| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Direktionsbezirk: | Chemnitz | |
| Landkreis: | Erzgebirgskreis | |
| Höhe: | 330 m ü. NN | |
| Fläche: | 26,27 km² | |
| Einwohner: | 12.417 (31. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 473 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 09376 | |
| Vorwahl: | 037298 | |
| Kfz-Kennzeichen: | ERZ | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 5 21 450 | |
| Stadtgliederung: | Kernstadt; 5 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausplatz 1 09376 Oelsnitz/Erzgeb. |
|
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Hans-Ludwig-Richter (CDU) | |
| Lage der Stadt Oelsnitz/Erzgeb. im Landkreis Erzgebirgskreis | ||
![]() |
||
Oelsnitz/Erzgeb. ist eine Stadt im Erzgebirgskreis in Sachsen.
Der Name Oelsnitz, ursprünglich ein Flur- oder Gewässername, ist etwa 1000 Jahre alt. Er entstand vermutlich als Orientierungsname slawischer Sorben, die das damals noch unbesiedelte Erzgebirge begingen. Bedeutungsgleich wäre der Name „Ort am Erlenbach“.
Der Zusatz „im Erzgebirge“ wurde 1883 erstmals von der Post genutzt, um Verwechslungen mit der Stadt Oelsnitz im Vogtland zu vermeiden. Allerdings ist dieser Zusatz geographisch falsch, da Oelsnitz im erzgebirgischen Becken liegt. Treffender und korrekt wäre „Oelsnitz am Erzgebirge“.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt liegt ca. 18 km östlich von Zwickau und 8 km nordwestlich der ehemaligen Kreisstadt Stollberg/Erzgebirge.
Angrenzende Städte und Gemeinden sind Hohndorf, Lugau/Erzgebirge, Niederwürschnitz und die Stadt Stollberg/Erzgebirge im Erzgebirgskreis sowie die Gemeinde Gersdorf im Landkreis Zwickau. In der näheren Umgebung liegen die Städte Lichtenstein sowie Hartenstein und Mülsen im Landkreis Zwickau.
Die Gliederung in Ober- und Niederoelsnitz besteht heute nur noch im ortsüblichen Sprachgebrauch. Neuoelsnitz, Neuwürschnitz und Waldesruh sind räumlich getrennt vom eigentlichen Stadtkern.
Ende des 12. Jahrhunderts gründeten die Ritter von der Oelsnitz das Dorf Oelsnitz. Das Rittergeschlecht führt nach Überlieferung von 1368 im goldenen, damaszierten Schild einen roten Schrägrechtsbalken, belegt mit drei silbernen Kugeln. Der Helm trägt einen goldenen Flug, der mit dem Balken des Schildes bezeichnet ist. Ein als der Pirnaische Mönch bekannter Chronist beschreibt die Ritter von der Oelsnitz als „ein erbar Gesipp vom Dorfe bei der langen Lunckwicz“. Nachfahren dieses Rittergeschlechts gibt es bis heute.
Teile des im Volksmund zu Recht so genannten Rittergutes existieren noch und werden teilweise auch noch für verschiedene Zwecke genutzt.
Als Dorf wird Oelsnitz erstmalig in einer Urkunde von 1386 genannt, als Kirchort bereits 1286.
Kaum ein anderer Ort ist in mehrere Grundherrschaften so zersplittert gewesen wie das alte Dorf Oelsnitz. Nach der Leipziger Teilung von 1485 unterstand der Ort bis zum Jahre 1547 sogar zwei verschiedenen Landesherren. Der grünhainische und der wildenfelsische Anteil gehörten zum Kurfürstentum der Ernestiner, der sächsisch-höfische mit dem Rittergut und dem Dorf Lugau dagegen den sächsischen Herzögen von Meißen, den Albertinern.
Der Werdegang von Oelsnitz wurde beeinflusst durch Bauernkrieg und Reformation um 1500, durch den Dreißigjährigen Krieg 1618–1648 und nicht zuletzt durch die zwei Weltkriege.
Der bedeutendste Verlauf der Oelsnitzer Geschichte begann aber mit der Entdeckung der Steinkohle im Lugau-Oelsnitzer Revier, geschehen durch den Zwickauer Bergfaktor Karl Gottlob Wolf auf dem Gebiet des heutigen Ortsteiles Neuoelsnitz. Chronisten sprachen nach Wolffs Erfolg von einem regelrechten Gründerfieber, 1844 wurden bereits sechs neue Gruben mit zahllosen Schächten betrieben. 1858 wurde Oelsnitz durch die „Chemnitz-Würschnitzer Kohlenstrecke“ an das Eisenbahnnetz angeschlossen.
