Die Obed-Zeit (auch Obed-Horizont oder englisch Ubaid-culture) ist eine archäologische Periode des späten Chalkolithikums in Mesopotamien. Sie dauerte von etwa 5900 bis 4300 v. Chr.
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Die Obed-Zeit ist nach dem Tell el-Obed benannt.
Die Obedkultur dauerte von 5900 bis 4300 v. Chr. (nach anderen Quellen bis ca. 3500 v. Chr.). Definiert wird die Obed-Phase durch die Keramik. Ihre Verzierung besteht aus dunklen, umlaufenden Bändern und dazwischen eingefügten Mustern. Das Musterrepertoire ist gegenüber früherer Perioden merklich vereinfacht. Die Ausführung der Zeichnungen deutet auf die Nutzung einer drehbaren Arbeitsplatte (Tournette), jedoch noch keiner sich drehenden Töpferscheibe. Die Keramik wurde zunächst nur im Süden Babyloniens hergestellt. Später breitete sie sich über ganz Vorderasien bis nach Mersin (Kilikien), Syrien und Ostanatolien aus. Man unterscheidet anhand der Verzierung und der Färbung der Keramik vier Perioden :
Danach beginnt die älteste Stufe der Urukperiode mit ersten Schriftzeugnissen.
In dieser Periode wurde in Mittelmesopotamien Landwirtschaft bereits mit Hilfe künstlicher Bewässerung betrieben. Die bekanntesten Siedlungen dieser Periode sind Eridu, Ur und das namengebende Tell el-Obed. Es tritt ein Haus mit neuartigem Grundriss auf, das Mittelsaalhaus. Hier diente ein zentraler Raum als funktionales Zentrum und Verteiler zu den angrenzenden Räumen.
Neu scheinen auch die sich in unterschiedlichen Bauten ausdrückenden Statusunterschiede zu sein. Ebenso fanden sich zentrale Gemeinschaftsbauten, die offensichtlich nicht für den Kult verwendet wurden. Besonders aufschlussreich ist hier das komplett ergrabene Tell Abade. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich die Entwicklung einer politischen und/oder religiösen Elite schon vollzogen hatte, also eine Hierarchisierung stattgefunden hatte.
Erstmals scheinen sich auch überregionale Zentren herausgebildet haben. So fand man in Tepe Gaura drei große Zentralbauten ("Tempel" (?)), die unmöglich nur für 'eine' Siedlung dieser Größe bestimmt sein konnten. Es ist anzunehmen, dass dieser Ort das kultische Zentrum der Region war. Insgesamt ist der Befund durch das Fehlen weiterer aussagekräftiger Funde bisher noch unvollständig und unscharf. Nur in der Susiana (Elam) kann man ein überregional kultisches Zentrum mit großer Sicherheit nachweisen, da man hier ein größeres Areal untersucht hat, und in kleineren Orten keine Kultbauten wie in Susa gefunden hat.
In der Wirtschaft wurden schon Kontrollmechanismen angewendet, was sich durch die Funde von Zählmarken und Stempelsiegeln in einer großer Bandbreite an Mustern belegen lässt, die vor allem an Terrakotten von kleinen Menschen und Tieren gefunden wurden. Auch die Anlage von Bewässerungskanälen - allerdings im Regenfeldbau - wurde nachgewiesen.
Warum dieser Kultur im vergleich zu ihren Vorgängern so weit verbreitet ist, ist umstritten. Lange wurde angenommen, dass die "Obed-Leute" wanderten. Neuere Theorien gehen von einer konvergierenden Entwicklung auf sozio-ökonomischem Gebiet aus, die sich in gleichen Verhältnissen bei unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen ausdrückte, also einer wandernden Mode statt wandernder Gruppen.
Die Entwicklung im iranischen Hochland verläuft in Teilen ähnlich. Die Keramik wurde wie in den anderen Teilen Vorderasiens bemalt - allerdings waren die Muster meist figürlicher als anderswo. Jedoch ist das Mittelsaalhaus nicht nachgewiesen. Schon hier scheint die traditionelle Verbindung zwischen Mesopotamien und dem Iran zu beginnen. Zum einen bestand in der Folgezeit immer eine kulturelle Verbindung, zum anderen bewahrten sich die Iraner immer auch ihre kulturelle Eigenständigkeit.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."