von Rinde befreite Stelle auf der Unterlage befestigt.

[Bearbeiten] Chip-Veredelung

siehe Chip-Veredelung

Die Chip-Veredlung verwendet ebenfalls nur eine Knospe, aber im Gegensatz zu anderen Okulationsformen ist die Chip-Veredelung nicht auf die lösende Rinde angewiesen und kann daher auch in der Vegetationspause genutzt werden. Hier wird am Edelreis und an der Unterlage jeweils ein identischer Chip (ein Holzspan) herausgeschnitten. Der Chip besteht (am Edelreis) aus der Knospe, der umgebenden Rinde und einem Anteil des unterliegenden Holzes. Dieser komplette Chip wird in die passend geschittene Kerbe der Unterlage eingelegt.

[Bearbeiten] Nicolieren

Besteht zwischen Edelsorte und Unterlage eine Unverträglichkeit, kann zwischen beide ein dünnes Plättchen einer dritten Sorte gelegt werden, mit der beide verträglich sind. Dieses Verfahren nennt man Nicolieren.

[Bearbeiten] Literatur

Donnchadh Mac Cárthaigh, Wolfgang Spethmann (Hrsg.): Krüssmanns Gehölzvermehrung. Parey Berlin, 2000, S. 154ff. ISBN 3-8263-3221-0

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Messer mit Löser
  2. Walnuß-Veredlungsmesser
rencontre

Okulation - En savoir plus

Rencontre Okulation - Articles à  la une


"Je rencontre quelques peines, je rencontre beaucoup de joie, c'est parfois une question de chance, souvent une rencontre de choix."
© 2010 Netencyclo - Netencyclo Home - Terms of Service - Privacy Policy - Program Policies
Netencyclo, the Wikipedia mirror : the biggest multilingual free-content encyclopedia on the Internet. Cet article, miroir de l'article de Wikipédia est conforme aux termes de la GFDL All Wikipedia content is licensed under the GNU Free Documentation License (see details). Content on this web site is provided for informational purposes only. We accept no responsibility for any loss, injury or inconvenience sustained by any person resulting from information published on this site. We encourage you to verify any critical information with the relevant authorities.