Die Entwicklung des Bergbaues brachte aber nicht nur Nutzen. Ende des 19. Jahrhunderts gingen Sensationsmeldungen durch die Weltpresse: „Das versinkende Oelsnitz“. Die durch den Bergbau verursachten Bergschäden führten zu Bodensenkungen von teilweise mehr als 17 Metern. Zahlreiche Gebäude im Ortskern mussten deshalb abgerissen werden. Nicht zuletzt führte diese Entwicklung auch zu einer Neustrukturierung der Innenstadt.
1913 besuchte König Friedrich August III. die Schächte des Kohlenreviers.
1924 wurde die Gemeinde Oelsnitz durch die Sächsische Staatskanzlei zur Stadt erhoben.
Zu Beginn der Zeit des Nationalsozialismus im Frühjahr 1933 misshandelten Angehörige der SA-Standarte 183 auf dem Marktplatz und in den Arrestzellen unter der Sparkasse politische Gegner auf brutale Weise.
Die Förderung von Steinkohle wurde 1971 eingestellt und bis 1975 wurden alle Schachtanlagen verfüllt. 1986 wurde in einem Teil des Bergwerkes "Karl Liebknecht" in Neuoelsnitz das Bergbaumuseum eröffnet.
Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):
|
|
|
|
1 29. Oktober
2 31. August
3 Gebietsstand 1. Januar 1999
In Neuoelsnitz befindet sich der stillgelegte Karl-Liebknecht-Schacht, dessen noch vorhandene oberirdische Gebäude und Anlagen als Bergbaumuseum genutzt werden. Die Ausstellungsräume sind durch eine kurze Fahrt mit einem Fahrstuhl zu erreichen und vermitteln so den Eindruck einer Untertagesituation.
Ein Denkmal im Park an der Stadthalle erinnerte zu DDR-Zeiten an die frühen Opfer des Hitlerregimes. Nach 1990 wurde die Inschrift in nivellierender und den Faschismus verharmlosender Weise den "Opfern jeglicher Gewaltherrschaft" von 1933 bis 1989 umgewidmet.
In der Stadthalle Oelsnitz (ehemals Kulturhaus „Hans Marchwitza“) zelebriert der „Oelsnitzer Carnevals Verein“ jedes Jahr zur Faschingszeit seine alljährlichen Faschingsveranstaltungen. Weiterhin spielt hier das hauseigene Kabarett „die BarHocker“.
Zu Ehren des Sohnes der Stadt, des Schriftstellers Reiner Kunze, verleiht die Stadt Oelsnitz gemeinsam mit der Sparkasse Erzgebirge alle zwei Jahre den Reiner-Kunze-Preis. Die Auszeichnung ist mit 4.000 Euro dotiert und wurde 2007 erstmals an Utz Rachowski vergeben.
Oelsnitz liegt nördlich der A 72 zwischen Stollberg und Zwickau. Diese ist über die Anschluss-Stellen Stollberg-Nord, Stollberg-West und Hartenstein zu erreichen. Die von der City-Bahn Chemnitz GmbH als Teil der Kursbuchstrecke 523 betriebene Bahnlinie Stollberg–St. Egidien führt durch die Gemeinde. Die Züge verkehren von St. Egidien durchgehend weiter über Glauchau bis Zwickau.
Amtsberg | Annaberg-Buchholz | Aue | Auerbach | Bad Schlema | Bärenstein | Bernsbach | Bockau | Börnichen/Erzgeb. | Borstendorf | Breitenbrunn/Erzgeb. | Burkhardtsdorf | Crottendorf | Deutschneudorf | Drebach | Ehrenfriedersdorf | Eibenstock | Elterlein | Erlbach-Kirchberg | Gelenau/Erzgeb. | Geyer | Gornau/Erzgeb. | Gornsdorf | Großolbersdorf | Großrückerswalde | Grünhain-Beierfeld | Grünhainichen | Heidersdorf | Hohndorf | Hormersdorf | Jahnsdorf/Erzgeb. | Johanngeorgenstadt | Jöhstadt | Königswalde | Lauter/Sa. | Lengefeld | Lößnitz | Lugau/Erzgeb. | Marienberg | Mildenau | Neukirchen/Erzgeb. | Niederdorf | Niederwürschnitz | Oberwiesenthal | Oelsnitz/Erzgeb. | Olbernhau | Pfaffroda | Pobershau | Pockau | Raschau-Markersbach | Scheibenberg | Schlettau | Schneeberg | Schönheide | Schwarzenberg/Erzgeb. | Sehmatal | Seiffen/Erzgeb. | Sosa | Stollberg/Erzgeb. | Stützengrün | Tannenberg | Thalheim/Erzgeb. | Thermalbad Wiesenbad | Thum | Venusberg | Waldkirchen/Erzgeb. | Wolkenstein | Zöblitz | Zschopau | Zschorlau | Zwönitz
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."