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| OMV Aktiengesellschaft | |
|---|---|
| Unternehmensform | Aktiengesellschaft |
| ISIN | AT0000743059 |
| Gründung | 1956 |
| Unternehmenssitz | Wien, Österreich |
| Unternehmensleitung | |
| Mitarbeiter |
33.665 davon 28.233 bei Petrom (2007) |
| Umsatz |
20,04 Mrd. EUR (2007) |
| Branche | Mineralölförderung und -verarbeitung |
| Website | |
Die OMV Aktiengesellschaft (früher Österreichische Mineralölverwaltung; ÖMV) ist ein österreichischer Mineralöl-, Erdgas- und Chemiekonzern.
Mit einem Konzernumsatz von 18,97 Milliarden Euro und einem Mitarbeiterstand von 5.180 (inkl. Petrom rund 41.000) sowie einer Marktkapitalisierung von rund 16 Mrd. Euro ist die OMV Aktiengesellschaft das größte Unternehmen Österreichs. Das Unternehmen ist als integrierter Energiekonzern sowohl im Upstream (E&P) als auch im Downstream (R&M, Gas) tätig.
Als eines der führenden Erdöl- und Erdgasunternehmen Mitteleuropas ist der OMV-Konzern im Bereich Raffinerien & Marketing (R&M) in 13 Ländern Zentral- und Osteuropas tätig mit dem Ziel den Marktanteil bis 2010 auf 20 % zu erhöhen.
Inhaltsverzeichnis |
Die OMV hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2010 das im internationalen Vergleich leistungsfähigste mittelgroße Erdöl- und Erdgasunternehmen zu werden; 50 Prozent der Raffineriekapazität an Erdöl und Erdgas sollen selbst produziert werden. Die tägliche Produktion von Erdöl und -gas soll daher auf 500.000 boe steigen. Im Gasgeschäft will die OMV mehr als ein Drittel des vom Unternehmen verkauften Volumens von 20 Mrd. bcm³ selbst produzieren. Darüber hinaus will sich die OMV den Zugang zu petrochemischen Anlagen über Minderheitsbeteiligungen im internationalen Chemiegeschäft (AMI, Borealis), mit eigener Technologie und Anlagen in Europa und im Mittleren Osten, sichern.
| 31,5 % | ÖIAG |
| 19,2 % | IPIC |
| 49,3 % | Streubesitz |
Die größten Beteiligungen werden von der OMV AG direkt gehalten, alle weiteren Beteiligungen werden den entsprechenden Geschäftsbereichen zugeteilt.
Die OMV ist in vier Geschäftsbereiche eingeteilt:
Der Konzern betreibt 5 Raffinerien mit einer jährlichen Raffineriekapazität von 26,4 Mio. Tonnen: In Schwechat bei Wien, in Burghausen an der Salzach (Bayern) und in Ingolstadt, Neustadt und Vohburg (Bayernoil). Die rumänische Tochtergesellschaft verfügt über 2 Raffinerien mit einer Jahreskapazität von rund 8 Mio. Tonnen.
Die OMV verfügt über 2.536 Tankstellen der Marken OMV, AVANTI, Stroh und PETROM in 13 Ländern. Die OMV betreibt zudem ein Großhandelsgeschäft mit Treibstoffen, Heizölen, Schmiermittel, Bitumen und im Avation Bereich. Der Marktanteil des Konzerns im Bereich R&M im Donauraum beträgt damit rund 18 %, in Österreich rund 20 %.
Ca. 1000 Tankstellen verfügen über Tankstellenshops der Marke Viva (Shop, Gastronomie), dabei werden laufend innovative Kooperationen mit anderen Unternehmungen abgeschlossen, um Zusatzdienste im Tankstellennetzwerk bieten zu können. Darunter z.B die Post oder Wiener Städtische.
Im Bereich Exploration & Produktion (E&P) ist die OMV in 18 Ländern auf fünf Kontinenten aktiv und fördert täglich 322.000 boe. Die Reserven betragen rund 1,3 Mrd. boe, wobei knapp 1 Mrd. boe auf Petrom entfallen.
Im Bereich Gas verfügt die OMV über mehrere Speicher in Österreich (vor allem in Niederösterreich, siehe Österreichische Energiewirtschaft), ein 2.000 km langes Leitungsnetz und transportiert jährlich 43 Mrd. m³ in Länder wie Deutschland oder Italien. OMV und Petrom verkaufen jährlich rund 14 Mrd. m³ Gas in Österreich und Rumänien. Der Vertrieb erfolgt über die Großhandelsgesellschaft EconGas, ein Joint-Venture mit den österreichischen Landesenergieversorgern (EVN, Wien Energie, BEGAS, OÖ Ferngas, Linz AG). 2008 schloss sie mit der Gazprom einen Vertrag, der vorsieht über eine gemeinsame Tochtergesellschaft in Baumgarten an der March an der österreichisch-slowakischen Grenze einen großen Erdgasumschlagplatz mit dementsprechenden Speichern aufzubauen, um eine gleichmäßigere Versorgung Westeuropas zu gewährleisten.[2]
Vor der Einführung der Tankstellenmarke OMV Ende der 1980er Jahre hatte das Tankstellennetz der ÖMV/OMV verschiedene Namen. Während der Besatzungszeit verkaufte die SMV unter dem Namen ÖROP bzw. OROP. Nach dem Wechsel zur ÖMV wurde der Markenname "MARTHA" eingeführt, später auch ELAN. Tankstellenübernahmen gab es von ARAL und PAM (holländisch). Das OMV-Tankstellennetz wurde auch nach Südosteuropa expandiert. Die Markenumstellung kleinerer Tankstellen oder von Franchisebetrieben erfolgte verschiedentlich erst nach vielen Jahren.
In der Vergangenheit stand die OMV vor allem wegen ihres Engagements im Sudan in der Kritik.[3] Aktuell wird vor allem das Iran-Engagement des Unternehmens angegriffen. Nachdem die OMV im April 2007 bekannt gegeben hatte, mit der iranischen nationalen Ölgesellschaft einen Vorvertrag unterzeichnet zu haben, der nach Angaben der österreichischen Tageszeitung „Der Standard“ ein Geschäftsvolumen von 22 Milliarden Euro umfassen soll[4], ist die Unternehmensleitung mit massiver Kritik von Menschenrechtsorganisationen, Exiliranern, jüdischen Verbänden, der israelischen und der US-Regierung und durch das Bündnis Stop the Bomb konfrontiert, das sich für Sanktionen gegen das iranische Regime engagiert. 2008 wurde die Kritik am Iran-Geschäft der OMV auch Gegenstand von Auseinandersetzungen auf der Jahreshauptversammlung, nachdem Stop-the-Bomb-Aktivisten vor der Hauptversammlung demonstrierten und in der Hauptversammlung als Kleinaktionäre das Wort ergriffen.[5]
Andritz AG | Austrian Airlines AG | bwin Interactive Entertainment AG | Erste Bank Group AG | Flughafen Wien AG | Intercell AG | Mayr-Melnhof Karton AG | Österreichische Post AG | OMV AG | Palfinger AG | Raiffeisen International Bank-Holding AG | RHI AG | Schöller Bleckmann AG | STRABAG SE | Telekom Austria AG | Verbundgesellschaft AG | voestalpine AG | Wienerberger AG | Vienna Insurance Group AG | Zumtobel AG