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| Ohre | |
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Die Ohre bei Calvörde |
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| Daten | |
| Lage | Niedersachsen, Sachsen-Anhalt |
| Gewässerkennzahl | 576 |
| Länge | 103 km |
| Quelle | bei Ohrdorf 52° 41′ 50″ N, 10° 50′ 12″ O52.69722222222210.83666666666775 |
| Quellhöhe | 75 m ü. NN |
| Mündung | bei Rogätz in die Elbe52.31083333333311.76527777777835Koordinaten: 52° 18′ 39″ N, 11° 45′ 55″ O 52° 18′ 39″ N, 11° 45′ 55″ O52.31083333333311.76527777777835 |
| Mündungshöhe | 35 m ü. NN |
| Höhenunterschied | 40 m |
| Flusssystem | Elbe |
| Rechte Nebenflüsse | Beber, Schrote |
| Linke Nebenflüsse | Tarnefitzer Elbe, Wanneweh |
| Kleinstädte | Wittingen (Ohrdorf, Zasenbeck), Oebisfelde (Buchhorst), Haldensleben, Wolmirstedt |
| Gemeinden | Hanum, Nettgau, Brome, Steimke, Jahrstedt, Miesterhorst (Taterberg), Calvörde, Hillersleben, Niedere Börde (Meseberg, Samswegen), Zielitz, Loitsche, Rogätz |
Die Ohre ist ein etwa 103 km langer, linker Nebenfluss der Elbe.
Die Ohre entspringt im niedersächsischen Landkreis Gifhorn (unweit der Grenze zu Sachsen-Anhalt) rund 6 km südöstlich von Wittingen. Früher befand sich ihre Quelle in der kleinen Ortschaft Ohrdorf auf dem Gehöft von Otto-Dietrich Beyer. Auf Grund einer Grundwasserabsenkung entspringt die Ohre derzeit (2007) in einem Wiesengebiet zwischen Ohrdorf und Haselhorst. Von dort aus fließt die Ohre in südöstlicher Richtung als natürliche Grenze zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt bis in das niedersächsische Brome. Danach fließt ihr Wasser gänzlich auf dem Gebiet von Sachsen-Anhalt und erreicht den Naturpark Drömling. Von dort fließt sie weiter in östlicher Richtung und tangiert den Nordrand der Magdeburger Börde und bildet zugleich die Grenze zur nördlich anschließenden Altmark. Die Ohre fließt durch den Landkreis Börde über Haldensleben nach Wolmirstedt und mündet bei Rogätz in die Elbe.
Die Ohre durchfließt mittig den 300 km² großen Drömling, eine in früheren Zeiten fast abflusslose Senke. Dort bildeten sich durch den Zufluss von Ohre und Aller nach der letzten Eiszeit große Feuchtgebiete und Niedermoore. Hier liegt eine sehr niedrige Wasserscheide zwischen Weser und Elbe. Die Ohre wurde im Drömling gegen Ende des 18. Jahrhunderts unter preußischer Herrschaft reguliert, gemeinsam mit der Entwässerung des Gebietes. 1770 erfuhr der Preußenkönig Friedrich der Große von der Not der Drömlingsdörfer mit den Überschwemmungen. Er ordnete an, das den zu Preußen gehörigen Ostteil des Drömlings für Kolonisten urbar zu machen. 1780 begann Preußen mit den Vermessungsarbeiten, 1783 mit der Entwässerung mit etwa 3.000 Arbeitern. Für die den Drömling diffus durchfließende Ohre wurde ein Flussbett ausgehoben. Im gesamten Gebiet entstanden schachbrettartig angelegte Kanäle und Gräben und es wurden Brücken sowie Dämme errichtet. 1796 waren die Entwässerungsarbeiten nach 13-jähriger Tätigkeit abgeschlossen. Auf diese Weise wurde rund 300 km² Land urbar gemacht. Auf dem Land wurden zahlreiche Kolonien wie Kolonie Breiteiche, Dannefeld, Etingen und Jerchel eingerichtet.
Um den Erhalt der Landschaft zu sichern, schuf die Landesregierung von Sachsen-Anhalt im Jahre 1990 den Naturpark Drömling.
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Das Deutsche Eck bei der Kolonie Breiteiche, Mündung des Friedrichskanals links in die Ohre |
Die Ohre benutzt ab dem Drömling bis zur Einmündung in das Elbtal das Breslau-Magdeburg-Bremer Urstromtal. Allerdings fließt sie entgegen der ursprünglichen Fließrichtung des Urstromtales (Ost nach West) von Westen nach Osten. Sie hat sich daher, von ihrer Mündung beginnend, rückschreitend in den alten Talboden eingeschnitten.
Von Oebisfelde-Buchhorst bis Glindenberg nutzt der Mittellandkanal das Tal der Ohre und verläuft parallel zu ihr.
Bis zum 13. Jahrhundert mündete sie bereits bei Wolmirstedt in den damaligen Elbarm.
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